Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Nachhaltige Stadtentwicklung mit effizienten Energiemanagement-Systemen

21.11.2012
Mehr als die Hälfte der Menschheit lebt in Städten – mit steigender Tendenz.

Die stetig fortschreitende Urbanisierung lässt sich durch grüne Mobilitätskonzepte, energieeffiziente Gebäude und intelligente Energieversorgung in Richtung Nachhaltigkeit lenken.

Das diesjährige Symposium „Sustainable Energy in Buildings and Urban Areas” (SEBUA 2012) lud vom 14. bis 20. Oktober 2012 ins türkische Kusadasi, nahe Izmir, um über die intelligente Energieversorgung von morgen mit zahlreichen Teilnehmern zu diskutieren. Das vom edacentrum im Rahmen des 7. EU-Forschungsrahmenprogramms (FP7) koordinierte Projekt „SmartCoDe“ organisierte den 1. Special Day zum Thema „Energieeffiziente Gebäudetechnologie“.

(PresseBox) (Hannover, 21.11.2012) Mehr als die Hälfte der Menschheit lebt in Städten – mit steigender Tendenz. Die stetig fortschreitende Urbanisierung lässt sich durch grüne Mobilitätskonzepte, energieeffiziente Gebäude und intelligente Energieversorgung in Richtung Nachhaltigkeit lenken. Das diesjährige Symposium „Sustainable Energy in Buildings and Urban Areas” (SEBUA 2012) lud vom 14. bis 20. Oktober 2012 ins türkische Kusadasi, nahe Izmir, um über die intelligente Energieversorgung von morgen mit zahlreichen Teilnehmern zu diskutieren.

Das vom edacentrum im Rahmen des 7. EU-Forschungsrahmenprogramms (FP7) koordinierte Projekt „SmartCoDe“ organisierte den 1. Special Day zum Thema „Energieeffiziente Gebäudetechnologie“.

„SmartCoDe“ steht für „Smart Control of Demand for Consumption and Supply to enable balanced, energy-positive buildings and neighbourhoods“ und sieht vor, effiziente Energiemanagementsysteme auch der breiten Masse zugänglich zu machen. Ein intelligentes Energiemanagement soll helfen, zu Hause diverse Stromverbraucher geschickt zu steuern und lokale Ökostrom-Erzeuger einzubinden.

Herzstück des SmartCoDe-Konzepts ist ein hochintegrierter Chip, der sich als kompaktes Modul in möglichst viele verschiedene Haushaltsgeräte integrieren lassen soll. Mit ihm ist nicht nur die Erfassung von Daten beim Endverbraucher möglich, sondern auch ein intelligentes Handeln, gesteuert durch ein zentrales Energiemanagementsystem. „Das Projekt SmartCoDe positioniert sich an der Schnittstelle zwischen Energieverbrauchern und Energieerzeugern“, erläutert Peter Neumann, SmartCoDe-Projektkoordinator und Projektleiter beim edacentrum. „Diese kompakten Module ermöglichen es, den Verbrauch eines Haushalts genau aufschlüsseln und unterstützen die Haushalte dabei, einerseits den Strom bevorzugt außerhalb der Spitzenzeiten zu verbrauchen, andererseits aber auch den Gesamtenergieverbrauch zu reduzieren“, merkt er weiter an.

Auf der SEBUA 2012 wurde einem der SmartCoDe-Projektpartner eine besondere Ehre zuteil: Christoph Grimm von der Technischen Universität Kaiserslautern hielt die Keynote "Smart energy buildings and neighborhoods: Which infrastructures and platforms to use?" Dabei betonte er die Wichtigkeit eingebetteter Systeme für smarte Anwendungen und deren Energiemanagement.

