Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Probebetrieb der Netzanbindung BorWin2 gestartet

13.11.2014
  • Kommerzielle Inbetriebnahme für Anfang 2015 geplant
  • Übertragungsleistung von 800 MW reicht aus um 800.000 Haushalte zu versorgen

Nach erfolgreichen Tests haben Netzbetreiber TenneT und Siemens jetzt den Probebetrieb der Gleichstromanbindung BorWin2 aufgenommen. Nach einem mehrwöchigen Probebetrieb kann die Netzanbindung nach erfolgreichem Abschluss in den ersten Monaten 2015 in den geregelten Betrieb übergehen.


Die Offshore-Plattform für die Netzanbindung BorWin2 hat Siemens im April 2014 auf See installiert. BorWin2 soll 2015 in Betrieb gehen. Die Plattform ist auf jahrzehntelangen Betrieb in der rauen Nordsee ausgelegt und wird nach der Inbetriebnahme von Land aus überwacht und gesteuert werden.

Die Netzanbindung BorWin2 kann mit einer Übertragungsleistung von 800 Megawatt (MW) rund 800.000 Haushalte mit sauberem Strom versorgen. Zusätzlich zu der schon im Probebetrieb befindlichen Anlage HelWin1 bereitet Siemens derzeit für TenneT zwei weitere Netzanbindungen zur Hochspannungsgleichstrom-Übertragung (HGÜ) in der Nordsee für den kommerziellen Betrieb vor. Den Auftrag über eine fünfte Gleichstromanbindung hat Siemens im Frühjahr 2014 erhalten.

Bereits im Sommer hat Siemens die HGÜ-Plattform BorWin2 rund 100 Kilometer nordwestlich der Nordseeinsel Borkum installiert. Die Verlegung von zwei 200 Kilometer langen Seekabeln hat Konsortialpartner und Kabelexperte Prysmian verantwortet.

Nach der erfolgreichen Installation der Plattform waren umfangreiche Inbetriebsetzungsmaßnahmen notwendig, für die zeitweise bis zu 100 Mitarbeiter gleichzeitig auf der Plattform tätig waren. Nach dem erfolgreichen Anschluss des Windkraftwerkes Global Tech 1 konnte bei ersten Tests Anfang September zum ersten Mal Strom über die Verbindung BorWin2 eingespeist werden.

Fünfzig Prozent der Netzanschlusskapzität ist außerdem für einen anderen Windpark vorgesehen. Da mit dem Bau der Windenergieanlagen noch nicht begonnen wurde, rechnet TenneT damit, dass der 800 MW starke Anschluss für mindestens die nächsten zwei Jahre nur zur Hälfte genutzt wird.

Um den von den Windkraftwerken erzeugten Strom effizient an Land zu bringen, kommt die HGÜ-Technologie von Siemens zum Einsatz. Diese ist sowohl auf der Offshore-Plattform als auch in der Konverterstation an Land im ostfriesischen Diele installiert.

Der Windstrom wird zunächst als Wechselstrom auf die Konverterplattform BorWin2 geleitet, dort in Gleichstrom umgewandelt und via Seekabel an Land gebracht. In der Landstation wird der Gleichstrom wieder zurück in Wechselstrom transformiert und ins Höchstspannungsnetz eingespeist. Ab einer Kabellänge von mehr als 80 Kilometern ist HGÜ die einzig effiziente Übertragungslösung mit einem maximalen Verlust von nur vier Prozent inklusive Kabel.

Die von Siemens eingesetzte sogenannte HVDC Plus-Technologie ist weniger komplex und besonders platzsparend, was auf hoher See zwingend notwendig ist. Im Gegensatz zur klassischen HGÜ-Variante, die bei Landverbindungen weit verbreitet ist, können sich Anlagen mit HVDC Plus selbst stabilisieren. Da bei der Stromerzeugung durch Windkraft mit Schwankungen zu rechnen ist, wird die Netzsicherheit durch den Einsatz der HVDC-Plus-Technologie von Siemens deutlich erhöht.

Insgesamt realisiert Siemens fünf Nordsee-Netzanbindungen für TenneT. Die bisherigen Projekte sind: HelWin1 (576 MW) und HelWin2 (690 MW) vor Helgoland, BorWin2 (800 MW) und BorWin3 (900 MW) vor Borkum sowie SylWin1 (864 MW) vor Sylt.

Den Auftrag für die Anbindung BorWin3 hat Siemens erst im Frühjahr 2014 erhalten, die anderen vier Netzanbindungen sind im Fertigstellungsgrad bereits fortgeschritten und sollen sukzessive zwischen 2014 und 2015 in Betrieb gehen.

Weitere Informationen zur Division Energy Management finden Sie unter www.siemens.com/energy-management


Weitere Pressebilder zum Thema Netzanbindung unter www.siemens.com/press/x-win 


Die Siemens AG (Berlin und München) ist ein führender internationaler Technologiekonzern, der seit mehr als 165 Jahren für technische Leistungsfähigkeit, Innovation, Qualität, Zuverlässigkeit und Internationalität steht. Das Unternehmen ist in mehr als 200 Ländern aktiv, und zwar schwerpunktmäßig auf den Gebieten Elektrifizierung, Automatisierung und Digitalisierung. Siemens ist weltweit einer der größten Hersteller energieeffizienter ressourcenschonender Technologien. Das Unternehmen ist Nummer eins im Offshore-Windanlagenbau, einer der führenden Anbieter von Gas- und Dampfturbinen für die Energieerzeugung sowie von Energieübertragungslösungen, Pionier bei Infrastrukturlösungen sowie bei Automatisierungs-, Antriebs- und Softwarelösungen für die Industrie. Darüber hinaus ist das Unternehmen ein führender Anbieter bildgebender medizinischer Geräte wie Computertomographen und Magnetresonanztomographen sowie in der Labordiagnostik und klinischer IT. Im Geschäftsjahr 2014, das am 30. September 2014 endete, erzielte Siemens einen Umsatz aus fortgeführten Aktivitäten von 71,9 Milliarden Euro und einen Gewinn nach Steuern von 5,5 Milliarden Euro. Ende September 2014 hatte das Unternehmen weltweit rund 357.000 Beschäftigte.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.siemens.com


Reference Number: PR2014110055EMDE


Ansprechpartner
Frau Sabrina Martin
Division Energy Management
Siemens AG

Freyeslebenstr. 1

91058 Erlangen

Tel: +49 (9131) 18-7032

sabrina.martin​@siemens.com

Sabrina Martin | Siemens Energy Management

Weitere Berichte zu: BorWin2 Gleichstrom HVDC HelWin1 Management Netzanbindung Probebetrieb Siemens Strom TenneT Wechselstrom energy

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Wärme in Strom: Thermoelektrische Generatoren aus Nanoschichten
16.03.2017 | Universität Duisburg-Essen

nachricht Flüssiger Treibstoff für künftige Computer
15.03.2017 | Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise