Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Eine halbe Million weniger Energiekosten im Jahr

01.08.2012
Ein Energie-Effizienz-Programm am Siemens-eigenen Standort Kemnath hat die jährlichen Energiekosten um rund 20 Prozent oder um mehr als 500.000 Euro gesenkt.

Die Investitionskosten von circa 3,4 Millionen Euro werden sich in weniger als sechs Jahren amortisiert haben. Gleichzeitig emittiert der Standort ein Viertel weniger Kohlendioxid - das sind mehr als 2.700 Tonnen.



18 Millionen Kilometer Autofahrt wären nötig, um diese Menge an CO2 zu produzieren. Siemens Healthcare beschäftigt in Kemnath 1.200 Menschen. Die hochmoderne Fertigungsstätte produziert Komponenten unter anderem für Magnetresonanz- und Computertomographie und die Radiographie.

Seit 2006 identifiziert Siemens gezielt Energiesparpotenziale in seinen eigenen Fabriken und setzt dann Sparmaßnahmen um. Mehr als 100 der 300 Siemens-Werke haben den sogenannten Energy Health Check bereits absolviert. Auf diese Weise sank in den Produktionsstätten der Stromverbrauch zwischen 2006 und 2010 im Schnitt um elf Prozent. Gleichzeitig stieg ihre Effizienz hinsichtlich Primärenergie und Fernwärme um fast ein Viertel.

In Kemnath trugen vier Maßnahmen zu den Einsparungen bei: Statt der alten Gas-Heizkessel erzeugt nun unter anderem ein Biomassekessel, der mit Holzhackschnitzeln betrieben wird, die benötigte Wärme. Ein zusätzlicher Gaskessel unterstützt bei der Wärmeerzeugung. Strom liefert ein Erdgas-Blockheizkraftwerk, das gleichzeitig Wärme produziert. Die neue Wärmetechnik ermöglichte mehr als 70 Prozent der erzielten Kohlendioxideinsparungen.

Darüber hinaus wurden Lüfter und Pumpen für die Klimaanlagen mit Hilfe von Frequenzumrichtern regelbar gemacht. Nun messen Kohlendioxid-Sensoren die Luftqualität, und die Lüftung wird nach Bedarf gesteuert. Energiesparende Leuchtstofflampen der neuesten Generation, die anhand von Tageslichtsensoren und Bewegungsmeldern automatisch gedimmt werden, tragen ebenfalls zu den Einsparungen bei. Viele Anlagen und Gebäude sind nun an eine zentrale und effiziente Kälteanlage angeschlossen.

Siemens ist weltweit einer der führenden Anbieter für grüne Technologien und nutzt diese Kompetenz auch an seinen eigenen Standorten. Umweltfreundliche oder energieeffiziente Produkte und Lösungen sind Teil des Siemens-Umweltportfolios, mit dem der Konzern im Geschäftsjahr 2011 einen Umsatz von 30 Milliarden Euro erzielte. (IN 2012.08.2)

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/innovation

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Neuro-Robotik ermöglicht Querschnittsgelähmten selbstständig zu essen
07.12.2016 | Eberhard Karls Universität Tübingen

nachricht Höhere Energieeffizienz durch Brennhilfsmittel aus Porenkeramik
05.12.2016 | Fraunhofer-Institut für Silicatforschung ISC

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Im Focus: Shape matters when light meets atom

Mapping the interaction of a single atom with a single photon may inform design of quantum devices

Have you ever wondered how you see the world? Vision is about photons of light, which are packets of energy, interacting with the atoms or molecules in what...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Das Universum enthält weniger Materie als gedacht

07.12.2016 | Physik Astronomie

Partnerschaft auf Abstand: tiefgekühlte Helium-Moleküle

07.12.2016 | Physik Astronomie

Bakterien aus dem Blut «ziehen»

07.12.2016 | Biowissenschaften Chemie