Der Veranstalter des Symposiums SEBUA 2012, das International Centre for Heat and Mass Transfer (ICHMT), hat es sich zum Ziel gesetzt, die interdisziplinäre Zusammenarbeit der unterschiedlichen Communities im Bereich der nachhaltigen Energieerzeugung und -nutzung zu fördern. Die teilnehmenden Ingenieure und Forscher aus den Ländern Algerien, Ägypten, Deutschland, Frankreich, Gambia, Griechenland, Großbritannien, Italien, Lettland, Österreich, Rumänien, Spanien, Süd-Korea, der Tschechischen Republik und der Türkei brachten ihr Fachwissen aus Bereichen wie Architektur, Gebäudeautomatisierung, Biomasse, dem Bauingenieurswesen, der verlässlichen Systeme, Energiemanagement, Umweltwissenschaften, aber auch der Mikroelektronik und des Chip-Entwurfes sowie Cyber-Physical Systems und Smart Grids in die lebhaften Diskussionen ein. Die Zusammenführung dieser Vielzahl von Fachgebieten aus ganz unterschiedlichen Regionen eröffnete ganz neue Herangehensweisen an die anstehenden Probleme. Das sich daraus ergebende Fazit ist, dass sich die komplexen Herausforderungen im Bereich der nachhaltigen Energieerzeugung und -nutzung nur durch eine bereichsübergreifende Zusammenarbeit und nur mit internationalen Anstrengungen lösen lassen.

SmartCoDe in Buchform
Dem gewaltigen Informationsbedarf nachkommend, haben die SmartCoDe-Projektpartner und assoziierten Partner des EU-Forschungsprojekts im Oktober 2012 ein englischsprachiges Fachbuch (ISBN: 978-1-4419-8794-5 für Print und 978-1-4419-8795-2 für die Online-Version) herausgebracht. Die Herausgeber Christoph Grimm (TU Kaiserslautern), Peter Neumann (edacentrum) und Stefan Mahlknecht (TU Wien) wollen einen umfassenden Einblick in eingebettete Systeme für smarte Anwendungen und deren Energiemanagement geben. Der besondere Fokus liegt dabei auf dem interdisziplinären Ansatz, der die unterschiedlichen technologischen Forschungsgebiete zusammenbringt. Themen des im Springer Verlag erschienen Buches sind beispielsweise das Smart Grid, dezentrale erneuerbare Energieressourcen und Energiemanagement im Gebäude. Des Weiteren werden die zur Lösung der anfallenden Herausforderungen notwendigen Technologien aus den Bereichen (Chip-)Modellierung und Simulation, drahtlose Übertragungsnetze, Sensor- und Aktornetze, Leistungsmessung auf dem Chip und System-in-Package-Design thematisiert.
Über SmartCoDe
Das Projekt SmartCoDe wird im Rahmen des 7. Rahmenprogrammes (Framework Program, FP7) von der Europäischen Kommission gefördert. Oberstes Ziel ist es, den Energieverbrauch kleiner Gebäude und Stadtviertel auszubalancieren und zu senken, um so den Weg für energetisch neutrale beziehungsweise energetisch positive lokale Stromnetze zu ebnen. Es handelt sich um ein auf drei Jahre angelegtes STREP-Vorhaben (Specific Targeted Research Project), das im Januar 2010 begann und im Rahmen des Programms „ICT-2009“ im Bereich „ICT support to energy-positive buildings and neighbourhoods“ gefördert wird. Insgesamt arbeiten acht Partner aus fünf europäischen Staaten zusammen.
Über den edacentrum e.V.
Das edacentrum ist eine unabhängige Institution zur Unterstützung von Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet Electronic Design Automation (EDA). Es wurde von führenden deutschen Mikroelektronik-Unternehmen gegründet und während seiner Aufbauphase vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

Das edacentrum initiiert, begutachtet und begleitet industriegeführte und öffentlich geförderte EDA-F&E-Projekte und bietet ein umfangreiches Spektrum an Dienstleistungen rund um EDA an, insbesondere ein Projektmanagement für F&E-Projekte. Weiterhin unterstützt es die Bündelung vorhandener EDA-Kompetenz an deutschen Forschungseinrichtungen durch die Stimulation von EDA-Clusterforschungsprojekten und von EDA-Netzwerken sowie durch Kommunikationsplattformen für die EDA-Community.

Das edacentrum betreibt außerdem Öffentlichkeitsarbeit mit dem Ziel, die Entwurfsautomatisierung als zentralen Lösungsgedanken für das Komplexitätsproblem der Mikroelektronik im höheren Firmenmanagement, in der in der Politik und in der Öffentlichkeit stärker transparent zu machen.

