Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Kooperation für neue Sensorsysteme

17.08.2011
In Airbags und elektronischen Assistenzsystemen sorgen kleine Sensoren für die Sicherheit des Fahrers.

Diese Inertialsensoren genannten Bauteile erfassen die Bewegungen im Raum, wie Beschleunigung und Rotation. Forscher entwickeln neue Mikro-Elektro-Mechanische Bauelemente, MEMS-Bauelemente genannt, aus Siliziumtechnologie.


Inertialsensoren erfassen die Bewegungen im Raum, wie Beschleunigung und Rotation. Diese Bauteile kommen zum Teil schon in Konsumerprodukte wir Smartphones zum Einsatz. (© Fraunhofer)

Um Sensor-Produkte aus MEMS-Bauteilen zu entwickeln, arbeiten Forscher des Fraunhofer-Instituts für Siliziumtechnologie ISIT in Itzehoe seit einigen Jahren eng mit der Firma SensorDynamics in Graz/Österreich zusammen. Dieses Unternehmen ist nun von der amerikanischen Firma Maxim Integrated Products mit Sitz in Sunnyvale, Kalifornien/USA, für einen Gesamtpreis von etwa 164 Mio. US-Dollar übernommen worden.

In diesen Preis ist auch die Bewertung des von SensorDynamics und ISIT aufgebauten Know-Hows auf dem Gebiet der Sensorherstellung positiv eingeflossen. Mit Maxim werden die Experten des ISIT die erfolgreichen F&E-Arbeiten für neue MEMS-Bauteile zur Inertialsensorik fortsetzen.

Maxim ist ein großer und weltweit etablierter Hersteller von Analog- und Mixed-Signal-Halbleiterkomponenten mit gegenwärtig etwa 2,5 Mrd. US-Dollar Jahresumsatz. Das ISIT erwartet daher für die Zukunft eine Ausweitung des Umfangs von Entwicklungsarbeiten sowie eine beschleunigte Markteinführung von neuen Sensortypen, die auf den MEMS-Entwicklungen des ISIT beruhen.

Vergleichbare Bauteile werden bisher zum Beispiel als Beschleunigungssensoren von der Automobilindustrie in Airbags oder zur Fahrzeugstabilisierung (Electronic Stabilization Control; ESC) eingesetzt. Herr Vijay Ullal, Group President Consumer Solutions von Maxim Integrated Products, erklärte die Absicht, die Entwicklungsumgebung in Itzehoe weiter zu nutzen. »Wir gehen von einer weiterhin starken Forschungs- und Entwicklungszusammenarbeit mit dem Fraunhofer ISIT aus.«

Zahlreiche Marktstudien sagen ein starkes Wachstum von MEMS-basierenden elektronischen Systemen vor allem in Konsumeranwendungen voraus. Mehrere Unternehmen haben bereits damit begonnen, die Funktionen ihrer Spielekonsolen, Smartphones und Computer mit Bewegung zu steuern. Um diese Bewegungen und auch die Richtung zu erfassen, wird die neue 3D-Inertialsensorik benötigt. Maxim bereitet die Erschließung dieser neuen Märkte vor. Die Kooperation mit SensorDynamics in Itzehoe ist Teil dieser Entwicklungsarbeiten für neue Sensorsysteme.

Prof. Dr. Ralf Dudde | Fraunhofer Wirtschaftsthemen
Weitere Informationen:
http://www.fraunhofer.de/presse/presseinformationen/2010-2011/20/kooperation-fuer-neue-sensorsysteme.jsp

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht E-Mobilität: Neues Hybridspeicherkonzept soll Reichweite und Leistung erhöhen
12.12.2017 | Fraunhofer Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik IWES

nachricht Meilenstein in der Kreissägetechnologie
11.12.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Immunsystem - Blutplättchen können mehr als bislang bekannt

LMU-Mediziner zeigen eine wichtige Funktion von Blutplättchen auf: Sie bewegen sich aktiv und interagieren mit Erregern.

Die aktive Rolle von Blutplättchen bei der Immunabwehr wurde bislang unterschätzt: Sie übernehmen mehr Funktionen als bekannt war. Das zeigt eine Studie von...

Im Focus: Nanostrukturen steuern Wärmetransport: Bayreuther Forscher entdecken Verfahren zur Wärmeregulierung

Der Forschergruppe von Prof. Dr. Markus Retsch an der Universität Bayreuth ist es erstmals gelungen, die von der Temperatur abhängige Wärmeleitfähigkeit mit Hilfe von polymeren Materialien präzise zu steuern. In der Zeitschrift Science Advances werden diese fortschrittlichen, zunächst für Laboruntersuchungen hergestellten Funktionsmaterialien beschrieben. Die hiermit gewonnenen Erkenntnisse sind von großer Relevanz für die Entwicklung neuer Konzepte zur Wärmedämmung.

Von Schmetterlingsflügeln zu neuen Funktionsmaterialien

Im Focus: Lange Speicherung photonischer Quantenbits für globale Teleportation

Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik erreichen mit neuer Speichertechnik für photonische Quantenbits Kohärenzzeiten, welche die weltweite...

Im Focus: Long-lived storage of a photonic qubit for worldwide teleportation

MPQ scientists achieve long storage times for photonic quantum bits which break the lower bound for direct teleportation in a global quantum network.

Concerning the development of quantum memories for the realization of global quantum networks, scientists of the Quantum Dynamics Division led by Professor...

Im Focus: Electromagnetic water cloak eliminates drag and wake

Detailed calculations show water cloaks are feasible with today's technology

Researchers have developed a water cloaking concept based on electromagnetic forces that could eliminate an object's wake, greatly reducing its drag while...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Call for Contributions: Tagung „Lehren und Lernen mit digitalen Medien“

15.12.2017 | Veranstaltungen

Die Stadt der Zukunft nachhaltig(er) gestalten: inter 3 stellt Projekte auf Konferenz vor

15.12.2017 | Veranstaltungen

Mit allen Sinnen! - Sensoren im Automobil

14.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Antibiotikaresistenzen durch Nanopartikel überwinden?

15.12.2017 | Medizin Gesundheit

„Flora Incognita“ – Pflanzenbestimmung mit dem Smartphone

15.12.2017 | Biowissenschaften Chemie

Online-Karten: Schweinswale und Seevögel in Nord- und Ostsee

15.12.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz