Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Suche von Lawinenverschütteten mit dem kleinsten und leichtesten Gerät

05.11.2007
Das weltweit leichteste und kleinste Lawinenverschütteten-Suchgerät entwickelte die österreichische FH JOANNEUM zusammen mit der Firma Pieps.

So groß wie ein Handy und nur 110 Gramm leicht ist das neue Lawinenverschütteten-Suchgerät "Pieps Free Ride". Im Auftrag des steirischen Elektronik-Unternehmens Pieps entwickelte FH-Professor Robert Okorn mit Kollegen des Studiengangs "Elektronik & Technologiemanagement" der österreichischen FH JOANNEUM ein neuartiges Gerät, das vor allem für Einsteiger und SchifahrerInnen gedacht ist, die gerne abseits der gesicherten Pisten unterwegs sind.

"Die technische Herausforderung war", so Robert Okorn, "ein sehr kleines Gerät mit geringem Strombedarf zu entwickeln." Aufgrund des Einsatzes eines neuartigen "Ultra Low Power"-Prozessors kommt es mit nur einer Batterie aus, wobei das Senden des Signals von mehr als 200 Stunden garantiert ist.

Ähnlich wie der "große Bruder Pieps DSP" ist es ein vollwertiges LVS. Es kann bei der Suche von Lawinenopfern unterschiedliche Signale auseinanderhalten und so das Auffinden von mehreren Verschütteten schneller ermöglichen. Und es ist sehr preiswert. Allerdings verfügt es nicht wie "Pieps DSP" über drei, sondern nur über eine Antenne. Okorn: "Da dieses Gerät für Leute konzipiert wurde, die abseits der Pisten fahren, verfügt es über die gleich Sendeleistung, jedoch nicht so große Empfangsreichweite wie das Profi-Modell. Aber gerade im Fall einer Verschüttung ist die Funktionalität voll gegeben."

Der Breitband-Empfänger ermöglicht zusätzlich den Signalempfang von Geräten anderer Hersteller, auch von solchen, die auf einer nicht mehr üblichen Frequenz senden. Es ist daher auch als Suchgerät sehr gut geeignet.

"Technologieführer"

Die gesamte Hardware und Software haben Robert Okorn und seine Kollegen entwickelt. "Das ist", so Okorn, "ein weiteres Beispiel einer erfolgreichen Produktentwicklung, auch unter Mitwirkung von Studierenden. Die Erkenntnisse fließen dabei nahtlos in die Lehre ein. Damit unterstreichen wir den ausgeprägten Praxisbezug." Ein knappes Jahr arbeiteten die Elektronik-Spezialisten an diesem Gerät, vor kurzem hat es das steirische Unternehmen "Pieps" auf den Markt gebracht. "In diesem Marktsegment", meint Okorn, "sind wir sicherlich führend in der technologischen Entwicklung."

Seit sechs Jahren arbeiten der Studiengang "Elektronik & Technologiemanagement" und "Pieps" zusammen. Auch die Entwicklung des "intelligenten Senders" für Lawinenverschütteten-Suchgeräte, wie er in den Geräten der neuesten Generation zum Einsatz kommt, geht auf diese Kooperation zurück. Voriges Jahr entwickelten Elektronik-Studierende die Sonde "iProbe", die als zusätzliches Gerät das schnelle Sondieren und Markieren von gefundenen Verschütteten ermöglicht.

Kontakt:
FH-Prof. Dr. Robert Okorn, Tel. +43 3862 33600-8322, E-Mail: robert.okorn@fh-joanneum.at

Michael Schober, Tel. +43 3462 26800 401, E-Mail: schober.michael@pieps.com

Thomas Winkler | idw
Weitere Informationen:
http://www.fh-joanneum.at/etm
http://www.pieps.com

Weitere Berichte zu: JOANNEUM Lawinenverschütteten-Suchgerät

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Stromindikatorklemmen mit Push-in-Anschluss
24.07.2017 | PHOENIX CONTACT GmbH & Co.KG

nachricht Leiterplatten-Steckverbinder werkzeuglos montieren
24.07.2017 | PHOENIX CONTACT GmbH & Co.KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ruckartige Bewegung schärft Röntgenpulse

