Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

TU Darmstadt gründet ein Energy Center

05.03.2007
Fast alle Fachbereiche der Universität arbeiten an Grundlagen für nachhaltige Energiewirtschaft

An der Technischen Universität Darmstadt haben sich die in der Energieforschung tätigen Wissenschaftler zum "TU Darmstadt Energy Center" zusammengeschlossen. Damit wollen sie ihre breiten Kompetenzen in der Erforschung, Entwicklung, Gestaltung und Umsetzung zukunftsweisender Energietechnologien bündeln.

Mehr als zwei Dutzend Professorinnen und Professoren aus nahezu allen Fachbereichen der Universität - von der Chemie und dem Maschinenbau über Mathematik, Physik, Material- und Geowissenschaften bis zu Elektrotechnik und Rechts- und Wirtschaftswissenschaften - befassen sich in dem geplanten Zentrum über die Fächergrenzen hinweg mit der globalen Herausforderung einer sicheren, ökonomisch vernünftigen und ökologisch verträglichen Energieversorgung. Das Energy Center liefert Beiträge, um der Ressourcenknappheit und dem Treibhauseffekt entgegen zu steuern. Sprecher des Zentrums sind die Professoren Wolfram Jaegermann, Johannes Janicka, Rolf Katzenbach und Volker Hinrichsen.

Die TU Darmstadt stellt international ihre Forschungsstärke auf dem Energiesektor bereits unter Beweis. Die Wissenschaftler verbessern den Wirkungsgrad von Brennstoffzellen und Hochleistungsbatterien, treiben Photovoltaik, den effizienteren Einsatz von Biomasse etwa in Form von alternativen Treibstoffen voran, erforschen Technologien zur weiteren Drosselung des Schadstoffausstoßes, nutzen geothermische Speicher aus, liefern Konzepte für noch sparsamere Niedrigenergiehäuser, optimieren elektrische Energieversorgungsnetze.

"Wir wählen einen realitätsbezogenen, aber doch ehrgeizigen Ansatz", betont der Sprecherkreis: Es komme darauf an, einen intelligenten und nachhaltigen Mix zu finden. Einerseits müssen klassische Verbrennungstechnologien für die zur Neige gehenden Rohstoffe wie Öl, Kohle und Gas noch mehr verbessert werden, andererseits muss die wissenschaftliche Basis für die Einführung erneuerbarer Energietechnologien verbreitert werden. Dazu zählen nicht zuletzt, Einfluss zu nehmen auf gesellschaftliche, wirtschaftliche und rechtliche Rahmenbedingungen, damit eine nachhaltige Energiewirtschaft stärker akzeptiert und genutzt wird.

Eine gewaltige Management- und Optimierungs-Aufgabe, die kommende Generationen leitender Energie-Ingenieure bewältigen müssen: Die TU Darmstadt will deshalb eine Graduiertenschule für Energiewissenschaft, Energie-Ingenieurwissenschaft und energiebezogene Interdisziplinäre Studien (GENESIS@TUD) etablieren. In dem Promotionsstudiengang können besonders begabte Nachwuchswissenschaftler in einem mehrjährigen Studienprogramm den Promotionsabschluss als "Energie-Ingenieur TU Darmstadt" erhalten.

Von Beginn an will sich das interdisziplinär angelegte Forschungs- und Entwicklungszentrum an den Bedürfnissen der Praxis orientieren und in enger Kooperation mit Unternehmen sowohl der Energie erzeugenden wie auch Energie verbrauchenden Industrie die Herausforderungen bewältigen. Das Zentrum will neue Bewertungsverfahren für effizienten Energieeinsatz, Information und Fortbildung anbieten.

Die Beteiligung der Wirtschaft, aber auch der politischen und öffentlichen Entscheidungsträger ist eine Voraussetzung für den Erfolg des Zentrums. Deshalb wird das Center einen Beirat mit Vertretern aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft haben, der an der Gestaltung des Centers mitwirken.

Jörg Feuck | idw
Weitere Informationen:
http://www.energycenter.tu-darmstadt.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Licht ermöglicht „unmögliches“ n-Dotieren von organischen Halbleitern
23.11.2017 | Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie GmbH

nachricht Leistungsfähigere und sicherere Batterien
23.11.2017 | Empa - Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Reibungswärme treibt hydrothermale Aktivität auf Enceladus an

Computersimulation zeigt, wie der Eismond Wasser in einem porösen Gesteinskern aufheizt

Wärme aus der Reibung von Gestein, ausgelöst durch starke Gezeitenkräfte, könnte der „Motor“ für die hydrothermale Aktivität auf dem Saturnmond Enceladus sein....

Im Focus: Frictional Heat Powers Hydrothermal Activity on Enceladus

Computer simulation shows how the icy moon heats water in a porous rock core

Heat from the friction of rocks caused by tidal forces could be the “engine” for the hydrothermal activity on Saturn's moon Enceladus. This presupposes that...

Im Focus: Kleine Strukturen – große Wirkung

Innovative Schutzschicht für geringen Verbrauch künftiger Rolls-Royce Flugtriebwerke entwickelt

Gemeinsam mit Rolls-Royce Deutschland hat das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS im Rahmen von zwei Vorhaben aus dem...

Im Focus: Nanoparticles help with malaria diagnosis – new rapid test in development

The WHO reports an estimated 429,000 malaria deaths each year. The disease mostly affects tropical and subtropical regions and in particular the African continent. The Fraunhofer Institute for Silicate Research ISC teamed up with the Fraunhofer Institute for Molecular Biology and Applied Ecology IME and the Institute of Tropical Medicine at the University of Tübingen for a new test method to detect malaria parasites in blood. The idea of the research project “NanoFRET” is to develop a highly sensitive and reliable rapid diagnostic test so that patient treatment can begin as early as possible.

Malaria is caused by parasites transmitted by mosquito bite. The most dangerous form of malaria is malaria tropica. Left untreated, it is fatal in most cases....

Im Focus: Transparente Beschichtung für Alltagsanwendungen

Sport- und Outdoorbekleidung, die Wasser und Schmutz abweist, oder Windschutzscheiben, an denen kein Wasser kondensiert – viele alltägliche Produkte können von stark wasserabweisenden Beschichtungen profitieren. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben Forscher um Dr. Bastian E. Rapp einen Werkstoff für solche Beschichtungen entwickelt, der sowohl transparent als auch abriebfest ist: „Fluoropor“, einen fluorierten Polymerschaum mit durchgehender Nano-/Mikrostruktur. Sie stellen ihn in Nature Scientific Reports vor. (DOI: 10.1038/s41598-017-15287-8)

In der Natur ist das Phänomen vor allem bei Lotuspflanzen bekannt: Wassertropfen perlen von der Blattoberfläche einfach ab. Diesen Lotuseffekt ahmen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Kinderanästhesie aktuell: Symposium für Ärzte und Pflegekräfte

23.11.2017 | Veranstaltungen

IfBB bei 12th European Bioplastics Conference mit dabei: neue Marktzahlen, neue Forschungsthemen

22.11.2017 | Veranstaltungen

Zahnimplantate: Forschungsergebnisse und ihre Konsequenzen – 31. Kongress der DGI

22.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Kinderanästhesie aktuell: Symposium für Ärzte und Pflegekräfte

23.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Seminar „Leichtbau im Automobil- und Maschinenbau“ im Haus der Technik Berlin am 16. - 17. Januar 2018

23.11.2017 | Seminare Workshops

Biohausbau-Unternehmen Baufritz erhält von „ Capital“ die Auszeichnung „Beste Ausbilder Deutschlands“

23.11.2017 | Unternehmensmeldung