Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mehr Platz für Saarbrücker Wirkstoffforschung

13.08.2013
Erster Spatenstich für den Neubau des Helmholtz-Instituts für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS) am 21. August

Gemeinsame Pressemitteilung des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung und der Universität des Saarlandes


Der Neubau des HIPS, hier ein Entwurf, wird die Wirkstoffforscher unter einem Dach vereinen.
Architekten BDA RDS PARTNER

Infektionsforschung trifft Pharmazie: Am HIPS in Saarbrücken widmen sich rund 150 Wissenschaftler der Suche nach neuen Wirkstoffen. Am Mittwoch, 21. August, markiert der erste Spatenstich den Beginn der Bauarbeiten für ein neues Forschungsgebäude. Die Feier beginnt mit Grußworten um 10:00 Uhr, dazu sind Vertreter der Medien eingeladen. Die Gelegenheit zu einem Pressefoto und zu Hintergrundgesprächen besteht ab 11:00 Uhr.

Dem Spatenstich werden unter anderem die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Professorin Johanna Wanka, sowie die Ministerpräsidentin des Saarlandes, Annegret Kramp-Karrenbauer, beiwohnen. Außerdem wird der Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft, Professor Jürgen Mlynek, erwartet.

Viele der einst als Wundermittel gegen Infektionskrankheiten gefeierten Antibiotika verlieren zunehmend ihre Wirkung, da sich Resistenzen gegen die antibakteriellen Medikamente ausbreiten. Neue Wirkstoffe werden daher dringend benötigt.

Um eine Lücke in der Wirkstoffforschung zu schließen, haben das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig und die Universität des Saarlandes 2009 gemeinsam das HIPS gegründet. Beinahe auf den Tag genau vier Jahre nach der Gründung fällt mit einem symbolischen Spatenstich am 21. August der Startschuss zum Bau eines neuen Gebäudes für das HIPS. Auf rund 4.500 Quadratmetern Nutzfläche sollen die drei Abteilungen und drei Nachwuchsgruppen neue Räume auf dem Campus der Saar-Uni finden. „Bislang sind unsere Labore über den ganzen Campus verteilt“, berichtet Professor Rolf Müller, geschäftsführender Direktor des HIPS. „Der Neubau, der 2015 fertiggestellt wird, bringt alle Mitarbeiter des HIPS unter einem Dach zusammen und bietet auch neuen Arbeitsgruppen Platz.“

Die Gesamtkosten von 25 Millionen Euro übernehmen zu einem großen Teil das Land Saarland sowie der Europäische Fonds für regionale Entwicklung. Die Europäische Union fördert mit diesem Beitrag die Wettbewerbsfähigkeit der Region. Auch das HIPS beteiligt sich mit 10 Prozent der Gesamtkosten an der Finanzierung.

„Infektionsforschung ist der Schwerpunkt des HZI, während die Universität des Saarlandes über eine traditionell forschungsstarke Pharmazie verfügt“, sagt Professor Dirk Heinz, Wissenschaftlicher Geschäftsführer des HZI. „Die Kombination mit den am HIPS vorhandenen Kompetenzen ist damit deutschlandweit einzigartig.“ Das HIPS ist das erste öffentlich geförderte außeruniversitäre Forschungsinstitut in Deutschland, das sich explizit der Pharmazie widmet. Wissenschaftler suchen in natürlichen Quellen nach Substanzen mit therapeutischem Potential. „Bakterien, Pilze und Pflanzen stellen eine Vielzahl an hochwirksamen Stoffwechselprodukten her. Einige davon weisen antibakterielle Wirkungen auf“, erklärt Müller. Stoßen die Forscher auf interessante Substanzen, so optimieren sie diese mit unterschiedlichen Methoden für die pharmazeutische Anwendung. Zudem erforschen Wissenschaftler am HIPS, wie Wirkstoffe an ihren jeweiligen Bestimmungsort im Körper gelangen. Damit Medikamente auch biologische Barrieren überwinden können, entwickeln sie beispielsweise Wirkstoff-Transporter.

„In der pharmazeutischen Forschung gehört die Universität des Saarlandes zu den besten Hochschulen in Deutschland. Für Nachwuchswissenschaftler werden sich nun weitere interessante Perspektiven durch den Neubau eröffnen“, freut sich Universitätspräsident Professor Volker Linneweber.

