Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Elektroautos der Zukunft sollen aus Deutschland kommen

26.03.2009
Schavan: "Qualität durch Mobilität" / Forschungsministerium startet Programm zur Entwicklung modernster Batterien

"Deutschland stellt heute die besten Autos der Welt her. Wir wollen in Zukunft auch die besten Elektroautos der Welt herstellen.

Daran arbeiten Wissenschaft, Wirtschaft und Politik. Das Motto ist: Qualität durch Mobilität", sagte Bundesforschungsministerin Annette Schavan am Donnerstag in Berlin. Sie gab den Start eines Programms zur Entwicklung modernster Lithium-Ionen-Batterien bekannt.

"Die Speicherung von elektrischer Energie ist ein wesentlicher Schlüssel für eine effiziente und klimaverträgliche Energienutzung. Und mobile Energiespeicher sind das Herzstück für Elektrofahrzeuge." In der Innovationsallianz LIB 2015 arbeiten über 60 Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft zusammen an den Energiespeichern der Zukunft. Ziel ist die Entwicklung der zweiten Generation leistungsfähiger, bezahlbarer und sicherer Batterien bis zum Jahr 2015. Jetzt startet die Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) mit 60 Millionen Euro. Zusätzlich investieren die Industriepartner insgesamt rund 360 Millionen Euro.

"Die deutsche Automobilindustrie hat jetzt die Chance, den Einstieg in die Elektromobilität zu schaffen und sich langfristig einen weltweiten Spitzenplatz auf diesem Feld zu sichern", sagte Schavan. "Deshalb dürfen wir nicht nur auf die Technologie von morgen setzten, sondern müssen heute die Grundlage für wirtschaftlichen Erfolg legen und den Schritt in die Produktion wagen. Hier setzt das Elektromobilitäts-Programm im Konjunkturpaket II an." Am Mittwoch hat der Haushaltsausschuss des Bundestages die Mittel für dieses 500 Millionen Euro Programm freigegeben. Das Bundesforschungsministerium wird im Rahmen des Konjunkturpaketes II die Entwicklung der Produktionstechnologien für Lithium-Ionen-Batterien mit 59 Millionen Euro unterstützen. Ein Standort wird Kamenz in Sachsen sein. Dort planen die Li-Tec GmbH, die Daimler AG und die Evonik AG die Entwicklung einer Produktionstechnologie für Lithium-Ionen-Batterien. Ab 2011 soll die industrielle Produktion erfolgen. Die Batterien werden auch anderen Automobilfirmen und Zulieferern zur Verfügung stehen und insbesondere dem Mittelstand neue Betätigungsfelder eröffnen.

"Ziel der Bundesregierung ist es, alternative Antriebstechnologien schnell marktfähig zu machen. Im Fokus steht die Schaffung eines Leitmarktes für Elektromobilität in Deutschland. Die Bewältigung der Finanz- und Wirtschaftskrise kann so mit Klimaschutz, Innovationen und Stärkung der deutschen Wirtschaft einhergehen", sagte Schavan. "Wir schaffen auch die Voraussetzungen an den Hochschulen und Forschungseinrichtungen, damit Deutschland auch Spitzenstandort für Elektromobilität in Ausbildung und Forschung wird. Für die besten Elektroautos brauchen wir in Deutschland auch die besten Forscher und Entwickler."

Das BMBF wird daher mit 30 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket II den Aufbau von Kompetenzzentren in der Elektrochemie an ausgewählten Hochschulen in Kooperation mit der Helmholtz-Gemeinschaft fördern. Außerdem bündelt das BMBF die Kompetenzen der Fraunhofer Gesellschaft im Bereich der Elektromobilität. So soll mit rund 30 Millionen Euro ein Kompetenznetzwerk Systemforschung Elektromobilität eingerichtet werden. Ziel ist es, System-Know how für die deutsche Wirtschaft für die erwartete rasante Entwicklung der Elektromobilität binnen kürzester Zeit aufzubauen.

| BMBF Newsletter
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de/press/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Ein leistungsfähiges Lasersystem für anspruchsvolle Experimente in der Attosekunden-Forschung
19.07.2017 | Forschungsverbund Berlin e.V.

