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Der französische Staat fördert die energetische Gebäudesanierung

28.11.2013
Mit fast 44% des Endenergieverbrauchs ist der Gebäudebereich in Frankreich der energieintensivste Sektor. Außerdem ist er für 25% der jährlichen Treibhausgas-Emissionen verantwortlich. Aus diesen Gründen ist es notwendig, die Energieeffizienz von Neu- und Bestandsbauten zu erhöhen.

Frankreichs Ziel einer Senkung der nationalen Treibhausgas-Emissionen um 25% und des Energieverbrauchs um 50% bis 2050 erfordert demzufolge eine umfassende Sanierung bestehender Gebäude.

Für eine langfristige Reduzierung des Energieverbrauchs bedarf es einer Förderung der Entwicklung neuer Dämmstoffe, innovativer Wärmeanlagen und von multifunktionalen Steuerungssystemen des Stromverbrauchs (Heizung, Beleuchtung, industrielle Prozesse und Haushaltsgeräte).

Die vom Staat im Rahmen des zweiten Aufrufs zur Interessenbekundung “Gebäude und effiziente Inselregionen” ausgewählten vier Projekte stellen sich diesen Herausforderungen, indem sie neue und praktische Lösungen zur Reduzierung des Energieverbrauchs für die verschiedenen Gebäudetypen vorstellen.

Das “IBIS“-Projekt zielt auf die Entwicklung eines biobasierten Dämmmaterials für alte Gebäude (besonders für Baujahre bis 1950) im industriellen Maßstab ab. Dieses auf 3 Jahre angelegte Projekt startete im Juni 2013 unter der Leitung der Firma PAREX und wird im Rahmen des Programms für Zukunftsinvestitionen mit 2 Millionen Euro vom Staat gefördert.

Im Rahmen des ebenfalls auf 3 Jahre angelegten Projekts “SmartLight” soll eine intelligente, energieeffiziente Beleuchtung für gewerbliche und industrielle Gebäude entwickelt werden. Es wurde im Oktober 2012 in der Region Rhone-Alpen in Zusammenarbeit mit der Firma Diffuselec und der Behörde für Atomenergie und alternative Energien (CEA) gestartet und erhält 2,6 Millionen Euro aus dem Programm für Zukunftsinvestitionen.

Das auf 5 Jahre angelegte “Wood’Ite“-Projekt will Wärmedämmverbundsysteme auf Holzbasis (vorwiegend Außenbereich) für den kommunalen Wohnungsbau auf den Markt bringen. Dieses Projekt wird im März 2014 in der Bretagne unter der Leitung des Verbands “Wohnen in der Süd-Bretagne” auf den Weg gebracht und erhält 3,1 Millionen Euro aus dem Programm für Zukunftsinvestitionen.

Ziel des “Viper“-Projekts ist die Entwicklung eines innovativen Hochleistungs-Dämmstoffs für den Innenbereich von Wohn- und Geschäftshäusern in Städten. Dieses Projekt geht über 3 Jahre und wurde im Oktober 2013 in Zusammenarbeit mit den Unternehmen Siniat, EDF und TBS gestartet. Es wird im Rahmen des Programms für Zukunftsinvestitionen mit 0,9 Millionen Euro vom Staat gefördert.

Quellen: - Pressemitteilung der französischen Regierung – 07.11.2013 – http://investissement-avenir.gouvernement.fr/content/investissements-davenir-235-millions-d%E2%80%99euros-en-faveur-de-la-r%C3%A9novation-%C3%A9nerg%C3%A9tique-des-b%C3%A2ti

- Pressemitteilung der französischen Agentur für Umweltschutz und Energie – 07.11.2013 – http://ademe.typepad.fr/presse/2013/11/le-batiment-innove-letat-soutient-.html - http://www2.ademe.fr/servlet/KBaseShow?sort=-1&cid=96&m=3&catid=25332#

Redakteurin: Hélène Benveniste, helene.benveniste@diplomatie.gouv.fr

Hélène Benveniste | Wissenschaft-Frankreich
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