Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Software automatisch erzeugt

02.03.2005


Die Universität Leipzig ist auf der CeBit 2005 (10. - 16. März), der größten IT-Messe der Welt, durch das Institut für Wirtschaftsinformatik der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät vertreten. Neue Herangehensweisen der Software-Entwicklung werden vorgestellt, die sowohl in der Lehre als auch in konkreten Forschungsprojekten praktisch eingesetzt werden können.


Gegenwärtig findet ein bedeutender Paradigmenwechsel in der Software-Entwicklung statt. Die Programmierung verlief bis jetzt sehr individuell abhängig vom jeweiligen Programmierer und wurde vor allem durch die ständige Neuprogrammierung von fast gleichartigen Problemstellungen bestimmt. Dieser ’’handwerklich’’ ablaufende Prozess soll durch neue Methoden effizienter gestaltet werden. Ansätze in dieser Richtung sind z. B. Software-Produktlinien und modellgetriebene Software-Entwicklung (model driven software development). Die Idee bei Software-Produktlinien besteht darin, Software ähnlich wie Industriegüter automatisch zu erzeugen. Dies bezeichnet man auch als generative Programmierung. Die modellgetriebene Software-Entwicklung beinhaltet die Idee, die Lösung eines Problems zunächst als relativ leicht verständliches Modellherzustellen, um dann aus diesem Modell den Code des eigentlichen Programms abzuleiten.

Diese modernen Ansätze werden in verschiedenen Drittmittelprojekten eingesetzt:


Drittmittelprojekt ASG (Adaptive Services Grid):

Gegenstand dieses EU-Projektes ist die Erstellung eines Systems, dass die Realisierung von komplexen Services (Dienstleistungen) ermöglicht. Derartige komplexe Anfragen (requests) werden aufgelöst in eine Kette (workflow) von einfachen Anfragen, entsprechend abgearbeitet und das Ergebnis dem Nutzer zur Verfügung gestellt. Sollte ein gesuchter Dienst nicht verfügbar sein, wird auf Verlangen des Nutzers solch ein Dienst durch das System selbst entwickelt. Im Rahmen des Projektes wird darüber hinaus die Möglichkeit für die Diensteanbieter (provider) geschaffen, ihre einfachen Dienste beim System zu registrieren, damit diese zur Bearbeitung komplexer Anfragen genutzt werden können. Nähere Informationen unter www.asg-platform.org

Drittmittelprojekt PESOA (Process-familiy-engineering and service-oriented applications):

PESOA ist ein Verbundprojekt, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt wird. Ziel des Forschungsprojekts sind der Entwurf und die Umsetzung einer Plattform zur Wiederverwendung von Prozessabläufen. Eine Anwendung dieses neuen Entwicklungsansatzes erfolgt im Bereich des Elektronik- Business sowie in der Automobilbranche. Nähere Informationen unter www.pesoa.org

Drittmittelprojekt BMS (Bildungsmarkt Sachsen):

Gegenstand dieses vom Europäischen Sozialfonds geförderten Projektes war der Aufbau eines zentralen web-basierten Bildungsinformationssystems für Aus- und Weiterbildungsangebote im Freistaat Sachsen. Dieses Portal ermöglicht es sächsischen Bildungsanbietern, Informationen zu ihren Angeboten hier zu publizieren. Interessierte können auf einfachste Weise nach verschiedenen Kriterien Bildungsangebote suchen und ggf. buchen. Nähere Informationen unter www.bildungsmarkt-sachsen.de

Weitere Informationen:

Prof. Dr. Ing. Bogdan Franczyk
Telefon: 0341 97-33720
E-Mail: iwi@wifa.uni-leipzig.de
Telefax: 0341 97-33729

Volker Schulte | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-leipzig.de/wifa/iwi

Weitere Nachrichten aus der Kategorie CeBIT 2005:

nachricht Fraunhofer-Institute legen Lösungsarchitektur zur elektronischen Gesundheitskarte vor
17.03.2005 | Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik - ISST

nachricht CeBIT 2005 hat Erwartungen der Aussteller voll erfüllt
17.03.2005 | BITKOM - Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: CeBIT 2005 >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lange Speicherung photonischer Quantenbits für globale Teleportation

Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik erreichen mit neuer Speichertechnik für photonische Quantenbits Kohärenzzeiten, welche die weltweite...

Im Focus: Long-lived storage of a photonic qubit for worldwide teleportation

MPQ scientists achieve long storage times for photonic quantum bits which break the lower bound for direct teleportation in a global quantum network.

Concerning the development of quantum memories for the realization of global quantum networks, scientists of the Quantum Dynamics Division led by Professor...

Im Focus: Electromagnetic water cloak eliminates drag and wake

Detailed calculations show water cloaks are feasible with today's technology

Researchers have developed a water cloaking concept based on electromagnetic forces that could eliminate an object's wake, greatly reducing its drag while...

Im Focus: Neue Einblicke in die Materie: Hochdruckforschung in Kombination mit NMR-Spektroskopie

Forschern der Universität Bayreuth und des Karlsruhe Institute of Technology (KIT) ist es erstmals gelungen, die magnetische Kernresonanzspektroskopie (NMR) in Experimenten anzuwenden, bei denen Materialproben unter sehr hohen Drücken – ähnlich denen im unteren Erdmantel – analysiert werden. Das in der Zeitschrift Science Advances vorgestellte Verfahren verspricht neue Erkenntnisse über Elementarteilchen, die sich unter hohen Drücken oft anders verhalten als unter Normalbedingungen. Es wird voraussichtlich technologische Innovationen fördern, aber auch neue Einblicke in das Erdinnere und die Erdgeschichte, insbesondere die Bedingungen für die Entstehung von Leben, ermöglichen.

Diamanten setzen Materie unter Hochdruck

Im Focus: Scientists channel graphene to understand filtration and ion transport into cells

Tiny pores at a cell's entryway act as miniature bouncers, letting in some electrically charged atoms--ions--but blocking others. Operating as exquisitely sensitive filters, these "ion channels" play a critical role in biological functions such as muscle contraction and the firing of brain cells.

To rapidly transport the right ions through the cell membrane, the tiny channels rely on a complex interplay between the ions and surrounding molecules,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Materialinnovationen 2018 – Werkstoff- und Materialforschungskonferenz des BMBF

13.12.2017 | Veranstaltungen

Innovativer Wasserbau im 21. Jahrhundert

13.12.2017 | Veranstaltungen

Innovative Strategien zur Bekämpfung von parasitären Würmern

08.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rest-Spannung trotz Megabeben

13.12.2017 | Geowissenschaften

Computermodell weist den Weg zu effektiven Kombinationstherapien bei Darmkrebs

13.12.2017 | Medizin Gesundheit

Winzige Weltenbummler: In Arktis und Antarktis leben die gleichen Bakterien

13.12.2017 | Geowissenschaften