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Brennstoffzellen-Demonstrationsanlage im Thermalbad Mingolsheim kann bald starten

16.04.2002


  • 250-kW-PEM-Brennstoffzelle wurde angeliefert
  • Inbetriebnahme voraussichtlich im Juni

Die EnBW Demonstrationsanlage im Bereich mittelgroßer stationärer Brennstoffzellen im Thermalbad Mingolsheim (Kreis Karlsruhe) kann bald starten. Wie die EnBW Energie Baden-Württemberg AG mitteilte, wurde am Montag die 250-kW-PEM-Brennstoffzelle (PEM: Polymer Elektrolyt Membran) vom Anlagenhersteller ALSTOM BALLARD im Mingolsheimer Thermalbad ("Thermarium Schönborn") angeliefert. Die Brennstoffzellen-Anlage kann nun in den nächsten Wochen installiert werden und voraussichtlich noch im Juni 2002 in Betrieb gehen. Die 250 Kilowatt leistende PEM-Brennstoffzelle ist dann in die Versorgungseinrichtungen des Thermalbads in Mingolsheim eingebunden und wird dort gleichzeitig Strom und Wärme erzeugen. Der Strom aus der Brennstoffzelle soll in das Stromnetz der EnBW eingespeist und die Wärme der Heizzentrale des Thermalbades zugeführt werden.

Die Mingolsheimer Brennstoffzellenanlage wird vom Bundeswirtschaftsministerium im Rahmen des "Leitprojekts EDISon" (EDISon: Energieverteilungsnetze mit dezentralen innovativen Energiewandler-, Speicher- und Kommunikations-Systemen) gefördert. Das Forschungsvorhaben verfolgt das Ziel, innovative Konzepte für den Betrieb von Verteilungsnetzen mit dezentralen Erzeugungseinheiten und Energiespeichern zu entwickeln und zu erproben. Die neuartigen Komponenten sollen durch ein intelligentes Steuer- und Regelsystem verknüpft werden, um einen optimierten Betrieb des Verteilnetzes zu ermöglichen. Die EnBW ist eines von neun Unternehmen weltweit, das sich durch die Installation und den Betrieb der 250-kW-PEM-Brennstoffzellen-Demonstrationsanlage bereits in einer frühen Erprobungsphase Know-how und Kenntnisse auf dem Gebiet mittelgroßer stationärer Brennstoffzellen aneignen kann. Kooperationspartner der EnBW beim EDISon-Projekt sind neben der ALSTOM BALLARD GmbH in Frankfurt die Siemens AG, die Stadtwerke Karlsruhe und die Gesellschaft für innovative Energieumwandlung und - speicherung EUS in Gelsenkirchen.

Das EDISon-Projekt ist Teil einer Brennstoffzellen-Gesamtstrategie der EnBW. Diese reicht von kleinen Einheiten für Einzelgebäude über mittlere Strom- und Wärmeerzeugungseinheiten für dezentrale Energieerzeugung und Einrichtungen mit einem erheblichen Energiebedarf bis hin zu Brennstoffzellen-Kraftwerken.

Unternehmenskommunikation | ots
Weitere Informationen:
http://www.enbw.com

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