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„Grünen" Strom von Kleinanlagen einbinden

23.04.2012
Während erste virtuelle Kraftwerke von Siemens bereits laufen, geht die Entwicklung auf diesem Gebiet weiter. Derzeit arbeitet die globale Siemens Forschung Corporate Technology an einer dezentralen Kommunikationseinheit.

Mit dieser Powerbridge können sich Betreiber einer Solaranlage oder einer Windkraftanlage über eine Internetverbindung und wenigen Mausklicks an einem virtuellen Kraftwerk anmelden. Sie behalten dabei weiterhin die volle Kontrolle über ihre Anlage und entscheiden, welchen Anteil sie dem virtuellen Kraftwerk überantworten.



Der kommerziell noch nicht verfügbare Prototyp wird auf der Hannover Messe 2012 (bis 27. April) vom Forschungsprojekt Regenerative Modellregion Harz (RegModHarz) präsentiert.

Auf der Messe demonstriert das Projekt sämtliche Komponenten virtueller Kraftwerke, von der Powerbridge über eine Leitwarte, bis hin zu Netzüberwachung und einer Marktplattform für Betreiber und Verbraucher. Mehrere Stromerzeuger und -speicher aus der Forschungsregion Harz, wie Windparks, Blockheizkraftwerke und Pumpspeicher sind bereits Bestandteil des virtuellen Kraftwerks und werden live auf der Messe betrieben.

Die Powerbridge ist das Herzstück: Sie kann alle angebundenen Erzeuger, Speicher und Lasten koordiniert betreiben. Sämtliche Kommunikation wird hier von einer Sicherheitsarchitektur geschützt. Die Powerbridge basiert auf dem international standardisierten Protokoll IEC 61850.

Im Landkreis Harz gibt es bereits heute hunderte kleine Energieerzeuger, die auch Teil des virtuellen Kraftwerks werden können. Durch neu installierte Photovoltaikanlagen nimmt die Zahl täglich zu. Experten erwarten, dass regionsübergreifende virtuelle Kraftwerke in Deutschland künftig tausende Windkraftanlagen, Solarparks, Geothermieanlagen und andere Energieerzeuger bündeln.

Auch Gebäude und Elektroautos als flexible Energieressourcen werden hinzukommen und die Zahl der Anlagen in die Millionen steigen lassen. Nur eine automatische, einfach nutzbare und sichere Anbindung verteilter Kontrolleinheiten kann diese enorme Zahl verteilter Erzeuger koordinieren und verwalten.

Die Powerbridge ist damit ein Beitrag von Siemens für das regenerative Energiesystem der Zukunft. Im Betrieb ermöglicht sie den Datenaustausch zwischen den einzelnen Stromerzeugern und dem virtuellen Kraftwerk. (IN 2012.04.4)

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/innovation

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