Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Erfolgreiche Gründung der Pilotanlage eines Wasserstoffkraftwerks

19.01.2005


NedStack Fuel Cell Technology und Akzo Nobel Base Chemicals teilen die erfolgreiche Gründung und Inbetriebnahme eines PEM-Brennstoffzellen-Systems in der Akzo Nobel Pilotanlage für Chlorelektrolyseverfahren mit. Die gemessene Elektroleistung der Brennstoffzellen beläuft sich in dieser "realen" Bedingung auf 61,8%. Aufbau und Inbetriebnahme der Pilotanlage sind der erste Schritt zur Entwicklung eines Brennstoffzellen-Kraftwerks mit einer Energieleistung von 50 Mw. Die Pilotanlage soll in Rotterdam entstehen, dem wichtigsten Industriegebiet der Niederlande.


In der Akzo Nobel Pilotanlage soll Chlor in einem Chlor-Membranelektrolyseverfahren hergestellt werden. Die Hauptprodukte sind dabei Chlor, Natronlauge und Wasserstoff. NetStack hat Brennstoffzellen mit Protonen-Austauschmembranen installiert, die den in der Anlage erzeugten Wasserstoff in Elektroleistung umwandeln. Die mithilfe der Brennstoffzellen erzeugte Energie wird daraufhin in derselben Anlage für den Elektrolyseprozess verwendet.

NedStack hat mit dem Bau eines zweiten, mit Brennstoffzellen betriebenen Leistungsmoduls mit einer Leistungsspitze von 200 kWe begonnen, das in der Akzo Nobel Herstellungsanlage in Rotterdam Mittes des Jahres 2005 installiert werden soll. Das Brennstoffzellen-Kraftwerk wird mit dem, in einer grossen Chlorelektrolyse-Anlage gewonnen Wasserstoff betrieben. Diese Anlage wiederum verwendet die mithilfe der Brennzellen erzeugte Energie. Auf diese Weise wird eine erhebliche Reduzierung des Nettoenergieverbrauchs erzielt.


Einleitende technische Daten des Brennstoffzellen-Kraftwerks sind:

  • 50 Mw
  • Nennleistung, 200 Mw geschätzte Leistungsspitze der Brennstoffzellen, 60% Elektroleistung,
  • Nullemission, 40.000 Stunden wartungsfreie Betriebszeit der Brennstoffzellen.

Während der Dauer des Projekts werden NedStack und Akzo Nobel ein Pilotleistungsmodul entwickeln und bauen, um die Durchführbarkeit und Zuverlässigkeit des Moduls zu testen, und werden ausserdem das gesamte Brennstoffzellen-Kraftwerk entwerfen. Das niederländische Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben im Rahmen des Energiesparmassnahmen-Programms Edl (Energy Saving through Innovation).

NedStack Fuel Cell Technology BV ist Hersteller hoch entwickelter PEM-Brennstoffzellen-Systeme. PEM-Brennstoffzellen-Systeme werden für Personenkraftwagen und für das öffentliche Transportwesen, für kombinierte Heiz- und Energiegeräte sowie für verschiedene tragbare Anwendungen, in den Brennstoffzellen eingesetzt werden, entwickelt und hergestellt. NedStack verwendet bei der Herstellung seiner Produkte firmeneigene, patentierte Technik. Entwicklungszentrum und Herstellungsstandort des Unternehmens befinden sich in Arnhem, Niederlande.

Akzo Nobel ist ein international führender Hersteller von Arzneimitteln, Farben und Lacken sowie Grund- und Spezialchemikalien. Akzo Nobel Base Chemicals ist führend in der Herstellung von Chlor- und Alkaliprodukten sowie diversen Derivaten. Die Produkte werden in verschieden Herstellungsindustrien eingesetzt: Glas, Chemie, Wasch- und Reinigungsmittel, Faserstoffe & Papier und Plastik. Die wichtigsten Produktionsstätten befinden sich in den Niederlanden - Delfzijl, Hengelo und Rotterdam, in Schweden - Bohus und Skoghall, sowie in Deutschland - Ibbenbüren und Bitterfeld.

