Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Küstenbewohner: Vorsichtiges Ja zu Offshore-Anlagen

27.06.2001


Greenpeace zieht positive Bilanz der Informationstour zu Windkraftanlagen auf hoher See

Hamburg (ots) - Die Bevölkerung und Touristen der Nordseeinseln stehen dem Bau von Windkraftanlagen auf hoher See überwiegend positiv gegenüber. Dieses Fazit zieht Greenpeace heute zum Abschluss einer vierwöchigen Schiffsinformationstour entlang der Inseln Juist, Borkum, Norderney, Langeoog, Spiekeroog, Wangerooge und Sylt. Greenpeace sieht den Rückhalt bei den Menschen für sogenannte Offshore-Anlagen allerdings nur dann gegeben, wenn die Sicherheit des Schiffsverkehrs und der Tourismus durch die Windparks nicht beeinträchtigt werden.

"Überraschend viele Menschen wollten von uns wissen, inwieweit Windräder auf hoher See zum Klimaschutz beitragen", sagt Sven Teske Energieexperte von Greenpeace. "Für viele war die Möglichkeit, die Windenergie auf hoher See zu nutzen, völlig neu. Fast alle, die unsere Ausstellung und unsere Infoveranstaltungen besucht haben, waren anschließend für Offshore-Anlagen. Das zeigt wie wichtig es ist, breit über die Offshore-Technologie zu informieren und dafür zu werben."

Greenpeace war mit dem historischen Segelschiff "Anna" und dem Aktionsschiff "Beluga" von Insel zu Insel gefahren, um mit einer Ausstellung und bei Podiumsdiskussionen über die Chancen der Windenergienutzung auf hoher See zu informieren. Mehr als 2.000 Menschen besuchten die Greenpeace-Schiffe, über 15.000 Informationsschriften über Offshore-Windkraft wurden verteilt.

Offshore-Anlagen waren in den vergangenen Jahren vor allem von den Bewohnern der Nordseeinseln kritisiert worden, weil sie den freien Blick auf den Horizont störten. Deshalb werden viele Planer ihre Windparks noch weiter vom Festland entfernt errichten. Ein Offshore-Park in 15 Kilometern Entfernung wird dann nur noch an wenigen Tagen im Jahr am Horizont zu erkennen sein. "Die Menschen haben verstanden, dass man die Anlagen kaum sehen wird und Touristen auch künftig freie Sicht aufs Meer haben. Viel wichtiger ist ihnen, dass solche Anlagen nicht die Gefahr von Schiffsunfällen erhöhen", sagt Teske.

Damit die Windenergie auf See umweltverträglich ausgebaut wird, hat Greenpeace ökologische, ökonomische und technische Rahmenbedingungen für die ersten Pilotprojekte erarbeitet. Zur Zeit liegen 10 Anträge für Offshore-Windparks auf der Nordsee und 5 für die Ostsee vor. Die ersten Teilerrichtungsgenehmigungen könnten noch im Laufe dieses Jahres vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrografie in Hamburg ausgesprochen werden.

Sven Teske | ots
Weitere Informationen:
http://www.greenpeace.de

Weitere Berichte zu: Offshore-Anlage Windenergie Windkraftanlage Windpark

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Digitale Messtaster von WayCon – höchst präzise und vielseitig einsetzbar
14.11.2017 | WayCon Positionsmesstechnik GmbH

nachricht FAU-Forscher entwickeln neues Materialsystem für effiziente und langlebige Solarzellen
10.11.2017 | Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Im Focus: «Kosmische Schlange» lässt die Struktur von fernen Galaxien erkennen

Die Entstehung von Sternen in fernen Galaxien ist noch weitgehend unerforscht. Astronomen der Universität Genf konnten nun erstmals ein sechs Milliarden Lichtjahre entferntes Sternensystem genauer beobachten – und damit frühere Simulationen der Universität Zürich stützen. Ein spezieller Effekt ermöglicht mehrfach reflektierte Bilder, die sich wie eine Schlange durch den Kosmos ziehen.

Heute wissen Astronomen ziemlich genau, wie sich Sterne in der jüngsten kosmischen Vergangenheit gebildet haben. Aber gelten diese Gesetzmässigkeiten auch für...

Im Focus: A “cosmic snake” reveals the structure of remote galaxies

The formation of stars in distant galaxies is still largely unexplored. For the first time, astron-omers at the University of Geneva have now been able to closely observe a star system six billion light-years away. In doing so, they are confirming earlier simulations made by the University of Zurich. One special effect is made possible by the multiple reflections of images that run through the cosmos like a snake.

Today, astronomers have a pretty accurate idea of how stars were formed in the recent cosmic past. But do these laws also apply to older galaxies? For around a...

Im Focus: Pflanzenvielfalt von Wäldern aus der Luft abbilden

Produktivität und Stabilität von Waldökosystemen hängen stark von der funktionalen Vielfalt der Pflanzengemeinschaften ab. UZH-Forschenden gelang es, die Pflanzenvielfalt von Wäldern durch Fernerkundung mit Flugzeugen in verschiedenen Massstäben zu messen und zu kartieren – von einzelnen Bäumen bis hin zu ganzen Artengemeinschaften. Die neue Methode ebnet den Weg, um zukünftig die globale Pflanzendiversität aus der Luft und aus dem All zu überwachen.

Ökologische Studien zeigen, dass die Pflanzenvielfalt zentral ist für das Funktionieren von Ökosys-temen. Wälder mit einer höheren funktionalen Vielfalt –...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungen

Roboter für ein gesundes Altern: „European Robotics Week 2017“ an der Frankfurt UAS

17.11.2017 | Veranstaltungen

Börse für Zukunftstechnologien – Leichtbautag Stade bringt Unternehmen branchenübergreifend zusammen

17.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten

IHP präsentiert sich auf der productronica 2017

17.11.2017 | Messenachrichten

Roboter schafft den Salto rückwärts

17.11.2017 | Innovative Produkte