Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Schavan: "Hightech-Strategie gibt IKT-Entwicklung Schubkraft"

04.03.2008
Bundesforschungsministerin zieht bei CeBIT positive Bilanz

"Die Hightech-Strategie der Bundesregierung zeigt Wirkung. Die Unternehmen der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) engagieren sich in Partnerschaft mit der Wissenschaft zunehmend mit Ideen und Impulsen für eine direkte Umsetzung von Forschungsergebnissen in Produkte, Dienstleistungen und Verfahren sowie für deren schnelle Verbreitung", sagte Bundesministerin Annette Schavan anlässlich der heutigen Eröffnung des Future-Parc auf der CeBIT 2008.

Besonders hervorzuheben sei das finanzielle Engagement der Wirtschaft in einigen Bereichen.

In umfangreichen Innovationsallianzen steuert die Industrie bis zur fünffachen Menge des Geldes bei, welches das Bundesforschungsministerium als Fördermittel bereitstellt. Das heißt, ein Euro Förderung des BMBF mobilisiert bis zu fünf Euro entlang der Wertschöpfungskette in der Industrie.

Die Informations- und Kommunikationstechnologien stehen innerhalb der 17 Innovationsfelder der Hightech-Strategie an besonderer Stelle. Schavan: "Sie bilden die technologische Basis für unsere Informations- und Wissensgesellschaft. Sie sind der Innovationsmotor Nr. 1." Das anlässlich der CeBIT 2007 vorgestellte BMBF-Programm "IKT 2020 - Forschung für Innovationen", das Teil der Umsetzung der Hightech-Strategie ist, hat während seiner einjährigen Laufzeit bereits deutliche Aktivitäten entfaltet. So wurden fünf IKT-Innovationsallianzen gestartet bzw. werden in Kürze gestartet sowie die Beteiligung an einer Innovationsallianz im Medizintechnikbereich. Sie mobilisieren mit insgesamt 274 Mio. Euro Fördermitteln 1.480 Mio. Euro Eigenmittel der Industrie. Schavan: "Dies ist ein schöner Erfolg, insbesondere auch mit Blick auf das Lissabon-Ziel, 3 Prozent vom Bruttosozialprodukt im Jahr 2010 für Forschung und Entwicklung einzusetzen.

Kleine und mittlere Unternehmen auf der Überholspur

Besonderen Stellenwert nimmt innerhalb des Programms IKT 2020 die Förderung der IKT-Wirtschaft bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) ein. Mit der BMBF-Förderinitiative KMU-innovativ, im Fall der Informations- und Kommunikationstechnologien "KMU-innovativ: IKT", wurde ein zentrales Instrument der Hightech-Strategie für Deutschland zur stärkeren Innovationsbeteiligung von kleinen und mittleren Unternehmen realisiert. Die Beantragung und Bewilligung von Fördermitteln wurde spürbar beschleunigt und vereinfacht. Besonders KMU-freundliche Förderkriterien sorgen dafür, dass auch junge Unternehmen der IKT-Branche ihre Ideen unbürokratisch verwirklichen können. "Die bisherige Resonanz auf diese KMU-Fördermaßnahme war außerordentlich erfreulich, so dass ich beabsichtige, die Fördermittel zu verdoppeln", sagte Ministerin Schavan. Bisher wurden 285 Ideenskizzen für Projektverbünde eingereicht. Daran waren 825 Projektpartner aus der Wirtschaft (482 KMU) und Wissenschaft beteiligt.

Ein weiteres Indiz für die Bedeutung der Informations- und Kommunikationstechnologien als Innovationstreiber stellt das Ergebnis der ersten Runde des zur Zeit laufenden BMBF-Spitzencluster-Wettbewerbs dar: Von den 38 vorgeschlagenen Cluster kommen neun (entsprechend 24 Prozent) aus dem IKT-Bereich.

