Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Erstes virtuelles Kraftwerk von Siemens und RWE Energy nimmt Betrieb auf

31.10.2008
Neun kleine Wasserkraftanlagen mit einer Leistung von rund 8.600 Kilowatt zusammengeschaltet / Anlagen zentral von RWE Energy aus Köln gesteuert

Am 31. Oktober 2008 nahm das erste virtuelle Kraftwerk von Siemens Energy und RWE Energy seinen Betrieb auf. In einem ersten Schritt wurden zunächst neun Wasserkraftanlagen der Lister- und Lennekraftwerke im Sauerland, Nordrhein-Westfalen, in den Verbund integriert. Die Leistung dieser dezentralen Erzeugungsanlagen reicht von 150 kW bis zu 1.100 kW. Die Gesamtleistung aller Anlagen beträgt rund 8.600 kW.

Mit dem virtuellen Kraftwerk lassen sich Vermarktungswege nutzen, die dem Betreiber der Einzelanlagen sonst nicht zur Verfügung stehen würden. Die Anlagen können im Verbund noch effizienter und damit wirtschaftlicher als vorher betrieben werden – wovon die Betreiber der dezentralen Erzeugungsanlagen profitieren. Zudem wird RWE den erzeugten Strom an der Strombörse EEX vermarkten.

In dem virtuellen Kraftwerk spielt das dezentrale Energiemanagement und die Kommunikation mit den Erzeugungsanlagen eine besondere Rolle. Mit dem Einsatz vorhandener Produkte aus dem Portfolio von Siemens Energy wie dem dezentralen Energiemanagementsystem DEMS und dem DER-Controller (Distributed Energy Resources) konnte das virtuelle Kraftwerk innerhalb kürzester Zeit realisiert werden: Das dezentrale Energiemanagementsystem DEMS ist Herzstück des virtuellen Kraftwerkes. Damit lassen sich die dezentralen Erzeugungsanlagen nicht nur intelligent miteinander vernetzen, sondern auch wirtschaftlich und umweltfreundlich einsetzen. Der für die Kommunikation verwendete DER-Controller ist speziell auf die Anforderungen dezentraler Erzeugungsanlagen abgestimmt.

Mit diesem Pilotprojekt werden Siemens und RWE Energy die technische und wirtschaftliche Einsatzreife virtueller Kraftwerke nachweisen und Erkenntnisse für weitere Einsatzmöglichkeiten gewinnen. Im Projektverlauf sollen weitere dezentrale Erzeugungsanlagen wie Blockheizkraftwerke, Biomasse- oder Windenergieanlagen in den Verbund aufgenommenwerden. Ziel der koordinierten Nutzung von dezentralen Erzeugungsanlagen ist neben den wirtschaftlichen Vorteilen vor allem ein Beitrag zur besseren Marktintegration von dezentralen Erzeugungsanlagen.

RWE Energy ist die Vertriebs- und Netzgesellschaft im RWE-Konzern für Kontinentaleuropa. In insgesamt zwölf Regionen, davon sechs im Ausland, bietet RWE Energy Strom, Gas, Wasser und die damit verbundenen Dienstleistungen aus einer Hand. Kunden sind Privathaushalte, Gewerbebetriebe, Geschäfts- und Industriekunden sowie Kommunen, Stadtwerke und Regionalversorger. Der überregionale Strom- und Gastransport sowie die Gasspeicherung werden durch eigenständige Gesellschaften geführt, ebenso das Vertriebsgeschäft mit großen Industriekunden. Zusammen mit den Beteiligungsgesellschaften werden 15,5 Mio. Kunden mit Strom, 7,6 Mio. Kunden mit Gas und 13 Mio. Einwohner mit Trinkwasser beliefert. Der Außenabsatz belief sich im Jahr 2007 auf 168,3 Mrd. kWh Strom und 258,0 Mrd. kWh Gas. RWE Energy erzielte 2007 mit 28.323 Mitarbeitern einen Bereichsumsatz von 28,2 Mrd. Euro und ist damit ein führendes Versorgungsunternehmen in Europa.

Der Siemens-Sektor Energy ist der weltweit führende Anbieter des kompletten Spektrums an Produkten, Dienstleistungen und Lösungen für die Energieerzeugung, -übertragung und -verteilung, sowie für die Gewinnung, die Umwandlung und den Transport von Öl und Gas. Im Geschäftsjahr 2007 (30. September) erwirtschaftete der Sektor Energy einen Umsatz von rund 20,3 Mrd. EUR und erhielt Aufträge in einem Umfang von rund 28,5 Mrd. EUR.