Spektral breite Röntgenpulse lassen sich rein mechanisch „zuspitzen“. Das klingt überraschend, aber ein Team aus theoretischen und Experimentalphysikern hat dafür eine Methode entwickelt und realisiert. Sie verwendet präzise mit den Pulsen synchronisierte schnelle Bewegungen einer mit dem Röntgenlicht wechselwirkenden Probe. Dadurch gelingt es, Photonen innerhalb des Röntgenpulses so zu verschieben, dass sich diese im gewünschten Bereich konzentrieren.

Wie macht man aus einem flachen Hügel einen steilen und hohen Berg? Man gräbt an den Seiten Material ab und schüttet es oben auf. So etwa kann man sich die...

Im Focus: Abrupt motion sharpens x-ray pulses

Spectrally narrow x-ray pulses may be “sharpened” by purely mechanical means. This sounds surprisingly, but a team of theoretical and experimental physicists developed and realized such a method. It is based on fast motions, precisely synchronized with the pulses, of a target interacting with the x-ray light. Thereby, photons are redistributed within the x-ray pulse to the desired spectral region.

A team of theoretical physicists from the MPI for Nuclear Physics (MPIK) in Heidelberg has developed a novel method to intensify the spectrally broad x-ray...

Im Focus: Physiker designen ultrascharfe Pulse

Quantenphysiker um Oriol Romero-Isart haben einen einfachen Aufbau entworfen, mit dem theoretisch beliebig stark fokussierte elektromagnetische Felder erzeugt werden können. Anwendung finden könnte das neue Verfahren zum Beispiel in der Mikroskopie oder für besonders empfindliche Sensoren.

Mikrowellen, Wärmestrahlung, Licht und Röntgenstrahlung sind Beispiele für elektromagnetische Wellen. Für viele Anwendungen ist es notwendig, diese Strahlung...

Im Focus: Physicists Design Ultrafocused Pulses

Physicists working with researcher Oriol Romero-Isart devised a new simple scheme to theoretically generate arbitrarily short and focused electromagnetic fields. This new tool could be used for precise sensing and in microscopy.

Microwaves, heat radiation, light and X-radiation are examples for electromagnetic waves. Many applications require to focus the electromagnetic fields to...

Im Focus: Navigationssystem der Hirnzellen entschlüsselt

Das menschliche Gehirn besteht aus etwa hundert Milliarden Nervenzellen. Informationen zwischen ihnen werden über ein komplexes Netzwerk aus Nervenfasern übermittelt. Verdrahtet werden die meisten dieser Verbindungen vor der Geburt nach einem genetischen Bauplan, also ohne dass äußere Einflüsse eine Rolle spielen. Mehr darüber, wie das Navigationssystem funktioniert, das die Axone beim Wachstum leitet, haben jetzt Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) herausgefunden. Das berichten sie im Fachmagazin eLife.

Die Gesamtlänge des Nervenfasernetzes im Gehirn beträgt etwa 500.000 Kilometer, mehr als die Entfernung zwischen Erde und Mond. Damit es beim Verdrahten der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Ferienkurs mit rund 600 Teilnehmern aus aller Welt

28.07.2017 | Veranstaltungen

10. Uelzener Forum: Demografischer Wandel und Digitalisierung

26.07.2017 | Veranstaltungen

Clash of Realities 2017: Anmeldung jetzt möglich. Internationale Konferenz an der TH Köln

26.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Firmen räumen bei der IT, Mobilgeräten und Firmen-Hardware am liebsten in der Urlaubsphase auf

28.07.2017 | Unternehmensmeldung

Dunkel war’s, der Mond schien helle: Nachthimmel oft heller als gedacht

28.07.2017 | Geowissenschaften

8,2 Millionen Euro für den Kampf gegen Leukämie

28.07.2017 | Förderungen Preise