Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Zum Bier brauen die Sonne anzapfen

13.12.2010
Brauereien nutzen solare Prozesswärme

Brauereien bieten gute Voraussetzungen, um solare Wärme in die Produktionsabläufe einzubinden. Wie fast in der gesamten Getränkeindustrie ist die Nachfrage und damit der Wärmebedarf im Sommer am höchsten, wenn auch am meisten Sonnenenergie zur Verfügung steht.

Zusätzlich laufen die meisten Prozessschritte auf relativ niedrigem Temperaturniveau ab und der Wärmebedarf ist über Tag und Woche verteilt relativ konstant. Über zwei Pilotprojekte mit verschiedenen Konzepten zur Einbindung der solaren Wärme und deren erste Betriebserfahrungen berichtet das BINE-Projektinfo „Mit solarer Wärme Bier brauen“ (13/10).

Sowohl die verfahrenstechnischen Konzepte der beiden Brauereien als auch die Einbindung der solaren Prozesswärme unterscheiden sich. Bei der Privatbrauerei Hofmühl in Eichstätt können konzentrierende CPC-Kollektoren Temperaturen bis zu 120° C erreichen. Mit der gewonnenen Wärmeenergie wird zuerst die Flaschenwaschmaschine mit heißem Wasser versorgt und anschließend das Brau- und Brauchwasser nachgeheizt. Bei Bedarf wird danach die Raumheizung gespeist.

Bei der Hütt-Brauerei in Kassel-Baunatal wird die Solarwärme dazu verwendet, das kalte Brauwasser zu erhitzen. Sie versorgt außerdem verschiedene Schritte des Brauprozesses sowie das Abfüllen, die Filtration und Reinigung mit Heißwasser. Da sich das alles auf einem Temperaturniveau unterhalb von 80° C abspielt, können die Prozesse auch bei geringer Sonneneinstrahlung solar versorgt werden.

Grundsätzlich bietet die solare Prozesswärme interessante Einsatzmöglichkeiten und große Potenziale. Die Pilotprojekte in den beiden Brauereien, aber auch bereits existierende Anlagen in der Metallverarbeitung, Feinkostproduktion, Wäschereien oder Autowaschanlagen belegen die technische Machbarkeit solcher Lösungen. Das BINE-Projektinfo „Mit solarer Wärme Bier brauen“ (13/10) ist kostenfrei beim BINE Informationsdienst von FIZ Karlsruhe erhältlich – im Internet unter http://www.bine.info oder telefonisch unter 0228 92379-0.

Pressekontakt

BINE Informationsdienst
Uwe Milles
Tel. 0228/9 23 79-26
Fax 0228/9 23 79-29
E-Mail presse@bine.info
Kaiserstraße 185-197
53113 Bonn
BINE Informationsdienst ist ein Service von FIZ Karlsruhe und wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) gefördert.

FIZ Karlsruhe – Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur ist eine gemeinnützige Gesellschaft, die im öffentlichen Auftrag weltweit publizierte wissenschaftliche Information zugänglich macht und entsprechende Dienstleistungen zur Verfügung stellt. FIZ Karlsruhe hat die Aufgabe, den nationalen und internationalen Wissenstransfer und die Innovationsförderung zu unterstützen.

Rüdiger Mack | idw
Weitere Informationen:
http://www.bine.info
http://www-fiz-karlsruhe.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Wussten Sie, dass Infrarot-Wärme die Pralinenherstellung vereinfacht?
14.02.2017 | Heraeus Noblelight GmbH

nachricht Qualitätskontrolle in Echtzeit: „smartFoodTechnologyOWL“ startet erstes Projekt
15.02.2017 | Hochschule Ostwestfalen-Lippe

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Durchbruch mit einer Kette aus Goldatomen

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des Wärmetransportes

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des...

Im Focus: Breakthrough with a chain of gold atoms

In the field of nanoscience, an international team of physicists with participants from Konstanz has achieved a breakthrough in understanding heat transport

In the field of nanoscience, an international team of physicists with participants from Konstanz has achieved a breakthrough in understanding heat transport

Im Focus: Hoch wirksamer Malaria-Impfstoff erfolgreich getestet

Tübinger Wissenschaftler erreichen Impfschutz von bis zu 100 Prozent – Lebendimpfstoff unter kontrollierten Bedingungen eingesetzt

Tübinger Wissenschaftler erreichen Impfschutz von bis zu 100 Prozent – Lebendimpfstoff unter kontrollierten Bedingungen eingesetzt

Im Focus: Sensoren mit Adlerblick

Stuttgarter Forscher stellen extrem leistungsfähiges Linsensystem her

Adleraugen sind extrem scharf und sehen sowohl nach vorne, als auch zur Seite gut – Eigenschaften, die man auch beim autonomen Fahren gerne hätte. Physiker der...

Im Focus: Weltweit genaueste und stabilste transportable optische Uhr

Optische Strontiumuhr der PTB in einem PKW-Anhänger – für geodätische Untersuchungen, weltweite Uhrenvergleiche und schließlich auch eine neue SI-Sekunde

Optische Uhren sind noch genauer als die Cäsium-Atomuhren, die gegenwärtig die Zeit „machen“. Außerdem benötigen sie nur ein Hundertstel der Messdauer, um eine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

ANIM in Wien mit 1.330 Teilnehmern gestartet

17.02.2017 | Veranstaltungen

Ökologischer Landbau: Experten diskutieren Beitrag zum Grundwasserschutz

17.02.2017 | Veranstaltungen

Von DigiCash bis Bitcoin

16.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Stammzellen verlassen Blutgefäße in strömungsarmen Zonen des Knochenmarks

17.02.2017 | Biowissenschaften Chemie

LODENFREY setzt auf das Workforce Mangement von GFOS

17.02.2017 | Unternehmensmeldung

50 Jahre JULABO : Erfahrung – Können & Weiterentwicklung!

17.02.2017 | Unternehmensmeldung