Für KMU, aber auch andere Unternehmen und die Wissenschaft ist heute Spitzenforschung ohne elektronische Infrastruktur nicht mehr denkbar. Nur auf dieser Grundlage können die notwendigen IT-Dienstleistungen - u. a. als Grid, Utility Computing oder Software as a Service (SaaS) bezeichnet - genutzt werden, durch die der weltweite, transparente Zugriff auf Datenspeicher, Supercomputer, Programme und Messinstrumente ermöglicht wird. Die technische Ausstattung am jeweiligen Standort des Forschers ist nicht mehr der limitierende Faktor, da mit diesen IT-Dienstleistungen über das Internet eine vernetzte Service-Umgebung bereitgestellt wird. Im Rahmen der Hightech-Strategie treibt das BMBF den Aufbau eines D-Grid deshalb weiter voran mit dem Ziel einer nachhaltigen D-Grid-Infrastruktur. Aktuell werden über 150 Projekte mit einem finanziellen Volumen von mehr als 80 Mio. Euro gefördert.

Auf dieser Basis wird allen Forschergruppen z. B. auch die rechnerische Simulation komplexer Vorgänge ermöglicht. Die Simulation stellt inzwischen neben Theorie und Experiment die dritte Säule in Forschung und Entwicklung dar. Schavan: "Das Vorhandensein und der stetige Ausbau einer Hoch- und Höchstleistungsrechnerinfrastruktur in Deutschland sorgt in der modernen Wissenschaft für den entscheidenden Wissensvorsprung und für innovative Wirtschaftsbereiche für den entscheidenden Wettbewerbsvorteil." Das BMBF hat den Anstoß dazu gegeben, gemeinsam mit den deutschen Hoch- und Höchstleistungsrechenzentren und den beteiligten Bundesländern ein gemeinsames Konzept zu entwickeln, das im Februar 2007 zur Gründung des Gauß-Zentrums für Supercomputing führte. Das Gauß-Zentrum bildet wiederum die Grundlage für ein erfolgreiches gemeinsames Auftreten in Europa zum Aufbau eines weltweit führenden Supercomputer-Zentrums an verteilten Standorten.

Nachwuchswissenschaftler sollen sich international noch besser vernetzen

"Die besten zündenden Ideen nützen nichts, wenn nicht auch kluge Köpfe diese in Deutschland in Innovationen und letztendlich Arbeitsplätze umsetzen. Es ist deshalb ebenfalls ein Ziel der Hightech-Strategie der Bundesregierung, die Forschungs- und Innovationskompetenz des Standorts Deutschlands durch internationale Kooperation zu steigern," sagte Ministerin Schavan. Hierzu ist es unerlässlich, dass sich Forscherinnen und Forscher in Deutschland noch stärker als bisher international vernetzen und sich dem globalen Wissenswettbewerb stellen. Auslandsaufenthalte von hochqualifizierten Nachwuchswissenschaftlern des IKT-Bereichs bilden hier ein wesentliches Element. Der seit zwei Jahrzehnten laufende erfolgreiche Austausch mit dem International Computer Science Institute (ICSI) in Berkeley zeigt, dass Auslandsaufenthalte deutscher IT-Nachwuchswissenschaftler besonders effektiv im Hinblick auf die Erschließung und Anwendung ausländischer Wissenspotenziale sind. Speziell im IKT-Bereich soll deshalb das Nachwuchs-Eliteprogramm für Postdoc-Informatiker ausgebaut werden und neben dem ICSI auch ein IKT-Exzellenzzentrum in Fernost mit einbezogen werden.

Die vorgenannten Maßnahmen belegen, dass und wie die Hightech-Strategie im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien greift. Ministerin Schavan: "Ich bin zuversichtlich, dass der Innovationsstandort Deutschland seine Chancen im globalen Wettbewerb nutzt!"

| BMBF Newsletter
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de/press/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie CeBIT 2008:

nachricht Professionelles Drucken für Windows Server 2008
10.03.2008 | ThinPrint GmbH

nachricht Verbesserte Diagnostik von Herzrhythmusstörungen
10.03.2008 | Vitaphone GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: CeBIT 2008 >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie