Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Masterflex stellt Brennstoffzellenfahrrad vor

30.04.2004


Der Hertener Brennstoffzellenhersteller Masterflex hat auf der Hannover-Messe ein brennstoffzellengetriebenes Elektrofahrrad vorgestellt. Die für den Antrieb verwendete PEM-Brennstoffzelle leistet 250 Watt und wird von einem Metallhydridspeicher mit Wasserstoff versorgt. Mit einer Tankfüllung kommt der auf einem kommerziell erhältlichen Elektrofahrrad basierende Prototyp 120 Kilometer weit.



Betankt werden kann der insgesamt 45 Gramm Wasserstoff fassende Metallhydridspeicher innerhalb von etwa einer Stunde über frei im Handel erhältliche Druckgasflaschen. Eine 10-Liter-Flasche ermöglicht etwa sechs Tankfüllungen, erläutert Projektleiter Willfried Müller. Die zwei Speicherpatronen sind unter dem Gepäckträger angebracht, während der Brennstoffzellenstack und der Motor im Rahmen platziert sind.



Die Höchstgeschwindigkeit des Rads liegt bei mehr als 40 Kilometern pro Stunde – für den Betrieb als Fahrrad mit elektrischem Hilfsantrieb ist die Geschwindigkeit jedoch bei 25 Kilometer pro Stunde abgeregelt. Gegenüber dem mit einem Akku ausgestatteten Serienmodell ermöglicht die Brennstoffzelle eine fünffach höhere Reichweite. Damit könne das Fahrzeug besonders für professionelle Anwendungen interessant sein, beispielsweise als Werksfahrrad für große Industrieunternehmen, so Müller.

2005 will Masterflex die ersten brennstoffzellengetriebenen Elektrofahrräder auf den Markt bringen, kündigt das Unternehmen an. Der Brennstoffzellenhersteller hat dazu eine Zusammenarbeit mit dem Berliner Radhersteller Veloform vereinbart. Gedacht ist an die Entwicklung so genannter Cargobikes. Das sind zwei- oder dreirädige Fahrzeuge für den Transport kleinerer Lasten. "Das Design ist noch offen", berichtet Stefan Schulte, Produktmanager bei Masterflex. Fest steht, dass sie von dem 250-Watt-Brennstoffzellensystem angetrieben werden, wie es Masterflex auf der Messe vorgestellt hat. Dies ist die Leistungsgrenze, bis zu der das Fahrzeug noch als Fahrrad mit Hilfsmotor zugelassen werden kann.

Bei der Versorgung mit Wasserstoff will sich Masterflex zwei Optionen offen halten: Neben dem System mit Metallhydridtanks wird auch an Druckgastanks für das Brenngas gedacht. Diese sollen als kleine Wechsel-Kartuschen zentral befüllt und über ein Vertriebsnetz verteilt werden. Masterflex verlässt sich dabei auf ein Projekt, das die nordrhein-westfälische Landesregierung nun mit der Firma Air Liquide auf den Weg gebracht hat. Dabei werden die Kartuschen mit einem Volumen von bis zu zwei Litern in einer Abfüllstation bei Drücken von bis zu 700 bar befüllt.

Ulrich Dewald | Initiative Brennsoffzelle
Weitere Informationen:
http://www.initiative-brennstoffzelle.de/de/ibz/live/nachrichten/detail/115.html

Weitere Berichte zu: Masterflex Metallhydridspeicher Tankfüllung Wasserstoff

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht DFKI-Roboter erkunden autonom Lavahöhlen auf Teneriffa
21.11.2017 | Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH, DFKI

nachricht Digitale Messtaster von WayCon – höchst präzise und vielseitig einsetzbar
14.11.2017 | WayCon Positionsmesstechnik GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kleine Strukturen – große Wirkung

Innovative Schutzschicht für geringen Verbrauch künftiger Rolls-Royce Flugtriebwerke entwickelt

Gemeinsam mit Rolls-Royce Deutschland hat das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS im Rahmen von zwei Vorhaben aus dem...

Im Focus: Nanoparticles help with malaria diagnosis – new rapid test in development

The WHO reports an estimated 429,000 malaria deaths each year. The disease mostly affects tropical and subtropical regions and in particular the African continent. The Fraunhofer Institute for Silicate Research ISC teamed up with the Fraunhofer Institute for Molecular Biology and Applied Ecology IME and the Institute of Tropical Medicine at the University of Tübingen for a new test method to detect malaria parasites in blood. The idea of the research project “NanoFRET” is to develop a highly sensitive and reliable rapid diagnostic test so that patient treatment can begin as early as possible.

Malaria is caused by parasites transmitted by mosquito bite. The most dangerous form of malaria is malaria tropica. Left untreated, it is fatal in most cases....

Im Focus: Transparente Beschichtung für Alltagsanwendungen

Sport- und Outdoorbekleidung, die Wasser und Schmutz abweist, oder Windschutzscheiben, an denen kein Wasser kondensiert – viele alltägliche Produkte können von stark wasserabweisenden Beschichtungen profitieren. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben Forscher um Dr. Bastian E. Rapp einen Werkstoff für solche Beschichtungen entwickelt, der sowohl transparent als auch abriebfest ist: „Fluoropor“, einen fluorierten Polymerschaum mit durchgehender Nano-/Mikrostruktur. Sie stellen ihn in Nature Scientific Reports vor. (DOI: 10.1038/s41598-017-15287-8)

In der Natur ist das Phänomen vor allem bei Lotuspflanzen bekannt: Wassertropfen perlen von der Blattoberfläche einfach ab. Diesen Lotuseffekt ahmen...

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Tagung widmet sich dem Thema Autonomes Fahren

21.11.2017 | Veranstaltungen

Neues Elektro-Forschungsfahrzeug am Institut für Mikroelektronische Systeme

21.11.2017 | Veranstaltungen

Raumfahrtkolloquium: Technologien für die Raumfahrt von morgen

21.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Wasserkühlung für die Erdkruste - Meerwasser dringt deutlich tiefer ein

21.11.2017 | Geowissenschaften

Eine Nano-Uhr mit präzisen Zeigern

21.11.2017 | Physik Astronomie

Zentraler Schalter

21.11.2017 | Biowissenschaften Chemie