Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Offshore-Konstruktionsschiff: sparsam und beweglich

22.07.2014

Siemens stattet das neue Mehrzweck-Offshore-Konstruktionsschiff der Toisa Ltd. mit Antriebs- und Stromversorgungstechnik aus.

Das Schiff, das gerade von der koreanischen Hyundai Heavy Industries Ltd. gebaut wird, soll für verschiedenste Offshore-Arbeiten in bis zu 3.500 Meter Tiefe eingesetzt werden.


Wichtig bei solchen Einsätzen ist unter anderem eine gute Manövrier­barkeit des Schiffs. Siemens liefert ein diesel-elektrisches Antriebssystem, mit dem die einzelnen Propeller sehr genau geregelt werden können. Dazu kommt ein Stromversorgungs- und Managementsystem, das hilft, den Kraftstoffverbrauch zu optimieren.

Offshore-Konstruktionsschiffe werden zum Beispiel für den Bau von Öl- und Gasförderanlagen unter der Meeresoberfläche eingesetzt, oder für die Verlegung von Rohren oder Stromkabeln am Meeresboden sowie zum Betrieb ferngesteuerter Tiefseefahrzeuge.

Bei solchen Arbeiten müssen die Schiffe sehr genau Positionen einnehmen und diese auch über längere Zeit halten können. Mit dem neuen Mehrzweck-Schiff will Toisa auch hinsichtlich der Manövrierfähigkeit neue Standards setzen.  Das Schiff verfügt über mehrere Antriebe - Heckpropeller, Bugstrahlruder und einziehbare Ruderpropeller.

Sie werden von insgesamt fünf 3,4 Megawatt und zwei 2,5 Megawatt starken Elektromotoren angetrieben. Den Strom dafür erzeugt ein Dieselgenerator. Der von Siemens gelieferte dieselelektrische Antrieb Siship Drive LV zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass alle Komponenten - Dieselgenerator, Motoren sowie die Frequenzumrichter zur Drehzahlregelung - aufeinander abgestimmt sind.

Die einzelnen Antriebe können dadurch sehr schnell angesteuert werden, so dass das Schiff an Beweglichkeit gewinnt. Ein integrierter Antrieb fährt außerdem immer im optimalen Bereich und erhöht so den Wirkungsgrad und damit die Energieeffizienz des Gesamtsystems. 

Auch die Stromversorgung ist für optimale Energieeffizienz ausgelegt. Sechs Dieselgeneratoren mit je vier Megawatt Leistung liefern den Strom für das Schiff. Siship Power MV speist das Mittelspannungs-Bordnetz und passt die Leistung der Dieselgeneratoren permanent an den tatsächlichen Energiebedarf des Schiffs an.

Speziell für Konstruktionsschiffe, die auf Fahrt deutlich mehr Strom verbrauchen als während der eigentlichen Arbeitszeit, in der sie auf Position bleiben, ist diese Anpassung der Generatorleistung ein wichtiges Mittel um Treibstoff zu sparen.

Ebenfalls von Siemens stammt das Power-Management-System, das für eine sichere Versorgung aller Verbraucher an Bord sorgt.  Die Plattform Siship umfasst spezielle Lösungen zu Antrieb, Stromversorgung und Automatisierung für die kommerzielle Schifffahrt. Sie zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass alle Komponenten speziell für die rauen Einsatzbedingungen auf See ausgelegt sind « (2014.07.3)

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/innovation

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht 3D-Mapping von Räumen mittels Radar
17.10.2017 | Ruhr-Universität Bochum

nachricht Hochtemperaturspeicher für Ökostrom
13.10.2017 | Technische Hochschule Mittelhessen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Smarte Sensoren für effiziente Prozesse

Materialfehler im Endprodukt können in vielen Industriebereichen zu frühzeitigem Versagen führen und den sicheren Gebrauch der Erzeugnisse massiv beeinträchtigen. Eine Schlüsselrolle im Rahmen der Qualitätssicherung kommt daher intelligenten, zerstörungsfreien Sensorsystemen zu, die es erlauben, Bauteile schnell und kostengünstig zu prüfen, ohne das Material selbst zu beschädigen oder die Oberfläche zu verändern. Experten des Fraunhofer IZFP in Saarbrücken präsentieren vom 7. bis 10. November 2017 auf der Blechexpo in Stuttgart zwei Exponate, die eine schnelle, zuverlässige und automatisierte Materialcharakterisierung und Fehlerbestimmung ermöglichen (Halle 5, Stand 5306).

Bei Verwendung zeitaufwändiger zerstörender Prüfverfahren zieht die Qualitätsprüfung durch die Beschädigung oder Zerstörung der Produkte enorme Kosten nach...

Im Focus: Smart sensors for efficient processes

Material defects in end products can quickly result in failures in many areas of industry, and have a massive impact on the safe use of their products. This is why, in the field of quality assurance, intelligent, nondestructive sensor systems play a key role. They allow testing components and parts in a rapid and cost-efficient manner without destroying the actual product or changing its surface. Experts from the Fraunhofer IZFP in Saarbrücken will be presenting two exhibits at the Blechexpo in Stuttgart from 7–10 November 2017 that allow fast, reliable, and automated characterization of materials and detection of defects (Hall 5, Booth 5306).

When quality testing uses time-consuming destructive test methods, it can result in enormous costs due to damaging or destroying the products. And given that...

Im Focus: Cold molecules on collision course

Using a new cooling technique MPQ scientists succeed at observing collisions in a dense beam of cold and slow dipolar molecules.

How do chemical reactions proceed at extremely low temperatures? The answer requires the investigation of molecular samples that are cold, dense, and slow at...

Im Focus: Kalte Moleküle auf Kollisionskurs

Mit einer neuen Kühlmethode gelingt Wissenschaftlern am MPQ die Beobachtung von Stößen in einem dichten Strahl aus kalten und langsamen dipolaren Molekülen.

Wie verlaufen chemische Reaktionen bei extrem tiefen Temperaturen? Um diese Frage zu beantworten, benötigt man molekulare Proben, die gleichzeitig kalt, dicht...

Im Focus: Astronomen entdecken ungewöhnliche spindelförmige Galaxien

Galaxien als majestätische, rotierende Sternscheiben? Nicht bei den spindelförmigen Galaxien, die von Athanasia Tsatsi (Max-Planck-Institut für Astronomie) und ihren Kollegen untersucht wurden. Mit Hilfe der CALIFA-Umfrage fanden die Astronomen heraus, dass diese schlanken Galaxien, die sich um ihre Längsachse drehen, weitaus häufiger sind als bisher angenommen. Mit den neuen Daten konnten die Astronomen außerdem ein Modell dafür entwickeln, wie die spindelförmigen Galaxien aus einer speziellen Art von Verschmelzung zweier Spiralgalaxien entstehen. Die Ergebnisse wurden in der Zeitschrift Astronomy & Astrophysics veröffentlicht.

Wenn die meisten Menschen an Galaxien denken, dürften sie an majestätische Spiralgalaxien wie die unserer Heimatgalaxie denken, der Milchstraße: Milliarden von...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Intelligente Messmethoden für die Bauwerkssicherheit: Fachtagung „Messen im Bauwesen“ am 14.11.2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Meeresbiologe Mark E. Hay zu Gast bei den "Noblen Gesprächen" am Beutenberg Campus in Jena

16.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Partnervermittlung mit Konsequenzen

17.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungsnachrichten

3D-Mapping von Räumen mittels Radar

17.10.2017 | Energie und Elektrotechnik