nachricht Solarenergie unterstützt Industrieprozesse
17.07.2017 | FIZ Karlsruhe – Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Einblicke unter die Oberfläche des Mars

Die Region erstreckt sich über gut 1000 Kilometer entlang des Äquators des Mars. Sie heißt Medusae Fossae Formation und über ihren Ursprung ist bislang wenig bekannt. Der Geologe Prof. Dr. Angelo Pio Rossi von der Jacobs University hat gemeinsam mit Dr. Roberto Orosei vom Nationalen Italienischen Institut für Astrophysik in Bologna und weiteren Wissenschaftlern einen Teilbereich dieses Gebietes, genannt Lucus Planum, näher unter die Lupe genommen – mithilfe von Radarfernerkundung.

Wie bei einem Röntgenbild dringen die Strahlen einige Kilometer tief in die Oberfläche des Planeten ein und liefern Informationen über die Struktur, die...

Im Focus: Molekulares Lego

Sie können ihre Farbe wechseln, ihren Spin verändern oder von fest zu flüssig wechseln: Eine bestimmte Klasse von Polymeren besitzt faszinierende Eigenschaften. Wie sie das schaffen, haben Forscher der Uni Würzburg untersucht.

Bei dieser Arbeit handele es sich um ein „Hot Paper“, das interessante und wichtige Aspekte einer neuen Polymerklasse behandelt, die aufgrund ihrer Vielfalt an...

Im Focus: Das Universum in einem Kristall

Dresdener Forscher haben in Zusammenarbeit mit einem internationalen Forscherteam einen unerwarteten experimentellen Zugang zu einem Problem der Allgemeinen Realitätstheorie gefunden. Im Fachmagazin Nature berichten sie, dass es ihnen in neuartigen Materialien und mit Hilfe von thermoelektrischen Messungen gelungen ist, die Schwerkraft-Quantenanomalie nachzuweisen. Erstmals konnten so Quantenanomalien in simulierten Schwerfeldern an einem realen Kristall untersucht werden.

In der Physik spielen Messgrößen wie Energie, Impuls oder elektrische Ladung, welche ihre Erscheinungsform zwar ändern können, aber niemals verloren gehen oder...

Im Focus: Manipulation des Elektronenspins ohne Informationsverlust

Physiker haben eine neue Technik entwickelt, um auf einem Chip den Elektronenspin mit elektrischen Spannungen zu steuern. Mit der neu entwickelten Methode kann der Zerfall des Spins unterdrückt, die enthaltene Information erhalten und über vergleichsweise grosse Distanzen übermittelt werden. Das zeigt ein Team des Departement Physik der Universität Basel und des Swiss Nanoscience Instituts in einer Veröffentlichung in Physical Review X.

Seit einigen Jahren wird weltweit untersucht, wie sich der Spin des Elektrons zur Speicherung und Übertragung von Information nutzen lässt. Der Spin jedes...

Im Focus: Manipulating Electron Spins Without Loss of Information

Physicists have developed a new technique that uses electrical voltages to control the electron spin on a chip. The newly-developed method provides protection from spin decay, meaning that the contained information can be maintained and transmitted over comparatively large distances, as has been demonstrated by a team from the University of Basel’s Department of Physics and the Swiss Nanoscience Institute. The results have been published in Physical Review X.

For several years, researchers have been trying to use the spin of an electron to store and transmit information. The spin of each electron is always coupled...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Den Geheimnissen der Schwarzen Löcher auf der Spur

21.07.2017 | Veranstaltungen

Den Nachhaltigkeitskreis schließen: Lebensmittelschutz durch biobasierte Materialien

21.07.2017 | Veranstaltungen

Operatortheorie im Fokus

20.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Einblicke unter die Oberfläche des Mars

21.07.2017 | Geowissenschaften

Wegbereiter für Vitamin A in Reis

21.07.2017 | Biowissenschaften Chemie

Den Geheimnissen der Schwarzen Löcher auf der Spur

21.07.2017 | Veranstaltungsnachrichten