Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Leichte Türme für Windenergieanlagen

06.06.2006


Die Windenergie zählt zu den aussichtsreichsten Arten der erneuerbaren Energie. Daher wird auch an der Verbesserung des Äußeren und der Konstruktion von Windenergieanlagen geforscht, um ihren Einsatz in komplexen, bergigen Gebieten zu ermöglichen. Das Projekt MEGAWIND ist ein großer Schritt in diese Richtung.



Windparks sind im Hochseebereich keine Seltenheit. Jedoch können auch Bergregionen oder flache Hochseegewässer vor den Küsten windige und damit gute Stellen für Windparks sein. Die größten Probleme dabei sind jedoch der Transport und die Aufstellung von Megawatt-Anlagen (MW) in Gebieten mit einer begrenzten Infrastruktur sowie die damit verbundenen hohen Kosten.



Das MEGAWIND-Projekt diente zur Entwicklung eines neuen Prototyps einer Windenergieanlage, die solche Schwierigkeiten für eine umfassende Nutzung von Hochleistungsanlagen im komplexen Gelände überwindet. Wie Rotorblätter und weitere Bauteile, die für starke Winde konzipiert sind, wurde ein 40 Meter hoher Turm aus faserverstärkten Verbundmaterialien hergestellt. Bauteile aus Verbundmaterial bieten eine aussichtsreiche Alternative zu den bisherigen Stahl- oder Betonteilen. Die herkömmlichen Materialien ermöglichen unter normalen Aufstellbedingungen günstige Preise, sind aber auch schwerer und führen vor allem an schwierigen Stellen zu höheren Transport- und Betriebskosten. Faserverstärkte Verbundstoffe haben eine längere Leistungsdauer, geringere Instandhaltungskosten und sind auch preiswerter zu transportieren und aufzustellen. Zudem ist im Hochseebereich der höhere Korrosionswiderstand von Verbundmaterialien gegenüber den Stahltürmen ein weiterer Vorteil.

Die Projektgruppe setzte sich aus Baufachfirmen, einem Bauunternehmen und einem Versuchslabor zur Materialprüfung zusammen und suchte unter verschiedenen Herstellungsverfahren nach der optimalen Lösung. Die dynamische und bauliche Leistungsfähigkeit des Modellturms wurde zunächst durch eine numerische Simulation und anschließend durch eine Reihe von baulichen und umfeldbezogenen Tests geprüft.

Die Herstellerfirmen von Türmen für Windenergieanlagen werden von dieser Einführung neuer Materialien und Entwurfsmodelle sowie auch von den Erkenntnissen aus den bei der Herstellung zu lösenden Problemen profitieren. Selbst aufrichtende Türme aus innovativen Materialien werden die industrielle Wettbewerbsfähigkeit fördern und somit die branchenweite Entwicklung wie auch die Einstellung neuer Arbeitskräfte voran bringen.

Juan Manuel Mieres | ctm
Weitere Informationen:
http://www.necso.es

Weitere Berichte zu: Hochseebereich Windenergieanlage

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Wärme in Strom: Thermoelektrische Generatoren aus Nanoschichten
16.03.2017 | Universität Duisburg-Essen

nachricht Flüssiger Treibstoff für künftige Computer
15.03.2017 | Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise