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Energiesparen bei der Stahlproduktion

28.09.2011
Siemens reduziert den Energieverbrauch für die Herstellung von Stahl.

Mit dem Simetal Energy Management System können Stahlwerke enorme Kosten sparen, denn Energie macht etwa 20 bis 30 Prozent ihrer Gesamtausgaben aus. Das System verschafft den Betreibern einen Überblick über den Verbrauch in allen Produktionsprozessen und zeigt Einsparpotenziale auf.


Außerdem ermittelt es, wo anfallende Energie, zum Beispiel Abwärme oder Gas, ungenutzt verloren geht. Das System erstellt Prognosen für den Energieverbrauch und hilft, Lastspitzen, für die teure Strafen fällig werden, zu vermeiden. Die Stahlwerke werden energieeffizienter und stoßen weniger Kohlendioxid aus.

Die Herstellung einer Tonne Stahl benötigt etwa 20 Gigajoule (5.600 Kilowattstunden) Energie. Umgerechnet in Stromverbrauch entspricht das ungefähr der Menge, die ein deutscher Durchschnittshaushalt in eineinhalb Jahren bezieht. Ein großes Hüttenwerk, das im Jahr bis zu fünf Millionen Tonnen Stahl produziert, verbraucht in etwa soviel Energie wie sieben Millionen Haushalte. Schon ein Prozent weniger bedeutet für den Betreiber eine riesige Kostenersparnis.

Bisher basiert das Energiemanagement in Stahlwerken überwiegend auf Erfahrungswerten. Simetal Energy Management System erfasst die Energieflüsse im Werk dagegen systematisch. Je nach Bedarf des Hüttenwerks umfasst die Lösung Messeinheiten, Schnittstellen für die Leitsysteme, Analyse- und Prognosemodule und Bedienelemente. Es ist modular aufgebaut, so dass die Betreiber an einer beliebigen Stelle beginnen und stufenweise weitere Prozesse oder Messungen in das System einbinden können.

Ein besonderer Vorteil der Siemens-Lösung ist, dass sie den gesamten Produktionsprozess – von der Anlieferung von Roh- und Vormaterial über die Erzeugung von Flüssigstahl (Hochofenroute oder Elektrostahlwerk) über die Weiterverarbeitung in Warm- und Kaltwalzwerken bis hin zu den Behandlungslinien – unter die Lupe nimmt. Bisher wurden diese Produktionseinheiten für sich selbst optimiert.

Nun werden auch Einsparpotentiale in den zugehörigen Nebenanlagen an den Schnittstellen zu externen Verbrauchern und Versorgern sichtbar und in die Optimierung mit einbezogen. Das System macht Vorschläge für einen energieeffizienten Betrieb der Anlage und hilft dem Betreiber, seine Produktion so zu planen, dass die vorhandene Energie optimal genutzt wird. (IN 2011.09.5)

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/innovation

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