Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

"Leinen los" für Forschungs-Plattform in der Nordsee

26.04.2006


Heute Förderbescheide an GmbH der Fachhochschule Kiel



Vor der schleswig-holsteinischen Westküste entsteht die dritte deutsche Forschungs-Plattform, die unter anderem mittelständischen Unternehmen den Einstieg ins Offshore-Geschäft erleichtern soll.

... mehr zu:
»FINO3 »Forschungs-Plattform


Wie Schleswig-Holsteins Wissenschafts- und Wirtschaftsminister Dietrich Austermann heute (26. April) in Husum bei der Übergabe der Förderscheide für FINO3 sagte, sollen auf der Plattform, die 80 Kilometer westlich vor Sylt errichtet wird, insgesamt sieben Forschungs- und Technologie-Projekte verschiedener Unternehmen und Hochschulen ermöglicht werden. Zu diesem Zweck erhielt das Forschungs- und Entwicklungszentrum der Fachhochschule Kiel (FuE-Zentrum FH Kiel GmbH) heute für das so genannte "FINO3"-Projekt zwei Förderbescheide in Höhe von insgesamt 7,9 Millionen Euro. Austermann überreichte Geschäftsführer Björn Lehmann-Matthaei einen Bescheid über 4,3 Millionen Euro und Reinhard Kaiser, Unterabteilungsleiter "Klimaschutz und Erneuerbare Energien" des Bundesumweltministeriums (BMU) einen Bescheid über 3,6 Millionen Euro.

Wie Austermann sagte, soll mit dem Geld vor allem die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen im Bereich Windenergieanlagentechnik erhalten und verbessert werden. "Die Errichtung der ersten Offshore-Pilotprojekte in Nord- und Ostsee wird die Position Schleswig-Holsteins als Zentrum der Windenergie weiter stärken", sagte der Minister.

Die Fördermittel stammen aus dem Regionalprogramm 2000, dem Schleswig-Holstein Fonds und dem Förderprogramm des BMU zur Forschung und Entwicklung im Bereich Windenergie. "Die Hälfte der Zuwendung ist für den Bau und den Betrieb der Forschungsplattform bestimmt. Mit der anderen Hälfte des Geldes werden die sieben Forschungsprojekte der Hochschulen und Unternehmen gefördert", sagte Lehmann-Matthaei.

Bis Mitte des Jahrhunderts sollen Erneuerbare Energien rund die Hälfte des Energieverbrauchs decken. Im Strombereich soll entsprechend dem Beschluss der Bundesregierung der Anteil der Erneuerbaren Energien bis 2010 auf mindestens 12,5 Prozent und bis 2020 auf 20-25 Prozent steigen. Eine aktuelle Bilanz zeigt, dass Deutschland diese Mindestziele erreichen wird und übertreffen dürfte.

Der Offshore-Windenergienutzung kommt nach den Worten von Lehmann-Matthaei dabei eine bedeutende Rolle zu und FINO3 stelle einen Meilenstein für die Zukunft der deutschen Offshore-Windenergienutzung dar.

Für die Realisierung von Offshore-Windparks mit Standorten in großen Wassertiefen und weiten Entfernungen zur Küste liegen weltweit noch keine Erfahrungen vor. Das Projekt FINO3 hat das Ziel, so Lehmann-Matthaei, die dadurch bestehenden Risiken zu verkleinern und den Ausbau der geplanten Offshore-Windparks zu beschleunigen. Die FINO3-Forschungsprojekte lassen neue und verwertbare Ergebnisse besonders im Bereich der Gründungsstrukturen, der Wind- und Wellenlasten, der Blitzgefährdung und in anderen offshore-relevanten Themen erwarten. Das Vorhaben soll im Rahmen der Schwerpunktstrategie des Landes übergreifend auch den Bereich Maritime Wirtschaft einbinden.

Die FuE-Zentrum FH Kiel GmbH ist ein selbständiges, unabhängiges Dienstleistungsunternehmen, das 1995 gegründet wurde. Sie versteht sich als Bindeglied zwischen Wirtschaft und Wissenschaft und bringt die ganze Kompetenz, das wissenschaftliche Know-how der Fachhochschule Kiel und anderer Hochschulen Schleswig-Holsteins sowie deren umfangreiche technische Ausstattung mit unternehmerischem Entwicklungs- und Forschungsbedarf zusammen. Neben Prüf- und Messdienstleistungen führt das Forschungs- und Entwicklungszentrum fachbezogene Projekte in verschiedenen Branchen durch. Auch bei der Akquisition öffentlicher Drittmittel ist es behilflich.

So wurden an der Fachhochschule Kiel zum Beispiel diverse Industrieprojekte für Windenergieanlagenhersteller im Bereich Blitzschutz sowie im Bereich der Rotorblattauslegung durchgeführt. Zudem erforscht die Hochschule zusammen mit mehreren Universitäten und Großforschungsinstituten in einem vom BMBF geförderten Projekt Turbulenzen im Wind.

Kontakt:
FuE-Zentrum FH Kiel GmbH, Björn Lehmann-Matthaei, Schwentinestraße 24, 24149 Kiel, Tel.: 0431 218-4440, Fax: 0431 218-4441, E-Mail: fue-zentrum@fh-kiel-gmbh.de

Das Regionalprogramm 2000 bildet in Schleswig-Holstein in der Förderperiode 2000-2006 das Dach für die EU-Förderung nach dem Ziel 2 aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und der Infrastrukturförderung aus der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" sowie zusätzlichen Landesmitteln. Programmziel ist die Förderung von Wachstum, Innovation und Beschäftigung in strukturschwachen Regionen durch Verbesserung der Standortbedingungen und Stärkung der regionalen wirtschaftlichen Potenziale. Die Europäische Union beteiligt sich mit Fördermitteln in Höhe von ca. 258 Millionen Euro am Ziel 2-Programm des Landes Schleswig-Holstein in den Jahren 2000 - 2006. Das Ziel 2 der EU-Strukturfonds fördert die wirtschaftliche und soziale Umstellung der Gebiete mit Strukturproblemen und wird in Schleswig-Holstein aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) mit 221,75 Millionen Euro sowie dem Europäischen Sozialfonds (ESF) mit 36, 57 Millionen Euro unterstützt.

Fachhochschule Kiel - University of Applied Sciences,
Rektorat, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit,
Leitung: Klaus Nilius
Sokratesplatz 1, 24149 Kiel
Tel. 0431 210-1020, Fax 0431 210-61020
E-Mail: klaus.nilius@fh-kiel.de

Klaus Nilius | idw
Weitere Informationen:
http://www.fh-kiel-gmbh.de
http://www.fh-kiel-gmbh.de/front_content.php

Weitere Berichte zu: FINO3 Forschungs-Plattform

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Geräteschutzschalter erfüllt NEC Class 2
19.05.2017 | PHOENIX CONTACT GmbH & Co.KG

nachricht Elektronikgehäuse für Anzeigeeinheiten
19.05.2017 | PHOENIX CONTACT GmbH & Co.KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)

26.05.2017 | Förderungen Preise

Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

26.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um

26.05.2017 | Gesellschaftswissenschaften