Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Die EU will den Energieverbrauch von Elektrogeräten im Stand-by-Betrieb senken

23.07.2008
Die BAM koordiniert die Umsetzung in Deutschland

Die EU-Mitgliedstaaten stimmten am 7. Juli 2008 dem Kommissionsvorschlag zur Senkung des Energieverbrauchs von Elektrogeräten im Stand-by-Betrieb zu.

Betroffen sind alle in Europa verkauften Haushalts- und Bürogeräte. Diese Verordnung der EU ist die erste gesetzliche Anforderung an Produkte innerhalb der Ökodesign-Richtlinie. Sie ist ein konkreter Beitrag zur Energieeffizienz, zum Klimaschutz und zur Verbrauchskostensenkung. Hersteller erklären mit der CE-Kennzeichnung, dass ihr Produkt alle geltenden europäischen Vorschriften einhält.

Die BAM Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung hat seit Mitte 2007 am Inhalt der neuen Verordnung mitgearbeitet. Wenn das EU-Parlament zustimmt, gelten ab ca. 2010 verpflichtende Höchstwerte von einem Watt für den Stromverbrauch im Standby-Betrieb und bei ausgeschalteten Geräten. Drei Jahre später wird der Grenzwert halbiert. Damit sollen diese Energieverluste in der EU bis 2020 um fast 75 %, das sind ca. 35 Terawattstunden pro Jahr, reduziert werden. Diese Einsparung entspricht dem 1,3-fachen der deutschen Stromerzeugung aus Windkraft im Jahr 2005 oder der jährlichen Stromlieferung dreier moderner Atomreaktoren.

Die EU-Kommission plant weitere Verordnungen, die die Umweltbelastung durch z. B. PCs, Monitore, Drucker, Scanner und Kopierer, Fernsehgeräte, Kühl- und Tiefkühlgeräte, Geschirrspüler, Waschmaschinen und Wäschetrockner sowie Warmwasserbereiter und Heizkessel verringern sollen. Diese Geräte bieten große Chancen zum Energiesparen, ohne die Funktion einzuschränken, wenn dieses Ziel schon bei der Entwicklung beachtet wird.

Die Ökodesign-Richtlinie wird durch das Energiebetriebene-Produkte-Gesetz (EBPG) in deutsches Recht umgesetzt. Das EBPG ist am 7. März 2008 in Kraft getreten. Die BAM ist darin als beauftragte Stelle benannt und vertritt, zusammen mit dem Umweltbundesamt (UBA) sowie den Wirtschafts- und Umweltministerien, Deutschland bei der Erarbeitung von Ökodesign-Vorschriften gegenüber der EU.

Vorschau:
Der Internationale Kongress "Electronics Goes Green 2008" behandelt Themen rund um die Ökodesign-Richtlinie. Dr. Floris Akkerman, ein Experte der BAM berichtet auf dem Kongress über die ersten Erfahrungen in Deutschland. Dem Kongress ist ein Messebereich angegliedert. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie betreibt mit der BAM einen gemeinsamen Messestand."Electronics Goes Green 2008" findet vom 7. bis 10. September 2008 in Berlin statt.
Auskünfte:
Dr. Floris Akkerman
BAM-Fachgruppe IV.3 Abfallbehandlung und Altlastensanierung
Telefon: +49 30 8104-3810
Mail: ebpg@bam.de
URL dieser Pressemitteilung: http://www.idw-online.de/pages/de/news271832

Dr. Ulrike Rockland | idw
Weitere Informationen:
http://www.bam.de
http://www.ebpg.bam.de

Weitere Berichte zu: Elektrogerät Energieverbrauch Stand-by-Betrieb

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Mit unkonfektionierten Kabeln durch die Schaltschrankwand
26.06.2017 | PHOENIX CONTACT GmbH & Co.KG

nachricht Gehäuse für schwere Steckverbinder in platzsparender Ausführung
26.06.2017 | PHOENIX CONTACT GmbH & Co.KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zu aktuellen Fragen der Stammzellforschung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Fraunhofer FKIE ist Gastgeber für internationale Experten Digitaler Mensch-Modelle

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Mainzer Physiker gewinnen neue Erkenntnisse über Nanosysteme mit kugelförmigen Einschränkungen

27.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wave Trophy 2017: Doppelsieg für die beiden Teams von Phoenix Contact

27.06.2017 | Unternehmensmeldung

Warnsystem KATWARN startet international vernetzten Betrieb

27.06.2017 | Informationstechnologie