Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Die Kraft der Sonne nutzen

21.07.2008
Christian Doppler Pilotlabor für Nanokomposit Solarzellen eröffnet an der TU Graz

Sonne tut nicht nur gut, sie tut auch Gutes: Fossile Rohstoffe sind knapp, umweltfreundliche alternative Energiequellen daher dringend gefragt.

Im neuen Christian Doppler (CD) Pilotlabor für Nanokomposit-Solarzellen an der TU Graz arbeiten Forscher der TU-Institute für Chemische Technologie von Materialien sowie für Elektronenmikroskopie und Feinstrukturanalyse und der NanoTecCenter Weiz Forschungsgesellschaft nun an der nächsten Generation von Solarzellen, die sich aus anorganischen und organischen Halbleiterphasen zusammensetzen.

Das soll verbesserte Materialeigen-schaften bringen und ermöglichen, Zellen künftig günstiger zu erzeugen. Industriepartner ist die ISOVOLTA AG. Das CD-Labor wird am 28. Juli 2008 an der TU Graz eröffnet.

... mehr zu:
»Solarzelle

Der Akku von Handy oder Fotoapparat geht plötzlich unterwegs aus. Heute noch ärgerlich, künftig aber in der Vision steirischer Forscher leicht lösbar: Der Eigentümer zieht einfach seine ausrollbare Solarzelle aus der Tasche und nutzt die Kraft der Sonne, um den Akku wieder zu laden.

"Unser Ziel ist es, leicht verarbeitbare, flexible Solarzellen zu entwickeln, die günstiger sind als die aktuell verfügbaren Produkte", fasst Georg Trimmel, Leiter des neuen Christian Doppler Pilotlabors für Nanokomposit Solarzellen, zusammen. Gelingen soll das durch eine Mischung von kristallinen und Polymer-Halbleiterphasen. "Heute werden fast ausschließlich anorganische Materialien zur Solarzellen-Erzeugung verwendet, Mischungen sind bis dato noch im Entwicklungsstadium", so Trimmel, der am Institut für Chemische Technologie von Materialien der TU Graz tätig ist.

Staubkorn stört

Die Wissenschafter wollen in ihrer Arbeit Solarzellen im kleinen Rahmen selbst herstellen und testen. Am TU-Institut für Elektronenmikroskopie und Feinstruktur-analyse nehmen die Kollegen die Struktur der dünnen Schichten dann genau "unter die Lupe": "Wir arbeiten mit Elektronenmikroskopen, da eine Nanokomposit-Schicht nur rund 200 Nanometer dick ist - das ist etwa 500 mal dünner als ein Blatt Papier", veranschaulicht Trimmel. Bei so dünnen Schichten stört selbst ein Staubkorn: "Im Vergleich zu unseren Nanoschichten sind Staubpartikel riesig und können sogar die Funktionalität beeinträchtigen." Um Verunreinigungen auszuschließen testen Wissenschafter die Solarzellen in einem Reinraum im NanoTecCenter Weiz, wo sie die einzelnen Zellen auch zu Modulen zusammenbauen. Ziel der Arbeiten der Forscher ist, neue Materialien für Anwendungen in der Photovoltaik bereitzustellen und damit die industrielle Herstellung von neuen Solarzellen und Solarmodulen zu ermöglichen.

Eröffnung Christian Doppler Pilotlabor für Nanokompositsolarzellen
Zeit: Montag, 28. Juli, 11 Uhr
Ort: TU Graz, Petersgasse 14, Seminarraum BKEG 053
Rückfragen:
Dipl.-Ing. Dr.techn. Gregor Trimmel
Institut für Chemische Technologie von Materialien
Email: gregor.trimmel@tugraz.at
Tel: +43 (0) 316 873 8458

Alice Senarclens de Grancy | idw
Weitere Informationen:
http://www.tugraz.at

Weitere Berichte zu: Solarzelle

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Weltweit erste Solarstraße in Frankreich eingeweiht
16.01.2017 | Wissenschaftliche Abteilung, Französische Botschaft in der Bundesrepublik Deutschland

nachricht Greifswalder Plasmaforscher erforschen Nanomaterialien für effiziente Energiespeicherung
13.01.2017 | Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Erforschung von Elementarteilchen in Materialien

Laseranregung von Semimetallen ermöglicht die Erzeugung neuartiger Quasiteilchen in Festkörpersystemen sowie ultraschnelle Schaltung zwischen verschiedenen Zuständen.

