Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mehr Sicherheit im Geschäftsbetrieb

12.01.2005


Mindestens jedes zweite deutsche Unternehmen ist bereits Opfer von Computerkriminalität geworden. Die Aufklärungsquote sinkt, immer mehr Gerichte machen das Management im Schadensfall haftbar, und sogar Versicherungen zahlen nicht mehr, wenn die Prävention vernach­lässigt wurde. Durch knappe Budgets und fehlendes Wissen über die richtigen Abwehrmaßnahmen sind kleine und mittlere Unternehmen besonders von solchen Bedrohungen betroffen. Mit der Initiative ’CeBIT Mittelstand 2005’ liefert die Deutsche Messe AG sicherheitsbewussten Mittelständlern ein variantenreiches Informations- und Diskussions­forum in Halle 6. Die kommende CeBIT findet vom 10. bis 16. März statt.

Mcert - organisierte Sicherheit für den Mittelstand


Weniger als 50 Prozent der mittelständischen Betriebe haben einen hausinternen Sicherheitsbeauftragten bestellt, der die Bedrohungen des Betriebs analysiert und Gegenmaßnahmen veranlasst. ’Viel zu oft fehlen in mittelständischen Unternehmen verlässliche Sicherheitsinforma­tionen und verständliche Handlungsempfehlungen, um sich vor Angriffen auf Sicherheitslücken zu schützen’, so Stefan Gehrke, Geschäftsführer von Mcert, der Deutschen Gesellschaft für IT-Sicherheit.

Die Bedrohung hatte im Jahr 2004 einen Höhepunkt erreicht. Allein im Mai kursierten im Internet 1 000 neue Viren - mehr wurden lediglich Ende 2001 gezählt. Daneben stieg die Zahl betrügerischer Phishing-Mails, die vertrauliche Daten von Bankkunden ausspionieren sollen, innerhalb von zwölf Monaten in Deutschland von 300 auf 200 000 (Phishing: Kunstwort aus ’Password’ und ’Fishing’). Mcert hilft mittel­ständischen Unternehmen, Sicherheitsvorfälle proaktiv durch vorbeu­genden Schutz zu vermeiden. ’Aus unserer Sicht sind die Viren und Würmer nicht das Hauptproblem. Sie brauchen Sicherheitslücken, um in die Systeme eindringen zu können. Wir machen Unternehmen auf diese Lücken aufmerksam und geben ihnen verständliche und nachvoll­ziehbare Anleitungen, wie sie zu schließen sind’, so Gehrke.

Das Mcert informiert unter www.cebit-mittelstand.de über aktuelle Sicher­heitsbedrohungen und ist auf dem Forum Mittelstand in Halle 6 vertreten.

Ganzheitliche Betrachtung notwendig

’Die Nutzung von IT-Systemen birgt viele Gefahren: Haftungsfragen, Computerviren, Hacker, Datenklau. Nur mit einer ganzheitlichen Betrachtungsweise stellen Sie den Erfolg Ihres Unternehmens sicher.’ Heinz Paul Bonn, Vizepräsident des Bundesverbandes Informations­wirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e. V. (BITKOM), mahnt zu einer umfassenden Risikovorsorge. Drei Säulen seien bei der IT-Sicherheit zu beachten: rechtliche Aspekte, organisatorische Maßnahmen und technische Lösungen.

Bereits der fahrlässige Umgang bei der Nutzung von Informations­technologien kann zu bedrohlichen Auswirkungen für mittelständische Unternehmen führen. Geschäftsführer und IT-Verantwortliche tragen ein hohes Haftungsrisiko bei Vorfällen, die durch mangelnde IT-Sicherheit im Unternehmen begünstigt werden. Nicht nur die Angriffe von außen sind für Mittelständler bedrohlich. Mehr als die Hälfte der Angriffe auf die IT kommt, bewusst oder unbewusst, von den eigenen Mitarbeitern eines Unternehmens. ’Datenklau’ ist dabei meist nur die Spitze eines Eisbergs, der als Ganzes oft erst entdeckt wird, wenn zum Beispiel verschiedene Kunden auffallend häufig zur gleichen Konkurrenz wechseln.
Im Rahmen des Vortragsprogramms im Forum Mittelstand auf der CeBIT 2005 werden Experten die vielfältigen Facetten der Sicherheits­anforderungen für den Mittelstand erläutern und mit Entscheidern aus dem Mittelstand diskutieren.

Sichere Kommunikation für sichere Geschäfte

Digitale Kommunikation gehört zum Geschäftsalltag der meisten Branchen des Mittelstands. Der Austausch von wichtigen Firmendoku­menten spielt beispielsweise bei Steuerberatern, Personalbüros und Rechtsanwälten, bei Architekten und Ingenieuren, aber auch in Behörden eine große Rolle. Ursprünglich firmeninterne Kommunikationsprozesse verlaufen dabei über die Grenzen des Unternehmens hinweg zu Partnern und Dienstleistern. Voraussetzung hierfür ist eine schnelle und sichere Kommunikation per E-Mail und Internet.

Eine aktuelle, von der Sicherheitsinitiative TRUSTe in Auftrag gegebene Studie beziffert die Verluste durch Spam und betrügerische E-Mails in den USA mit 500 Millionen US-Dollar. 64 Prozent aller Befragten sind nicht bereit zu akzeptieren, wenn Organisationen oder Unternehmen keine Abwehrmaßnahmen gegen diese Form des Betrugs ergreifen. 96 Prozent fordern demnach neue Technologien zur Authentifizierung von E-Mails und Online-Sites. Diese Forderung schlägt bereits jetzt auf eine verstärkte Nachfrage nach Sicherheitslösungen durch, wie der BITKOM in seinem Branchen­barometer Q4/2004 feststellte.

Obwohl sich E-Mail-Authentifizierung immer stärker durchsetzt, wird sie die Schwemme an nicht willkommenen Nachrichten kaum stoppen können. Das besagt eine Umfrage der Firma BlackSpider Technologies im Rahmen des Gartner IT Security Summit im September 2004 in London. 66 Prozent der hier befragten IT-Sicherheitsexperten gehen davon aus, dass sich E-Mail-Authentifizierung in Kürze weltweit durchsetzt. Allerdings glauben 90 Prozent nicht daran, dass Verfahren zur Identifizierung eines E-Mail-Absenders den Spam vermeiden.

Mittelständler können sich zu neuesten Lösungen für sichere Kommu­nikation auf der CeBIT 2005 einen umfassenden Überblick verschaffen.

Weitere Informationen zum gesamten Programm der CeBIT 2005 sowie zu einzelnen Angebotsschwerpunkten stehen im Netz unter www.cebit.de. Die Themen von CeBIT Mittelstand 2005 finden Sie unter www.cebit-mittelstand.de.

Gabriele Dörries | Deutsche Messe AG

Weitere Berichte zu: Abwehrmaßnahme IT-Sicherheit Mcert Mittelstand Spam

Weitere Nachrichten aus der Kategorie CeBIT 2005:

nachricht Fraunhofer-Institute legen Lösungsarchitektur zur elektronischen Gesundheitskarte vor
17.03.2005 | Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik - ISST

nachricht CeBIT 2005 hat Erwartungen der Aussteller voll erfüllt
17.03.2005 | BITKOM - Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: CeBIT 2005 >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Im Focus: Auf der Spur des linearen Ubiquitins

Eine neue Methode ermöglicht es, den Geheimcode linearer Ubiquitin-Ketten zu entschlüsseln. Forscher der Goethe-Universität berichten darüber in der aktuellen Ausgabe von "nature methods", zusammen mit Partnern der Universität Tübingen, der Queen Mary University und des Francis Crick Institute in London.

Ubiquitin ist ein kleines Molekül, das im Körper an andere Proteine angehängt wird und so deren Funktion kontrollieren und verändern kann. Die Anheftung...

Im Focus: Tracing down linear ubiquitination

Researchers at the Goethe University Frankfurt, together with partners from the University of Tübingen in Germany and Queen Mary University as well as Francis Crick Institute from London (UK) have developed a novel technology to decipher the secret ubiquitin code.

Ubiquitin is a small protein that can be linked to other cellular proteins, thereby controlling and modulating their functions. The attachment occurs in many...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

Über Raum, Zeit und Materie

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Besser lernen dank Zink?

23.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Innenraum-Ortung für dynamische Umgebungen

23.03.2017 | Architektur Bauwesen