Erik Middelman | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.NedStack.com
http://www.basechemicals.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Hochtemperaturspeicher für Ökostrom
13.10.2017 | Technische Hochschule Mittelhessen

nachricht Preisgünstige Batterien aus Abfall-Graphit
11.10.2017 | Empa - Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Smarte Sensoren für effiziente Prozesse

Materialfehler im Endprodukt können in vielen Industriebereichen zu frühzeitigem Versagen führen und den sicheren Gebrauch der Erzeugnisse massiv beeinträchtigen. Eine Schlüsselrolle im Rahmen der Qualitätssicherung kommt daher intelligenten, zerstörungsfreien Sensorsystemen zu, die es erlauben, Bauteile schnell und kostengünstig zu prüfen, ohne das Material selbst zu beschädigen oder die Oberfläche zu verändern. Experten des Fraunhofer IZFP in Saarbrücken präsentieren vom 7. bis 10. November 2017 auf der Blechexpo in Stuttgart zwei Exponate, die eine schnelle, zuverlässige und automatisierte Materialcharakterisierung und Fehlerbestimmung ermöglichen (Halle 5, Stand 5306).

Bei Verwendung zeitaufwändiger zerstörender Prüfverfahren zieht die Qualitätsprüfung durch die Beschädigung oder Zerstörung der Produkte enorme Kosten nach...

Im Focus: Smart sensors for efficient processes

Material defects in end products can quickly result in failures in many areas of industry, and have a massive impact on the safe use of their products. This is why, in the field of quality assurance, intelligent, nondestructive sensor systems play a key role. They allow testing components and parts in a rapid and cost-efficient manner without destroying the actual product or changing its surface. Experts from the Fraunhofer IZFP in Saarbrücken will be presenting two exhibits at the Blechexpo in Stuttgart from 7–10 November 2017 that allow fast, reliable, and automated characterization of materials and detection of defects (Hall 5, Booth 5306).

When quality testing uses time-consuming destructive test methods, it can result in enormous costs due to damaging or destroying the products. And given that...

Im Focus: Cold molecules on collision course

Using a new cooling technique MPQ scientists succeed at observing collisions in a dense beam of cold and slow dipolar molecules.

How do chemical reactions proceed at extremely low temperatures? The answer requires the investigation of molecular samples that are cold, dense, and slow at...

Im Focus: Kalte Moleküle auf Kollisionskurs

Mit einer neuen Kühlmethode gelingt Wissenschaftlern am MPQ die Beobachtung von Stößen in einem dichten Strahl aus kalten und langsamen dipolaren Molekülen.

Wie verlaufen chemische Reaktionen bei extrem tiefen Temperaturen? Um diese Frage zu beantworten, benötigt man molekulare Proben, die gleichzeitig kalt, dicht...

Im Focus: Astronomen entdecken ungewöhnliche spindelförmige Galaxien

Galaxien als majestätische, rotierende Sternscheiben? Nicht bei den spindelförmigen Galaxien, die von Athanasia Tsatsi (Max-Planck-Institut für Astronomie) und ihren Kollegen untersucht wurden. Mit Hilfe der CALIFA-Umfrage fanden die Astronomen heraus, dass diese schlanken Galaxien, die sich um ihre Längsachse drehen, weitaus häufiger sind als bisher angenommen. Mit den neuen Daten konnten die Astronomen außerdem ein Modell dafür entwickeln, wie die spindelförmigen Galaxien aus einer speziellen Art von Verschmelzung zweier Spiralgalaxien entstehen. Die Ergebnisse wurden in der Zeitschrift Astronomy & Astrophysics veröffentlicht.

Wenn die meisten Menschen an Galaxien denken, dürften sie an majestätische Spiralgalaxien wie die unserer Heimatgalaxie denken, der Milchstraße: Milliarden von...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresbiologe Mark E. Hay zu Gast bei den "Noblen Gesprächen" am Beutenberg Campus in Jena

16.10.2017 | Veranstaltungen

bionection 2017 erstmals in Thüringen: Biotech-Spitzenforschung trifft in Jena auf Weltmarktführer

13.10.2017 | Veranstaltungen

Tagung „Energieeffiziente Abluftreinigung“ zeigt, wie man durch Luftreinhaltemaßnahmen profitieren kann

13.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

ESO-Teleskope beobachten erstes Licht einer Gravitationswellen-Quelle

16.10.2017 | Physik Astronomie

Was läuft schief beim Noonan-Syndrom? – Grundlagen der neuronalen Fehlfunktion entdeckt

16.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Gewebe mit Hilfe von Stammzellen regenerieren

16.10.2017 | Förderungen Preise