Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Energieverbrauch knapp unter Vorjahresniveau

26.01.2006


Trend zur Energieeffizienz hält an / Erneuerbare Energien wachsen weiter

Mit insgesamt 486 Millionen Tonnen Steinkohleeinheiten (Mio. t SKE) oder 14 238 Petajoule lag der Verbrauch an Primärenergieträgern in Deutschland im vergangenen Jahr nach ersten Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) um 1,3 Prozent unter dem Ergebnis des Vorjahres. Auswirkungen auf den Energieverbrauch hatten sowohl das hohe Preisniveau als auch der Konjunkturverlauf. Das gegenüber dem Vorjahr unveränderte Temperaturniveau hatte hingegen kaum Einfluss. Bei einer um knapp ein Prozent erhöhten Wirtschaftsleistung konnte die Energieeffizienz erneut gesteigert werden.

Der Mineralölverbrauch verringerte sich 2005 in Deutschland um knapp zwei Prozent auf 174,8 Mio. t SKE. Der Verbrauch an Ottokraftstoffen sank um sechs Prozent, der von leichtem Heizöl fiel um fast zwei Prozent. Demgegenüber blieb die Nachfrage nach Dieselkraftstoff nahezu konstant. Kräftig um fast 7 Prozent stieg der Absatz von Flugkraftstoffen. Konjunkturbedingt erhöhte die Industrie ihren Bedarf an Rohbenzin leicht um knapp 1 Prozent. Insgesamt blieb das Mineralöl mit einem Anteil von 36 Prozent an der Energiebilanz der mit Abstand wichtigste Energieträger in Deutschland. Der Erdgasverbrauch lag mit 110,4 Mio. t SKE auf Vorjahresniveau. Einem Zuwachs bei der Stromerzeugung standen Verbrauchsrückgänge im Bereich von Haushalten und Kleinverbrauchern gegenüber. Der Anteil des Erdgases an der Primärenergiebilanz erhöhte sich leicht auf 22,7 Prozent.

Die Steinkohle verzeichnete infolge eines geringeren Einsatzes in den Kraftwerken und der rückläufigen Roheisenerzeugung einen Verbrauchsrückgang um mehr als 5 Prozent auf 62,8 Mio. t SKE. Damit deckte die Steinkohle einen Anteil von 13 Prozent am gesamten Energieverbrauch.

Die Verbrauch von Braunkohle ging wegen geringerer Lieferungen an die Kraftwerke um 3,2 Prozent auf 54,4 Mio. t SKE zurück. Mit einem Anteil von 11,2 Prozent am gesamten Primärenergieverbrauch blieb die Braunkohle der wichtigste heimische Energieträger. Mehr als 90 Prozent der Braunkohlenförderung werden zur Stromerzeugung eingesetzt.

Der Beitrag der Kernenergie zum Primärenergieverbrauch sank um mehr als 2 Prozent auf 60,7 Mio. t SKE. Wasserkraftwerke und Windkraftanlagen erhöhten ihren Beitrag um 3,6 Prozent. Der Beitrag aller regenerativen Energien zum Primärenergieverbrauch stieg auf 4,6 Prozent.

Uwe Maaßen | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.ag-energiebilanzen.de/

Weitere Berichte zu: Energieverbrauch Primärenergieverbrauch SKE Verbrauch

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Neuro-Robotik ermöglicht Querschnittsgelähmten selbstständig zu essen
07.12.2016 | Eberhard Karls Universität Tübingen

nachricht Höhere Energieeffizienz durch Brennhilfsmittel aus Porenkeramik
05.12.2016 | Fraunhofer-Institut für Silicatforschung ISC

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Im Focus: Shape matters when light meets atom

Mapping the interaction of a single atom with a single photon may inform design of quantum devices

Have you ever wondered how you see the world? Vision is about photons of light, which are packets of energy, interacting with the atoms or molecules in what...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Das Universum enthält weniger Materie als gedacht

07.12.2016 | Physik Astronomie

Partnerschaft auf Abstand: tiefgekühlte Helium-Moleküle

07.12.2016 | Physik Astronomie

Bakterien aus dem Blut «ziehen»

07.12.2016 | Biowissenschaften Chemie