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Fünf neue Softwarekomponenten stellt die Forschungsgruppe Datennetze der FH Köln auf der CeBIT 2007 vor

09.03.2007
NetGage, NetCon, NetGen, NetPhone und NetAccount heissen die Neuentwicklungen, die die Forschungsgruppe Datennetze der Fachhochschule Köln auf dem Gemeinschaftsstand Innovationsland NRW der CeBIT vorstellt (Halle 9, Stand C/16). Diese neuen Softwarekomponenten sind Ergebnisse des Forschungsprojekts QoSSIP (Quality-of-Service-in-SIP-basierten Next-Generation Networks), das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird.

In diesem Forschungsprojekt entwickeln die Kölner Forscher u. a. Design- und Konfigurationsempfehlungen für Serviceprovider und Netzbetreiber, mit denen man die Qualität von Multimediadaten über mehrere Netzgrenzen hinweg und in verschiedenen Netztechnologien (ADSL, WLAN, gemanagte IP-Netze, Internet, Satellitenstrecken) steuern kann.

Hinzu kommen Messmethoden und Abrechnungsverfahren für qualitativ steuerbare Kommunikationsdienste in modernen heterogenen IP-Netzen mit DSL-Zugang, WLAN, Mobilfunk und Triple-Play (IP TV). Als Verbundprojekt wird QoSSIP gemeinsam mit der Fachhochschule Frankfurt, Forschungsgruppe Telekommunikation, Arcor, HEAG Medianet, JDSU, Tecon und dem Fraunhofer Institut für Offene Kommunikationssysteme FOKUS SatCom durchgeführt. Leiter der Forschungsgruppen sind Prof. Dr. Andreas Grebe (FH Köln) und Prof. Dr. Ulrich Trick (FH Frankfurt). Die CeBIT findet vom 15. bis 21. März 2007 in Hannover statt

Die Internettelefonie (Voice-over-IP (VoIP)) erlebt zurzeit einen großen Aufschwung und ist Zieltechnologie künftiger Fest- und Mobilnetze (Next Generation Networks). Doch bevor diese neue Technologie die derzeit bekannten Dienste ersetzen kann, müssen einige technische Probleme gelöst werden, die vor allem bei der Zusammenschaltung von Netzen verschiedener Betreiber auftreten. So können etwa Telefonteilnehmer für Notrufe nicht lokalisiert werden und die Gespräche sind nicht gegen Abhören geschützt. Zudem ist die gleichbleibende Qualität eines Telefonats oder einer Videokonferenz über das Internet derzeit nicht gewährleistet. Um letzteres sicherzustellen entwickelten die Kölner Forscher die neue Softwarekomponente NetCon, die es ermöglicht, über Netzgrenzen hinweg Netzelemente so zu konfigurieren, dass gewisse Dienste bevorzugt behandelt werden.

IP-basierte Netze bestehen aus einer Vielzahl heterogener Netze, die getrennt voneinander verwaltet werden. Gerade Echtzeitanwendungen wie die Internettelefonie (VoIP) oder das Internet-Fernsehen (IPTV) müssen in IP-Netzen bevorzugt behandelt werden, um einen qualitativ hochwertigen Empfang sicherzustellen. Geschieht dies nicht, kann eine einzige überlastete Strecke bereits zu erheblichen Qualitätseinbußen führen. Wird dieses Risiko ausgeschlossen, könnte es für Unternehmen sehr attraktiv sein komplett auf Internettechnik umzusteigen. Auf dem CeBIT- Stand können die Besucherinnnen und Besucher mit der Neuentwicklung NetGen selbst gewisse Netzparameter ändern und so hautnah erfahren, welche Auswirkungen diese Änderungen auf die Qualität der Anwendungen wie etwa Voice-over-IP (VoIP) haben.

Das Forschungsprojet QoSSIP ist in der Fachhochschule Köln am Forschungsschwerpunkt Next Generation Services in Heterogeneous Network Infrastructures (NEGSIT) angesiedelt. Ziel des gemeinsam mit der Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg betriebenen Forschungsschwerpunktes ist die Konzeption, Entwicklung, Realisierung und Leistungsbewertung innovativer Dienste auf der Basis sicherer bestehender oder zukünftiger Kommunikationsnetze.

Weitere Informationen
Fachhochschule Köln
Institut für Nachrichtentechnik
Forschungsgruppe Datennetze
Prof. Dr. Andreas Grebe
E-Mail: andreas.grebe@fh-koeln.de

Petra Schmidt-Bentum | idw
Weitere Informationen:
http://www.qossip.de

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