Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Intelligente Sensoren überwachen Pipelines

26.09.2008
Ein Sensorsystem könnte kilometerlange Pipelinesysteme künftig automatisch auf Schäden durch Verschleißerscheinungen und Vandalismus überwachen. Forscher von Siemens Corporate Technology arbeiten dazu an einer neuen Generation von Sensoren. Ein erstes Einsatzgebiet könnte die russische Öl- und Gasförderung in Sibirien sein.

Die Gegend ist reich an Bodenschätzen. Unzählige Förderstätten und tausende Kilometer Pipelines säumen deshalb die Weiten der Tundra. Jedoch liegen die Rohstoffquellen oft weitab von jeglicher Infrastruktur und sind bei Dauerfrost im Winter oder sumpfwüsten-ähnlichen Bedingungen im Sommer nur schwer zu erreichen.


Deshalb sind hier bisher Fernüberwachungssysteme im Einsatz, allerdings bisher mit verkabelten Sensoren.

Mit den neuen drahtlosen Sensoren von Corporate Technology in München sollen die kleinen Messfühler bald nicht nur Defekte, sondern auch durch Gewalt verübte Schäden erkennen, indem sie auf Druckabfälle in der Leitung oder auf Klopf- und Grabgeräusche reagieren. Darüber hinaus können sie dank einer intelligenten Software den Zustand der Fördersysteme wie Pumpen oder Kompressoren aufgrund deren Schwingungs- und Umgebungsdaten wie Temperatur und Ölstand kontrollieren und so bereits Veränderungen melden, bevor ein Defekt entstanden ist – ein weiteres Novum in der Pipelineüberwachung.

Für ihren Einsatz sollen die autark betriebenen Funksensoren etwa alle 100 Meter an den Pipelines angebracht werden um eine schnelle Funkverbindung zu den Ventilstationen herzustellen. Diese sind in Abständen von 25 bis 40 Kilometern an der Pipeline installiert und haben dank eines Netzanschlusses direkten Kontakt zu einer Leitstelle. Auffälligkeiten werden dabei von Sensor zu Sensor weitergereicht, was große Sendeleistungen und somit einen hohen Energieverbrauch ausschließt.

Darüber hinaus können die Sensoren Teile ihre Hardware automatisch auf Standby schalten und so zusätzlich Energie sparen. Gleichzeitig vermeiden sie unnötige Datenmengen: Mit ihrem integrierten Mikroprozessor analysieren und verdichten die kleinen Messgeräte die empfangenen Daten und leiten nur die nötigsten Informationen weiter.

Die Forschungen sind Teil des vom Bundesforschungsministerium geförderten Projektes ZESAN (Zuverlässige Energieeffiziente Sensor und Aktor-Netzwerke), in dem mehrere Fachzentren von Corporate Technology mit öffentlichen und privaten Partnern zusammenarbeiten. (RN 2008.09.5)

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens ResearchNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/innovation

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Wärme in Strom: Thermoelektrische Generatoren aus Nanoschichten
16.03.2017 | Universität Duisburg-Essen

nachricht Flüssiger Treibstoff für künftige Computer
15.03.2017 | Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise