Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Fahrerlose U-Bahn in Paris erweitert

27.10.2014

Die Pariser Verkehrsbetriebe erweitern ihr Streckennetz für fahrerlose U-Bahnen um sechs Kilometer. Siemens wird das neue Teilstück der Linie 14 mit Signal- und Betriebsleittechnik ausrüsten.

Im Jahr 2019 sollen die vier neuen Stationen in Betrieb genommen werden. Der Auftrag hat einen Wert von rund 45 Millionen Euro.

Fahrerlose U-Bahnen haben in Paris schon eine 25-jährige Tradition: 1998 hatte Siemens die Stammstrecke der Linie 14 mit der Technologie ausgestattet und realisierte damit die erste vollautomatisierte Strecke in der französischen Hauptstadt. 

Die Kapazität einer U-Bahnlinie kann im fahrerlosen Betrieb um bis zu 50 Prozent gesteigert werden, weil Züge enger hintereinander fahren können. In Paris ermöglicht der automatische Betrieb den Pariser Verkehrsbetrieben (Régie Autonome des Transports Parisiens, RATP) eine Taktdichte von 85 Sekunden.

Bei hohem Passagieraufkommen, beispielsweise bei Großveranstaltungen können zusätzliche Züge eingesetzt werden. Diese gehen per Knopfdruck automatisch in Betrieb und ermöglichen es, auch kurzfristig Züge in verfügbare Taktlücken einzuschieben. 

Eine automatische, energieoptimierte Steuerung verringert zudem den Energieverbrauch der Linie 14 um bis zu 15 Prozent. Mittels intelligenter vorausschauender Fahrweise wird die Reisezeit stets optimal ausgenutzt: Züge kommen nicht „überpünktlich" an, sondern passen die Geschwindigkeit automatisch an, um unnötigen Energieverbrauch zu vermeiden.   

Automatische Steuerung senkt Energieverbrauch um 15 Prozent

Siemens hat rund 250 Streckenkilometer in aller Welt mit Signaltechnik für den fahrerlosen Betrieb ausgerüstet und ist damit Marktführer für diese Technologie. Für die Erweiterung der Pariser Linie 14 setzt Siemens das automatische Zugsicherungssystem Trainguard MT ein.

Diese WLAN-basierte Kommunikationstechnik registriert die Position jedes Zuges auf wenige Zentimeter genau und passt den Abstand zum dahinter fahrenden Zug automatisch an. Kritisch für eine Kapazitätserhöhung ist der bisher feste Abstand zwischen zwei Zügen, der sich am maximal vorzuhaltenden Bremsweg orientiert.

Weil das von der globalen Siemens-Forschung Corporate Technology (CT) mitentwickelte Trainguard MT die genaue Position der Züge kennt, kann es deren Abstand an den tatsächlich nötigen Bremsweg anpassen und die Bahnen dichter fahren lassen.

 Neben der bereits bestehenden Linie 14 rüstete Siemens 2011 auch die Linie 1 für den fahrerlosen Betrieb mit Trainguard MT aus. Die Metrolinie 1 der französischen Hauptstadt ist die am stärksten frequentierte Linie. Sie verbindet auf rund 17 Kilometern den Osten und Westen der Stadt und befördert bis zu 725.000 Fahrgäste täglich. Mit ihr wurde erstmals eine Linie von dieser Bedeutung ohne Unterbrechung des Fahrgastbetriebs, also „unter rollendem Rad", automatisiert. (2014.10.6)

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com/innovationnews

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Wussten Sie, dass Infrarot-Wärme die Pralinenherstellung vereinfacht?
14.02.2017 | Heraeus Noblelight GmbH

nachricht Qualitätskontrolle in Echtzeit: „smartFoodTechnologyOWL“ startet erstes Projekt
15.02.2017 | Hochschule Ostwestfalen-Lippe

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Durchbruch mit einer Kette aus Goldatomen

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des Wärmetransportes

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des...

Im Focus: Breakthrough with a chain of gold atoms

In the field of nanoscience, an international team of physicists with participants from Konstanz has achieved a breakthrough in understanding heat transport

In the field of nanoscience, an international team of physicists with participants from Konstanz has achieved a breakthrough in understanding heat transport

Im Focus: Hoch wirksamer Malaria-Impfstoff erfolgreich getestet

Tübinger Wissenschaftler erreichen Impfschutz von bis zu 100 Prozent – Lebendimpfstoff unter kontrollierten Bedingungen eingesetzt

Tübinger Wissenschaftler erreichen Impfschutz von bis zu 100 Prozent – Lebendimpfstoff unter kontrollierten Bedingungen eingesetzt

Im Focus: Sensoren mit Adlerblick

Stuttgarter Forscher stellen extrem leistungsfähiges Linsensystem her

Adleraugen sind extrem scharf und sehen sowohl nach vorne, als auch zur Seite gut – Eigenschaften, die man auch beim autonomen Fahren gerne hätte. Physiker der...

Im Focus: Weltweit genaueste und stabilste transportable optische Uhr

Optische Strontiumuhr der PTB in einem PKW-Anhänger – für geodätische Untersuchungen, weltweite Uhrenvergleiche und schließlich auch eine neue SI-Sekunde

Optische Uhren sind noch genauer als die Cäsium-Atomuhren, die gegenwärtig die Zeit „machen“. Außerdem benötigen sie nur ein Hundertstel der Messdauer, um eine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

ANIM in Wien mit 1.330 Teilnehmern gestartet

17.02.2017 | Veranstaltungen

Ökologischer Landbau: Experten diskutieren Beitrag zum Grundwasserschutz

17.02.2017 | Veranstaltungen

Von DigiCash bis Bitcoin

16.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Stammzellen verlassen Blutgefäße in strömungsarmen Zonen des Knochenmarks

17.02.2017 | Biowissenschaften Chemie

LODENFREY setzt auf das Workforce Mangement von GFOS

17.02.2017 | Unternehmensmeldung

50 Jahre JULABO : Erfahrung – Können & Weiterentwicklung!

17.02.2017 | Unternehmensmeldung