Die Untersuchung der Eigenschaften fundamentaler Teilchen in Festkörpersystemen ist ein vielversprechender Ansatz für die Quantenfeldtheorie. Quasiteilchen...

Im Focus: Studying fundamental particles in materials

Laser-driving of semimetals allows creating novel quasiparticle states within condensed matter systems and switching between different states on ultrafast time scales

Studying properties of fundamental particles in condensed matter systems is a promising approach to quantum field theory. Quasiparticles offer the opportunity...

Im Focus: Mit solaren Gebäudehüllen Architektur gestalten

Solarthermie ist in der breiten Öffentlichkeit derzeit durch dunkelblaue, rechteckige Kollektoren auf Hausdächern besetzt. Für ästhetisch hochwertige Architektur werden Technologien benötigt, die dem Architekten mehr Gestaltungsspielraum für Niedrigst- und Plusenergiegebäude geben. Im Projekt »ArKol« entwickeln Forscher des Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern aktuell zwei Fassadenkollektoren für solare Wärmeerzeugung, die ein hohes Maß an Designflexibilität erlauben: einen Streifenkollektor für opake sowie eine solarthermische Jalousie für transparente Fassadenanteile. Der aktuelle Stand der beiden Entwicklungen wird auf der BAU 2017 vorgestellt.

Im Projekt »ArKol – Entwicklung von architektonisch hoch integrierten Fassadekollektoren mit Heat Pipes« entwickelt das Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern...

Im Focus: Designing Architecture with Solar Building Envelopes

Among the general public, solar thermal energy is currently associated with dark blue, rectangular collectors on building roofs. Technologies are needed for aesthetically high quality architecture which offer the architect more room for manoeuvre when it comes to low- and plus-energy buildings. With the “ArKol” project, researchers at Fraunhofer ISE together with partners are currently developing two façade collectors for solar thermal energy generation, which permit a high degree of design flexibility: a strip collector for opaque façade sections and a solar thermal blind for transparent sections. The current state of the two developments will be presented at the BAU 2017 trade fair.

As part of the “ArKol – development of architecturally highly integrated façade collectors with heat pipes” project, Fraunhofer ISE together with its partners...

Im Focus: Mit Bindfaden und Schere - die Chromosomenverteilung in der Meiose

Was einmal fest verbunden war sollte nicht getrennt werden? Nicht so in der Meiose, der Zellteilung in der Gameten, Spermien und Eizellen entstehen. Am Anfang der Meiose hält der ringförmige Proteinkomplex Kohäsin die Chromosomenstränge, auf denen die Bauanleitung des Körpers gespeichert ist, zusammen wie ein Bindfaden. Damit am Ende jede Eizelle und jedes Spermium nur einen Chromosomensatz erhält, müssen die Bindfäden aufgeschnitten werden. Forscher vom Max-Planck-Institut für Biochemie zeigen in der Bäckerhefe wie ein auch im Menschen vorkommendes Kinase-Enzym das Aufschneiden der Kohäsinringe kontrolliert und mit dem Austritt aus der Meiose und der Gametenbildung koordiniert.

Warum sehen Kinder eigentlich ihren Eltern ähnlich? Die meisten Zellen unseres Körpers sind diploid, d.h. sie besitzen zwei Kopien von jedem Chromosom – eine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Über intelligente IT-Systeme und große Datenberge

17.01.2017 | Veranstaltungen

Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?

16.01.2017 | Veranstaltungen

14. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

12.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Erforschung von Elementarteilchen in Materialien

17.01.2017 | Physik Astronomie

Wasser - der heimliche Treiber des Kohlenstoffkreislaufs?

17.01.2017 | Geowissenschaften

Kieselalge in der Antarktis liest je nach Umweltbedingungen verschiedene Varianten seiner Gene ab

17.01.2017 | Biowissenschaften Chemie