Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Das „Gebäude der Zukunft“ als intelligente Schaltzentrale des Energiesystems

28.03.2013
Integrierte Energiesysteme gewinnen in Wohnhäusern und gewerblichen Gebäuden zunehmend an Bedeutung. Auf der diesjährigen Hannover Messe beleuchtet das EWE-Forschungszentrum NEXT ENERGY vom 8. bis 12. April in Halle 27, Stand D57, dieses Thema aus verschiedenen Blickwinkeln und stellt Lösungsansätze vor, die den effizienten Eigenverbrauch von Photovoltaikstrom ebenso berücksichtigen wie die Stabilisierung der Verteilnetze.

Integrierte Energiesysteme gewinnen in Wohnhäusern und gewerblichen Gebäuden zunehmend an Bedeutung. Einzelkomponenten wie Solaranlagen oder Heizungen auf Basis von Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) ebnen den Weg für eine dezentrale Stromerzeugung und entwickeln sich im Zusammenschluss mit Batterie- oder Wärmespeichern zu intelligenten Schaltzentralen des Energiesystems.


Im Gebäude der Zukunft werden Einzelkomponenten wie Photovoltaik- und Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlage, Wärmepumpe, Solarthermie und elektrische bzw. thermische Zwischenspeicher zu einer intelligenten Schaltzentrale des Energiesystems zusammenwachsen. NEXT ENERGY

Auf der diesjährigen Hannover Messe thematisiert das EWE-Forschungszentrum NEXT ENERGY vom 8. bis 12. April in Halle 27, Stand D57, Lösungsansätze, die den effizienten Eigenverbrauch von Photovoltaikstrom ebenso berücksichtigen wie die Stabilisierung der Verteilnetze.

Eine wesentliche Motivation für die Entwicklung optimierter Gesamtsysteme sind die zuletzt stark gesunkenen Kosten von Photovoltaikstrom. Sie verlangen nach Lösungen für den effizienteren Eigenverbrauch. Grundvoraussetzung dafür ist neben dem intelligenten Zusammenspiel aller steuerbaren elektrischen Komponenten bis hin zum Elektroauto auch deren bedarfsgerechte Dimensionierung sowie die Anbindung an die Energieinfrastruktur. Entsprechend ist die Entwicklung des Gebäude-Energiemanagements bei NEXT ENERGY breit aufgestellt. Begleitet wird sie bereichsübergreifend mit Forschungsarbeiten zu verbesserten photovoltaischen Systemen, Batteriespeichern, Elektroautos und Kraft-Wärme-Kopplungs- (KWK-) Systemen.
Insbesondere im Themenfeld Mikro-KWK-Anlagen sind dabei hochaufgelöste, reale Verbrauchs- und Erzeugerprofile von großer Bedeutung. Weil im Gegensatz zu konventionellen Heizungssystemen mit der KWK-Technologie neben Wärme auch Strom erzeugt wird, lässt sich durch detaillierte Angaben über das individuelle Nutzerverhalten ein besonders hohes Optimierungspotenzial ableiten. Das Team um Themenfeldleiter Marco Zobel verfügt bei NEXT ENERGY über mehrere Testplattformen, die im Zeitraffer eine einfache Ermittlung der Nutzungsgrade per Strom- und Wärmezähler erlauben. Darüber hinaus haben die Oldenburger Forscher eine Datenerfassungsbox (DAQ-Box) zur Ermittlung hochaufgelöster realer Verbrauchs- und Erzeugerdaten in Gebäuden entwickelt. „Bislang konnten wir die reale Lastcharakteristik und die für unsere Aufgabenstellungen erforderliche Messdatenauflösung allein mit den DIN-Profilen nur unzureichend abbilden“, erklärt Zobel. „Mit der DAQ-Box sind wir in der Lage, die Verbräuche statt bisher im 15-Minuten-Intervall jetzt im Sekundentakt aufzuzeichnen“. Durch das Nachstellen realer Lastprofile und -charakteristiken konnte so eine qualitative Aufwertung der Zeitraffertests erzielt werden.

Derzeit kommen die DAQ-Boxen im Feldtest in ausgewählten Einfamilienhäusern zum Einsatz. Hier zeichnen sie Volumenströme, Temperaturen und phasenaufgelöste elektrische Kenndaten auf und liefern den Wissenschaftlern dabei wertvolle Erkenntnisse zum Beispiel zur Betriebsweise, Wärmespeicherung oder Systemdynamik. Diese können unter anderem dafür genutzt werden, um Rückschlüsse auf die bedarfsgerechte Dimensionierung der einzelnen Komponenten oder für die Optimierung des Betriebsmanagements zu ziehen.

Heinke Meinen | idw
Weitere Informationen:
http://www.next-energy.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Neue Sensortechnik für E-Auto-Batterien
08.12.2016 | Ruhr-Universität Bochum

nachricht Siliziumsolarzelle des ISFH erzielt 25% Wirkungsgrad mit passivierenden POLO Kontakten
08.12.2016 | Institut für Solarenergieforschung GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie