Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

InSun – Forschungsprojekt gestartet. Koordination durch das zafh.net der HFT Stuttgart

05.06.2012
Das Zentrum für nachhaltige Energietechnik (zafh.net) an der Hochschule für Technik Stuttgart ist auf europäischer Ebene weiterhin sehr erfolgreich.
Im April 2012 ist das vom zafh.net koordinierte Projekt „InSun – Industrial Process Heat by Solar Collectors“ gestartet. Zwei weitere europäische Projekte, in denen das zafh.net als Partner beteiligt ist, befinden sich in der Vertragsvorbereitungsphase. Damit kann das zafh.net seine erfolgreichen Forschungsaktivitäten auf europäischer Ebene weiter ausbauen.

Europäisches Verbundprojekt InSun
Im Demonstrationsprojekt InSun sind insgesamt vier Millionen Euro für Umsetzungsmaßnahmen und Begleitforschung verfügbar, das Gesamtvolumen liegt bei 6 Millionen. Das Projekt wird von Stuttgart aus vom Zentrum für nachhaltige Energietechnik (zafh.net) an der HFT Stuttgart kooerdiniert. An dem Verbundprojekt InSun sind sieben Partner aus Österreich, Italien, Spanien und Deutschland beteiligt.

Optimierung von Solarthermischen Anlagen für Industriebetriebe
Ziel des „InSun“ Verbundprojektes ist es, die Zuverlässigkeit und Qualität von großen solarthermischen Anlagen für die Bereitstellung von industrieller Prozesswärme im niedrigen und mittleren Temperaturbereich für unterschiedliche Prozesswärmeanwendungen zu demonstrieren. Die Demonstrationsanlagen sollen je eine Heizleistung von über ein Megawatt erreichen. Drei unterschiedliche Kollektortypen werden eingesetzt und verglichen:

1. Optimierte Flachkollektoren der Firma S.O.L.I.D für die Vorerwärmung des Speisewassers eines Dampfkessels auf 95 Grad Celsius in der Fleischwarenproduktion der Firma Berger in Österreich.

2. Konzentrierende Fresnel Kollektoren von SOLTIGUA für die Trocknung von Ziegeln bei Lufttemperaturen von über 200 Grad Celsius in einer Ziegelproduktion in Italien.

3. Parabolrinnenkollektoren von SOLERA für die Herstellung von Milchpulver bei Heiztemperaturen von 185 Grad in einer Molkerei für Schaf- und Ziegenmilch der Firma. LACO in Spanien.

Vorbereitung eines Markteintritts der Technologie im industriellen Sektor
Jede dieser Demonstrationsanlagen bietet ein hohes Reproduktionspotential. Fehlende Standards, insbesondere für konzentrierende Kollektoren und die große Unsicherheit bzgl. der Kosten für die Systemintegration sind die wesentlichen Hemmnisse für eine schnelle Verbreitung dieser hocheffizienten und innovativen Technologie im industriellen Sektor. Das InSun Projekt soll daher neben dem Monitoring und regelungstechnischen Optimierung der drei Demonstrationsanlagen auch einen signifikanten Beitrag zu Standardisierungsprozessen im Hinblick auf Konstruktion, Integration und Dimensionierung dieser jungen Technologie leisten und damit die Hürden für einen schnellen Markteintritt reduzieren.
Energetische Sanierung von Gebäuden
Die beiden Projekte, die sich in der Vertragsvorbereitungsphase befinden, beschäftigen sich mit der energetischen Sanierung von Bestandsgebäuden inklusive Integration von Gebäudeautomationssystemen und erneuerbare Energiesysteme. Über das 7. Forschungsrahmenprogramm erhält das zafh.net als Projektpartner weitere 600.000 Euro. Die Projekte bieten die Möglichkeit, sich mit Partnern aus elf europäischen Ländern zu vernetzen.

Kontakt für Rückfragen:
Wissenschaftlicher Ansprechpartner: Dr. Dirk Pietruschka
T 0711 8926 2674
dirk.pietruschka@hft-stuttgart.de

Administration: Claudia Schulte M.Sc.
T 0711 8926 2758
claudia.schulte@hft-stuttgart.de

Forschung an der Hochschule für Technik Stuttgart
Die Hochschule für Technik Stuttgart hat eine lange Tradition in der Entwicklung von Expertenwissen rund ums Planen und Bauen. Nachhaltigkeit und Energieeffizienz sind die Schwerpunkte der interdisziplinären Forschung an der HFT Stuttgart. Sie ist damit eine der drittmittelstärksten Hochschulen für angewandte Wissenschaften im Forschungsbereich in Baden-Württemberg. In den vier Kompetenzzentren Nachhaltige Energietechnik, Akustik, Geoinformatik sowie Stadtplanung und Architektur wird in nationalen und internationalen Netzwerken äußerst erfolgreich Forschung rund um das Thema Planen und Bauen betrieben. Ziel ist es, in enger Zusammenarbeit mit Wirtschaft und Kommunen Lösungen für die Herausforderungen von morgen anzubieten.

Petra Dabelstein | idw
Weitere Informationen:
http://cordis.europa.eu/fp7/energy/
http://www.hft-stuttgart.de/forschung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Wärme in Strom: Thermoelektrische Generatoren aus Nanoschichten
16.03.2017 | Universität Duisburg-Essen

nachricht Flüssiger Treibstoff für künftige Computer
15.03.2017 | Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Im Focus: Auf der Spur des linearen Ubiquitins

Eine neue Methode ermöglicht es, den Geheimcode linearer Ubiquitin-Ketten zu entschlüsseln. Forscher der Goethe-Universität berichten darüber in der aktuellen Ausgabe von "nature methods", zusammen mit Partnern der Universität Tübingen, der Queen Mary University und des Francis Crick Institute in London.

Ubiquitin ist ein kleines Molekül, das im Körper an andere Proteine angehängt wird und so deren Funktion kontrollieren und verändern kann. Die Anheftung...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

Über Raum, Zeit und Materie

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Cybersicherheit für die Bahn von morgen

24.03.2017 | Informationstechnologie

Schnell und einfach: Edge Datacenter fürs Internet of Things

24.03.2017 | CeBIT 2017

Designer-Proteine falten DNA

24.03.2017 | Biowissenschaften Chemie