Vertreter der Medien sind eingeladen, dem Spatenstich auf dem Baufeld am Stuhlsatzenhausweg beizuwohnen. Parkmöglichkeiten bestehen im Parkhaus am Stuhlsatzenhausweg – Einfahrt Uni Ost. Rückfragen beantwortet die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des HZI, Telefon: 0531-6181-1401, E-Mail: presse@helmholtz-hzi.de.

Das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI)
Am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) untersuchen Wissenschaftler die Mechanismen von Infektionen und ihrer Abwehr. Was Bakterien oder Viren zu Krankheitserregern macht: Das zu verstehen soll den Schlüssel zur Entwicklung neuer Medikamente und Impfstoffe liefern.

http://www.helmholtz-hzi.de

Das Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS)
Das Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS) ist ein Standort des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig und wurde im Jahr 2009 vom HZI und der Universität des Saarlandes gegründet. Die Forscher suchen hier insbesondere nach neuen Wirkstoffen gegen Infektionskrankheiten, optimieren diese für die Anwendung am Menschen und erforschen, wie diese am besten zu ihrem Wirkort im Körper transportiert werden können.
Die Universität des Saarlandes
Die Saar-Universität ist international bekannt durch die Informatikforschung und die Nano- und Lebenswissenschaften. Allein in den Lebenswissenschaften, vor allem der Medizin, Pharmazie und Biologie sowie den Naturwissenschaften, forschen über 600 Wissenschaftler auf dem Uni-Campus in Saarbrücken. Die engen Beziehungen zu Frankreich und der Europa-Schwerpunkt sind weitere Markenzeichen.

Dr. Birgit Manno | Helmholtz-Zentrum
Weitere Informationen:
http://www.uni-saarland.de/
http://www.helmholtz-hzi.de
http://www.helmholtz-hzi.de/de/aktuelles/news/ansicht/article/complete/mehr_platz_fuer_saarbruecker_wirkstoffforschung/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Neues Schiff für die Fischerei- und Meeresforschung
22.03.2017 | Johann Heinrich von Thünen-Institut, Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei

nachricht Mit voller Kraft auf Erregerjagd
22.03.2017 | Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Im Focus: Auf der Spur des linearen Ubiquitins

Eine neue Methode ermöglicht es, den Geheimcode linearer Ubiquitin-Ketten zu entschlüsseln. Forscher der Goethe-Universität berichten darüber in der aktuellen Ausgabe von "nature methods", zusammen mit Partnern der Universität Tübingen, der Queen Mary University und des Francis Crick Institute in London.

Ubiquitin ist ein kleines Molekül, das im Körper an andere Proteine angehängt wird und so deren Funktion kontrollieren und verändern kann. Die Anheftung...

Im Focus: Tracing down linear ubiquitination

Researchers at the Goethe University Frankfurt, together with partners from the University of Tübingen in Germany and Queen Mary University as well as Francis Crick Institute from London (UK) have developed a novel technology to decipher the secret ubiquitin code.

Ubiquitin is a small protein that can be linked to other cellular proteins, thereby controlling and modulating their functions. The attachment occurs in many...

Im Focus: Physiker erzeugen gezielt Elektronenwirbel

Einem Team um den Oldenburger Experimentalphysiker Prof. Dr. Matthias Wollenhaupt ist es mithilfe ultrakurzer Laserpulse gelungen, gezielt Elektronenwirbel zu erzeugen und diese dreidimensional abzubilden. Damit haben sie einen komplexen physikalischen Vorgang steuern können: die sogenannte Photoionisation oder Ladungstrennung. Diese gilt als entscheidender Schritt bei der Umwandlung von Licht in elektrischen Strom, beispielsweise in Solarzellen. Die Ergebnisse ihrer experimentellen Arbeit haben die Grundlagenforscher kürzlich in der renommierten Fachzeitschrift „Physical Review Letters“ veröffentlicht.

Das Umwandeln von Licht in elektrischen Strom ist ein ultraschneller Vorgang, dessen Details erstmals Albert Einstein in seinen Studien zum photoelektrischen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

Über Raum, Zeit und Materie

22.03.2017 | Veranstaltungen

Unter der Haut

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Neues Schiff für die Fischerei- und Meeresforschung

22.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Mit voller Kraft auf Erregerjagd

22.03.2017 | Biowissenschaften Chemie