Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Internationaler Ringvergleich bestätigt hohe Messgenauigkeit des CalLab PV Modules

27.09.2017

Das akkreditierte Kalibrierlabor CalLab PV Modules des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE hat mit einer Messgenauigkeit von 1,3 Prozent eine neue Bestmarke erreicht. Die Reproduzierbarkeit der Messungen liegt bei 0,4 Prozent. Im Rahmen der Akkreditierung als Kalibrierlabor gemäß DIN EN ISO/IEC 17025: 2005 hat die Deutsche Akkreditierungsstelle diese Werte bestätigt. Auch in einem aktuellen Ringvergleich der vier renommiertesten Referenzlabors der Welt stellte das CalLab PV Modules seine hohe Messgenauigkeit unter Beweis. Die präzise Kalibrierung von PV-Modulen bedeutet für Investoren von PV-Kraftwerken genauere Ertragsprognosen und damit ein verringertes finanzielles Risiko.

PV-Hersteller benötigen hohe Messgenauigkeiten für die Qualitätssicherung in der Produktion und die Leistungsmessung ihrer Produkte.


Bifaziales PV-Modul: Das CalLab PV Modules hat den weltweit einzigen Teststand für die Kalibrierung dieses neuen Modultyps entwickelt, der die Sonnenstrahlung auf der Vorder- und Rückseite nutzt.

Fraunhofer ISE

Für den Ringvergleich wurden je zwei kristalline Standard- und Hocheffizienzmodule nacheinander von jedem der renommierten internationalen Referenzlabors vermessen.

Das CalLab PV Modules des Fraunhofer ISE initiierte und koordinierte den Vergleich, an dem das Joint Research Center (JRC) der Europäischen Kommission, das japanische Research Center for Photovoltaics des National Institute of Advanced Industrial Science and Technology (AIST) und das US-amerikanische National Renewable Energy Laboratory (NREL) beteiligt waren. Analysiert wurden die Parameter Kurzschlussstrom, Leerlaufspannung, maximale Leistung und Füllfaktor.

Im Anschluss wurden die Module im CalLab PV Modules erneut vermessen. Die Abweichung der Werte für die kristallinen PV-Module lag dabei innerhalb einer Spanne von maximal 0,9 Prozent, wobei sie für Hocheffizienzmodule teilweise um nur 0,2 Prozent vom Referenzwert abwich.

Selbst die höchste gemessene Abweichung von 0,9 Prozent lag noch deutlich unter dem Wert des vor­herigen Vergleichs (2014: 1,3 Prozent). Das JRC publiziert die Ergebnisse in der Oktober-Ausgabe der »Solar Energy« http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0038092X17306667, dem offiziellen Fachmagazin der International Solar Energy Society®.

International hohe Verlässlichkeit

»Dieser Ringvergleich gibt Auskunft über die Vergleichbarkeit der Kalibrierungsergebnisse der vier Labors vor dem Hintergrund unterschiedlicher PV-Technologien und Messungenauigkeiten. Wir konnten nachweisen, dass die Messmethoden sowohl für kristalline Standardmodule als auch für Hocheffizienz-module international sehr gut beherrscht werden und somit für den Kunden eine hohe Verlässlichkeit bieten«, so Frank Neuberger, Gruppenleiter CalLab PV Modules. »Das CalLab PV Modules hat im Vergleich mit den anerkanntesten Labors der Welt seine herausragende Qualität als Kalibrierlabor unter Beweis gestellt.«

Als akkreditiertes Kalibrierlabor bietet das CalLab PV Modules des Fraunhofer ISE eine umfassende Kalibrierung von Photovoltaikmodulen und Referenzzellen an. Darüber hinaus unterstützt es Investoren von PV-Kraftwerken mit individuellen Prüfverfahren bei der Auswahl von Lieferanten, der Qualitätssicherung im Einkauf und dem Leistungsmonitoring im Betrieb.

Die Kunden profitieren dabei von der hohen Messgenauigkeit des CalLab PV Modules. Auch die Hersteller von Solarmodulen sind auf präzise vermessene Referenzmodule angewiesen: Sie können Messunsicherheiten in der Produktion verringern und die Leistungsangaben in den Datenblättern ihrer Produkte mit geringerer Toleranz ausweisen. Weltweit einzigartig ist der Teststand für die Kalibrierung bifazialer Module, mit dem das CalLab PV Modules den aktuellen Entwicklungen in der Modultechnologie Rechnung trägt.


Das CalLab PV Modules auf der EUPVSEC

26. September 17:00 - 18:30 Uhr
Visual Presentation »IV Measurement of Bifacial Modules: Bifacial vs. Monofacial Illumination«
Poster Area, 5BV.4.32

Weitere Informationen:

https://www.ise.fraunhofer.de/de/presse-und-medien/presseinformationen/2017/inte...

Karin Schneider | Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht »ILIGHTS«-Studie gestartet: Licht soll Wohlbefinden von Schichtarbeitern verbessern
18.10.2017 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

nachricht Intelligentes Lademanagement entwickelt – Forschungsprojekt ePlanB abgeschlossen
18.10.2017 | Forschungsstelle für Energiewirtschaft e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Das Immunsystem in Extremsituationen

19.10.2017 | Veranstaltungen

Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm

19.10.2017 | Veranstaltungen

Bauphysiktagung der TU Kaiserslautern befasst sich mit energieeffizienten Gebäuden

19.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Forscher finden Hinweise auf verknotete Chromosomen im Erbgut

20.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Saugmaschinen machen Waschwässer von Binnenschiffen sauberer

20.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Strukturbiologieforschung in Berlin: DFG bewilligt Mittel für neue Hochleistungsmikroskope

20.10.2017 | Förderungen Preise