Dr. Dieter Treytnar | idw
Weitere Informationen:
http://www.fp7-smartcode.eu/
http://dx.doi.org/10.1007/978-1-4419-8795-2

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Neue Pilot-Fertigung für thermoelektrische Module
28.07.2016 | Fraunhofer-Institut für Physikalische Messtechnik IPM

nachricht Intelligente Mobilität
27.07.2016 | Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neue Bildgebungsmethode macht Sauerstoffgehalt in Gewebe sichtbar

Wie blickt man in den menschlichen Körper, ohne zu operieren? Die Suche nach neuen Lösungen ist nach wie vor eine wichtige Aufgabe der Medizinforschung. Eine der großen Herausforderungen auf diesem Feld ist es, Sauerstoff in Gewebe sichtbar zu machen. Ein Team um Prof. Vasilis Ntziachristos, Inhaber des Lehrstuhls für Biologische Bildgebung an der Technischen Universität München (TUM) und Direktor des Instituts für Biologische und Medizinische Bildgebung am Helmholtz Zentrum München, hat dazu einen neuen Ansatz entwickelt.

Einen Königsweg, um den Sauerstoffgehalt in Gewebe sichtbar zu machen, schien es bislang nicht zu geben. Viele unterschiedliche Verfahren wurden ausprobiert,...

Im Focus: Wie biologische Vielfalt das Ohr fit macht

Göttinger Hörforschung mit neuen Erkenntnissen: Das Ohr setzt Synapsen mit verschiedenen Eigenschaften ein, um unterschiedlich lauten Schall zu verarbeiten. Forschungsergebnisse veröffentlicht in der Fachzeitschrift „Proceedings of the National Academy of Sciences“

Der menschliche Hörsinn verarbeitet einen immensen Bereich an Lautstärken. Wie schafft es das Ohr, etwa über eine Million Schalldruck-Variationen zu...

Im Focus: Ultrakompakter Photodetektor

Der Datenverkehr wächst weltweit. Glasfaserkabel transportieren die Informationen mit Lichtgeschwindigkeit über weite Entfernungen. An ihrem Ziel müssen die optischen Signale jedoch in elektrische Signale gewandelt werden, um im Computer verarbeitet zu werden. Forscher am KIT haben einen neuartigen Photodetektor entwickelt, dessen geringer Platzbedarf neue Maßstäbe setzt: Das Bauteil weist eine Grundfläche von weniger als einem Millionstel Quadratmillimeter auf, ohne die Datenübertragungsrate zu beeinträchtigen, wie sie im Fachmagazin Optica nun berichten. (DOI: 10.1364/OPTICA.3.000741)

Die neuentwickelten Photodetektoren, die weltweit kleinsten Photodetektoren für die optische Datenübertragung, eröffnen die Möglichkeit, durch integrierte...

Im Focus: Self-assembling nano inks form conductive and transparent grids during imprint

Transparent electronics devices are present in today’s thin film displays, solar cells, and touchscreens. The future will bring flexible versions of such devices. Their production requires printable materials that are transparent and remain highly conductive even when deformed. Researchers at INM – Leibniz Institute for New Materials have combined a new self-assembling nano ink with an imprint process to create flexible conductive grids with a resolution below one micrometer.

To print the grids, an ink of gold nanowires is applied to a substrate. A structured stamp is pressed on the substrate and forces the ink into a pattern. “The...

Im Focus: Neues Forschungsnetzwerk für Mikrobiomforschung

Mikroben und Viren haben weitreichenden Einfluss auf die Gesundheit von Mensch und Tier. Die neu gegründete "Austrian Microbiome Initiative" (AMICI) fördert die nationale Mikrobiomforschung und vernetzt MedizinerInnen und ForscherInnen verschiedenster Fachrichtungen zur Nutzung von Synergien.

Bakterien, Archaeen, Pilze, Viren – Milliarden von Mikroorganismen leben in Symbiose in und auf Menschen und Tieren. Diese mikroskopisch kleinen Lebewesen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

BAuA lädt zur Konferenz „Arbeiten im Büro der Zukunft“ ein

29.07.2016 | Veranstaltungen

Fachkongress zu additiven Fertigungsverfahren am 14. und 15. September in Aachen

28.07.2016 | Veranstaltungen

Rheumatologen tagen in Frankfurt: Mehr Forschung für Rheuma gefordert

28.07.2016 | Veranstaltungen

 
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Forschung gibt Impulse für Innovationen

29.07.2016 | Förderungen Preise

Molekulare Störenfriede statt Antibiotika? Wie Proteine Kommunikation zwischen Bakterien verhindern

29.07.2016 | Biowissenschaften Chemie

Internationales Forscherteam deckt grundlegende Eigenschaften des Spin-Seebeck-Effekts auf

29.07.2016 | Physik Astronomie