Das Ergebnis betrug 1,8 Mrd. EUR. Im Sektor Energy arbeiteten zu Beginn des Geschäftsjahres 2008 rund 73.500 Mitarbeiter.

Weitere Informationen unter:

Pressekontakte:

Siemens AG
Pressestelle Sektor Energy
Dietrich Biester
T: +49 (0)9131-7-33559
F: +49 (0)9131-7-33615
M: +49 (0)171-55 074 52
E: dietrich.biester@siemens.com
RWE Energy AG
Leiter Ext. Kommunikation/Pressesprecher
Sebastian Ackermann
T: +49 (0)231-438-3022
F: +49 (0)231-438-3527
M: +49 (0)172-202 89 79
E: sebastian.ackermann@rwe.com

Sebastian Ackermann | RWE Energy AG
Weitere Informationen:
http://www.rwe.com
http://www.siemens.com/ptd-presse
http://www.siemens.de/energy

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Solarenergie: Defekte in Kesterit-Halbleitern mit Neutronen untersucht
07.12.2017 | Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie GmbH

nachricht Plug&Play-Lichtlösung für die NOx-Messung
07.12.2017 | Heraeus Noblelight GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Stabile Quantenbits

Physiker aus Konstanz, Princeton und Maryland schaffen ein stabiles Quantengatter als Grundelement für den Quantencomputer

Meilenstein auf dem Weg zum Quantencomputer: Wissenschaftler der Universität Konstanz, der Princeton University sowie der University of Maryland entwickeln ein...

Im Focus: Realer Versuch statt virtuellem Experiment: Erfolgreiche Prüfung von Nanodrähten

Mit neuartigen Experimenten enträtseln Forscher des Helmholtz-Zentrums Geesthacht und der Technischen Universität Hamburg, warum winzige Metallstrukturen extrem fest sind

Ultraleichte und zugleich extrem feste Werkstoffe – poröse Nanomaterialien aus Metall versprechen hochinteressante Anwendungen unter anderem für künftige...

Im Focus: Geburtshelfer und Wegweiser für Photonen

Gezielt Photonen erzeugen und ihren Weg kontrollieren: Das sollte mit einem neuen Design gelingen, das Würzburger Physiker für optische Antennen erarbeitet haben.

Atome und Moleküle können dazu gebracht werden, Lichtteilchen (Photonen) auszusenden. Dieser Vorgang verläuft aber ohne äußeren Eingriff ineffizient und...

Im Focus: Towards data storage at the single molecule level

The miniaturization of the current technology of storage media is hindered by fundamental limits of quantum mechanics. A new approach consists in using so-called spin-crossover molecules as the smallest possible storage unit. Similar to normal hard drives, these special molecules can save information via their magnetic state. A research team from Kiel University has now managed to successfully place a new class of spin-crossover molecules onto a surface and to improve the molecule’s storage capacity. The storage density of conventional hard drives could therefore theoretically be increased by more than one hundred fold. The study has been published in the scientific journal Nano Letters.

Over the past few years, the building blocks of storage media have gotten ever smaller. But further miniaturization of the current technology is hindered by...

Im Focus: Successful Mechanical Testing of Nanowires

With innovative experiments, researchers at the Helmholtz-Zentrums Geesthacht and the Technical University Hamburg unravel why tiny metallic structures are extremely strong

Light-weight and simultaneously strong – porous metallic nanomaterials promise interesting applications as, for instance, for future aeroplanes with enhanced...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Innovative Strategien zur Bekämpfung von parasitären Würmern

08.12.2017 | Veranstaltungen

Hohe Heilungschancen bei Lymphomen im Kindesalter

07.12.2017 | Veranstaltungen

Der Roboter im Pflegeheim – bald Wirklichkeit?

05.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Papstar entscheidet sich für tisoware

08.12.2017 | Unternehmensmeldung

Natürliches Radongas – zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs

08.12.2017 | Unternehmensmeldung

„Spionieren“ der versteckten Geometrie komplexer Netzwerke mit Hilfe von Maschinenintelligenz

08.12.2017 | Biowissenschaften Chemie