Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Kosteneffektive Konfigurationen von solarhybriden Kraftwerken

23.11.2004


Die angemessene Konstruktion von Solarkraftwerken ist eine der treibenden Kräfte bei der Weiterentwicklung und breiteren Nutzung von grünem Strom, dies gilt insbesondere für die Mittelmeerländer. Im Rahmen des SOLGATE-Projektes wurden kostenoptimierte solarhybride Stromnetzkonfigurationen in drei speziell ausgewählten Stromstärken untersucht und das Potenzial zur Kostensenkung solcher Systeme überprüft.


Im Rahmen dieses Projekt hat man sich auf die Entwicklung eines solarhybriden Stromnetzes mit direkter Beheizung der Gasturbinendruckluft konzentriert. Die Nutzung von kostenloser Solarenergie in Verbindung mit hocheffizienten kombinierten Kreislaufsystemen bzw. regenerierten Gasturbinen kann zu erheblichen Kostensenkungen im Bereich der Solarstromerzeugung führen.

In diesem Zusammenhang wurden drei verschiedene Gasturbinen zum Bau solarhybrider Kraftwerksprototypen für die kommerzielle Nutzung mit einem Leistungsbereich von 1MWe bis 20MWe ausgewählt. Eine der Optionen war dabei der Betrieb von PGT10 in Form einer kombinierten Kreislauf-Gasturbine (16100MW und 45% Effizienz). Zur Insolation dieser Turbinen wurden druckaufgeladene Solarreceiver für niedrige (maximal 600°C), mittlere (maximal 800°C) und hohe (maximal 1000°C) Temperaturen mit Sekundärkonzentratoren eingesetzt.

Das genutzte Konzentrationssystem umfasste einen Glas-Metall-Heliostat, und der Solaranteil von solarisierten Kraftwerksprototypen lag im Bereich von 38%-88%. Auf der Grundlage des optimierten Systementwurfs lieferten die jährlichen Leistungssimulationen wertvolle Informationen zum technischen, ökonomischen und ökologischen Potenzial der Kraftwerksprototypen. Diese Informationen wurden unter realistischen Standortbedingungen und durch den Einsatz zuverlässiger, aktueller Kostenannahmen gewonnen.


Je nach Systemgröße und -standort lag die solare elektrische Effizienz zwischen 14% und 19%. Insbesondere bei der Hochtemperaturkonfiguration von PGT10 konnten bis zu 0,15t/MWh CO2-Emissionen vermieden werden. Bei der Mitteltemperaturkonfiguration von PGT10 mit einem Solaranteil von 16% bei ganztägigem Betrieb waren die durchschnittlich angepassten Stromkosten sehr gering (0,06 Euro/kWh). Die inkrementellen Kosten für den Solarbeitrag mit Hinblick auf den Solarenergieanteil beliefen sich auf ca. 0,118 Euro/kWh.

Darüber hinaus hat der Systembetrieb während Sonnenstunden mit einer erhöhten Receivertemperatur eine bedeutende Zunahme des Solaranteils (ca. 53% für die Hochtemperaturkonfiguration) zur Folge. Diese Ergebnisse wurden in einem frei erhältlichen Projektbericht und in verschiedenen Beiträgen veröffentlicht, die belegen, dass die neue Technologie solarhybrider Gasturbinensysteme eine wichtige Möglichkeit zur Erzeugung erneuerbarer Energien ist.

Kontaktangaben

Juan Enrile
Solucar Energia, S.A.
Avenida de la Buhaira, 2
41018 Sevilla, Spanien
Tel: +34-95-4937439
Fax: +34-95-4937017
Email: juan.enrile@solucar.abengoa.com

Juan Enrile | ctm
Weitere Informationen:
http://www.solucar.es

Weitere Berichte zu: Effizienz Kraftwerksprototyp PGT10

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Forscher entwickeln effizientere Systeme für Brennstoffzellen und Kraft-Wärme-Kopplung
19.04.2017 | EWE-Forschungszentrum für Energietechnologie e. V.

nachricht Forscher entwickeln Elektrolyte für Redox-Flow-Batterien aus Lignin aus der Zellstoffherstellung
18.04.2017 | Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: TU Chemnitz präsentiert weltweit einzigartige Pilotanlage für nachhaltigen Leichtbau

Wickelprinzip umgekehrt: Orbitalwickeltechnologie soll neue Maßstäbe in der großserientauglichen Fertigung komplexer Strukturbauteile setzen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesexzellenzclusters „Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" (MERGE) und des Instituts für...

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Tag der Immunologie - 29. April 2017

28.04.2017 | Veranstaltungen

Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru

28.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Über zwei Millionen für bessere Bordnetze

28.04.2017 | Förderungen Preise

Symbiose-Bakterien: Vom blinden Passagier zum Leibwächter des Wollkäfers

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wie Pflanzen ihre Zucker leitenden Gewebe bilden

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie