Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Moderne integrierte Roboterplattform für die Kryobiotechnologie und Kryobanken der Zukunft

01.10.2008
Technologie und Produkte für das automatisierte Biobanking bis zu -196°C

Die HIV-Bank des Fraunhofer-Instituts für Biomedizinische Technik IBMT zur Lagerung von Viren und Zellen des Immunsystems im Auftrag der Bill & Melinda Gates-Stiftung oder die bekannten Nabelschnurblutbanken sind Beispiele für große Kryobankanwendungen.

Die Fraunhofer-Gesellschaft als Technologievorreiter hat gemeinsam mit dem Saarland und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung bereits vor Jahren begonnen, ein weltweit einmaliges Kryotechnologieportfolio zu entwickeln. Diese Projekte münden auch in den Zielen zahlreicher Initiativen und Kooperationen wie der Biodatenbank CRIP (Central Research Infrastructure for molecular Pathology) und der Gemeinschaft Deutscher Kryobanken (GeDeK).

An die Kryobanken der Zukunft bestehen zahlreiche neue Anforderungen:

o hohe Zuverlässigkeit in der Probenbearbeitung
o hoher Sicherheitsstandard für die einzelne Probe
o schneller Zugriff auf einzelne Proben
o vollständige Rückverfolgbarkeit der Probenhistorie
o Kostenersparnis durch Automatisierung
o weltweite Zugriffmechanismen durch moderne IT
o hoher Investitionsschutz
Um diese Ziele zu erreichen, ist es in einem ersten Schritt notwendig, Tieftemperatur-geeignete Automatisierungssysteme wie der auf der BIOTECHNICA 2008 ausgestellte "Cryo-BioRob", als Basistechnologie zu entwickeln. Derartige Entwicklungen sind in einem zweiten Schritt zu integrieren und an den bereits bestehenden zahlreichen Applikationen für umfangreiche Kryobanken zu qualifizieren.

Bestandteile dieser Technologie sind miniaturisierte und im tiefgekühlten Zustand fraktionierbare Kryosubstrate in fester Verbindung mit einem elektronischen Speicherchip, in dem der gesamte Umfang der Probenbeschreibung abgelegt wird. Das Design der Probengefäße entspricht dem etablierten 96er Well-Format für die automatisierte Probenbearbeitung. Vervollständigt wird die Tieftemperaturtechnologie durch evolutive und adaptive Datenbank- und Kryobanksteuerarchitekturen. Diese neue Methode der Proben- und Datenspeicherung, die zusammen mit dem leistungsstarken Softwarepaket ChameleonLabTM eine sich selbst optimierende Laborautomatisierung erlaubt, ist eines der technologischen Puzzlestücke, die das Fraunhofer IBMT für die Biotechnologie entwickelt hat und der Industrie zur Verfügung stellt. Inzwischen stehen Firmen wie ASKION und Perma-Cryo-Technologie GmbH bereit, die neuen Techniken als Produkte am Markt einzuführen.

In der Darstellung der Integration dieser Roboterplattform für Tieftemperaturanwendungen bis -150°C werden die vielfältigen Automatisierungsansätze der Fraunhofer IBMT-Kryotechnologie demonstriert. Das Projekt wurde vom BMBF unter dem Förderkennzeichen 01RI 0620C gefördert. Verbundprojektpartner sind die Technische Universität Darmstadt als Projektkoordinator und die Firma TETRA Gesellschaft für Sensorik, Robotik und Automation mbH.

Besuchen Sie uns auf der BIOTECHNICA 2008 in Halle 9 Stand E 29.

Ihr Ansprechpartner:

Dipl.-Phys. Uwe Schön
Hauptabteilung Biophysik & Kryotechnologie
Arbeitsgruppe Kryoequipment & Kryorobotik
Telefon: 06897 / 9071-30
Fax: 06897 / 9071-99
E-Mail: uwe.schoen@ibmt.fraunhofer.de
Weitere Informationen:
www.ibmt.fraunhofer.de/fhg/ibmt/biomedizintechnik/biodatenbanken_crip/index.jsp
www.kryobanken.de/index.php
www.eurocryo.de/
www.ghrc.info/
www.askion.de/english/index.php
www.ibmt.fraunhofer.de/fhg/ibmt/biomedizintechnik/biophysik_
kryotechnologie/index.jsp

Annette Maurer | Fraunhofer Gesellschaft
Weitere Informationen:
http://www.ibmt.fraunhofer.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Zirkuläre RNA wird in Proteine übersetzt
24.03.2017 | Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft

nachricht Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen
24.03.2017 | Universität Bayreuth

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise