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Kraftstoff aus Cokerückständen und Bitumensänden

30.11.2007
Katalysator bereitet zu dickflüssiges Rohöl für Raffination auf

Der halbstaatliche Energiekonzern Eni hat ein Verfahren zur Aufbereitung von Schweröl und Ölschiefer entwickelt. Mit Hilfe der Eni Slurry Technology (EST) können aus wirtschaftlich wertlosen Rohstoffen kommerzielle Kraftstoffe wie Benzin, Nafta, Kerosin und Dieselöl gewonnen werden.

Die acht Jahre lang entwickelte Technologie wird in der Pilotanlage von Taranto getestet, wo täglich 1.200 Barrel Kraftstoffe hergestellt werden. Ein zusätzliches Werk wird in Sannazaro de Burgundi bei Pavia gebaut, wo ab 2012 täglich 20.000 Barrel vom Band laufen werden. "Kernstück des innovativen Verfahrens ist ein neuartiger Katalysator, der schwefelhaltige Rückstände und zu dickflüssiges Schweröl in eine für die Raffination geeignete Flüssigkeit verwandelt, " erklärt der Forschungsleiter Giacomo Rispoli. "Dabei liegt die Ausbeute je 100 Fass Ausgangsmaterial bei 107 Fass Fertigprodukt."

Mit der aus verschiedenen thermischen und chemischen Verarbeitungsstufen bestehenden Methode können auch stark schwefelhaltige Cokerückstände und Bitumensände , wie sie in Kanada (Athabasca) und Venezuela (Orinoco) vorkommen, gewinnbringend weiterverwertet werden. Immerhin müssen die Ölkonzerne bisher weltweit im Jahr neun Mio . Barrel Öl entsorgen, das nicht zur Raffination geeignet ist. Das entspricht in etwa dem jährlichen Fördervolumen von Saudi-Arabien.

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Eni gibt inzwischen pro Jahr durchschnittlich 100 Mio. Euro für Forschungs- und Entwicklungszwecke im Downstream-Bereich aus. In diesem Zusammenhang ist auch die Errichtung einer neuen Fabrikanlage zur Herstellung von aus Ölsaaten und aus Algen gewonnenen Biodiesel auf Sizilien geplant.

Harald Jung | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.eni.it

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