Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Blutstropfen reicht künftig für Krebsdiagnose aus

08.01.2016

Genauigkeit liegt derzeit bei 90 Prozent und lässt sich weiter verfeinern

Der Harvard-Student Neil Davey http://harvard.edu  hat eine revolutionäre Methode entwickelt, mit der es möglich wird, über nur einen Tropfen Blut eine frühe Krebsdiagnose zu erstellen.

Damit könnte eine nicht-invasive Krebsdiagnose bald Realität werden. Mit der neuen Technologie wird eine kleine Menge Blut in ein Mikrofluidik-Gerät injiziert, um die einzelnen Zellen vom Blutstrom der einzelnen Tropfen abzuschotten.

Polymerasen-Kettenreaktion

Sind die Zellen einmal abgeschottet, wird mithilfe der Polymerasen-Kettenreaktion - eine übliche Technik in der Molekularbiologie - mögliche Krebs-DNA ins Visier genommen und aufgespürt.

Auf diese einfache Art und Weise lässt sich eine Krebszelle unter einer Bio. unauffälliger Zellen identifizieren, meint Davey.

Die neue Methode könnte starke Auswirkungen auf die allgemeine Krebsdiagnose haben. Denn die heutige Diagnoseform ist noch immer abhängig von invasiven und gefährlichen Tumorbiopsien. Zudem ist das aktuelle Verfahren deutlich günstiger und einfacher als herkömmliche Krebstests.

Erfolgreicher Test bei Prostatakrebs

30 bis 60 Minuten nach der Blutabnahme vom Patienten können die Experten bereits eine Diagnose erstellen. Die Testgenauigkeit beträgt derzeit 90 Prozent, lässt sich jedoch weiter erhöhen, indem mehr Gene der Krebszellen ins Visier genommen werden. Bislang wurde die Technologie bei Prostatakrebs und Kolorektal-Karzinomen getestet.

"Jedoch kann die Methode für jegliche Krebsart angewendet werden", versichert Davey abschließend.

Christian Sec | pressetext.redaktion

Weitere Berichte zu: Krebsdiagnose Krebszelle Molekularbiologie Prostatakrebs

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Schimmelpilze – Quelle chemischer Vielfalt
27.05.2016 | Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie - Hans-Knöll-Institut (HKI)

nachricht Mikrobenvielfalt in der Nase
27.05.2016 | Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Tiroler Technologie zur Abwasserreinigung weltweit erfolgreich

Auf biologischem Weg und mit geringem Energieeinsatz wandelt ein an der Universität Innsbruck entwickeltes Verfahren in Kläranlagen anfallende Stickstoffverbindungen in unschädlichen Luftstickstoff um. Diese innovative Technologie wurde nun gemeinsam mit dem US-Wasserdienstleister DC Water weiterentwickelt und vermarktet. Für die Kläranlage von Washington DC wird die bisher größte DEMON®-Anlage errichtet.

Das DEMON®-Verfahren wurde bereits vor elf Jahren entwickelt und von der Universität Innsbruck zum Patent angemeldet. Inzwischen wird die Technologie in rund...

Im Focus: Worldwide Success of Tyrolean Wastewater Treatment Technology

A biological and energy-efficient process, developed and patented by the University of Innsbruck, converts nitrogen compounds in wastewater treatment facilities into harmless atmospheric nitrogen gas. This innovative technology is now being refined and marketed jointly with the United States’ DC Water and Sewer Authority (DC Water). The largest DEMON®-system in a wastewater treatment plant is currently being built in Washington, DC.

The DEMON®-system was developed and patented by the University of Innsbruck 11 years ago. Today this successful technology has been implemented in about 70...

Im Focus: Optische Uhren können die Sekunde machen

Eine Neudefinition der Einheit Sekunde auf der Basis von optischen Uhren wird realistisch

Genauer sind sie jetzt schon, aber noch nicht so zuverlässig. Daher haben optische Uhren, die schon einige Jahre lang als die Uhren der Zukunft gelten, die...

Im Focus: Computational High-Throughput-Screening findet neue Hartmagnete die weniger Seltene Erden enthalten

Für Zukunftstechnologien wie Elektromobilität und erneuerbare Energien ist der Einsatz von starken Dauermagneten von großer Bedeutung. Für deren Herstellung werden Seltene Erden benötigt. Dem Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik IWM in Freiburg ist es nun gelungen, mit einem selbst entwickelten Simulationsverfahren auf Basis eines High-Throughput-Screening (HTS) vielversprechende Materialansätze für neue Dauermagnete zu identifizieren. Das Team verbesserte damit die magnetischen Eigenschaften und ersetzte gleichzeitig Seltene Erden durch Elemente, die weniger teuer und zuverlässig verfügbar sind. Die Ergebnisse wurden im Online-Fachmagazin »Scientific Reports« publiziert.

Ausgangspunkt des Projekts der IWM-Forscher Wolfgang Körner, Georg Krugel und Christian Elsässer war eine Neodym-Eisen-Stickstoff-Verbindung, die auf einem...

Im Focus: University of Queensland: In weniger als 2 Stunden ans andere Ende der Welt reisen

Ein internationales Forschungsteam, darunter Wissenschaftler der University of Queensland, hat im Süden Australiens einen erfolgreichen Hyperschallgeschwindigkeitstestflug absolviert und damit futuristische Reisemöglichkeiten greifbarer gemacht.

Flugreisen von London nach Sydney in unter zwei Stunden werden, dank des HiFiRE Programms, immer realistischer. Im Rahmen dieses Projekts werden in den...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wie sieht die Schifffahrt der Zukunft aus? - IAME-Jahreskonferenz in Hamburg

27.05.2016 | Veranstaltungen

Technologische Potenziale der Multiparameteranalytik

27.05.2016 | Veranstaltungen

Umweltbeobachtung in nah und fern

27.05.2016 | Veranstaltungen

 
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Stressoren erkennen, Belastungen reduzieren, Fachwissen erlangen

27.05.2016 | Seminare Workshops

HDT SOMMERAKADEMIE 2016

27.05.2016 | Seminare Workshops

11 Millionen Euro für die Erforschung von Magnetfeldsensoren für die medizinische Diagnostik

27.05.2016 | Förderungen Preise