Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Frosch-Virus tötet Millionen von Lurchen

29.01.2002

Massensterben von Amphibien in Großbritannien

Ein Massensterben von Fröschen melden die britischen Umweltbehörden, heute, Montag. Wissenschaftler sind sich sicher, dass die Krankheit, die in der Zwischenzeit Millionen Froschlurche das Leben gekostet hat, durch ein Virus hervorgerufen wurden. Die Krankheit, die nach Angaben des Froglife Trust in Südost-England begann, habe bereits die Grenze von Schottland überschritten.

Das Virus, das die Gliedmaßen der Tiere verstümmelt, ist, so der Direktor des Froglife Trust Tom Langton, schlimmer als Myxomatosis, einer Pest, die die Hasenpopulation vernichtet hat. "Das Sterben der Frösche geht langsam vor sich. Das Virus führt zu hämmorhagischen Blutungen und einer Verdünnung der Haut. Die Tiere sterben dann einen qualvollen Tod", so der Wissenschaftler. Das britische BBC-Wildlife Magazine, das gemeinsam mit der Froglife Organisation und dem Institut für Zoologie an dem Forschungsbericht arbeitet, hat mehr als 62.000 tote Amphibien untersucht. Als Ursache für die Erkrankung vermuten die Forscher im Import von Goldfischen.

Bis vor 20 Jahren kamen die meisten Goldfische aus Italien. In der Zwischenzeit sind die USA und Israel die Hauptimportländer für die Zierfische. Ochsenfrösche bedrohen vor allem in den USA die Goldfischzucht und werden dort mit Gewehren erschossen. "Teile der Frösche könnten dann von den Fischen gefressen worden sein. Möglicherweise sind die Viren mit den Goldfischen nach Großbritannien gekommen sein", so Langton. Es sei aber eine komplexe Situation, die erst genau erforscht werden müsse, räumt der Wissenschaftler ein. Dazu fehle es jedoch am nötigen Geld. Mitverantwortlich sei aber auch Änderungen im Wetter und möglicherweise Inzucht von Tieren im innerurbanen Bereich, glaubt der Forscher.

Die Wissenschaftler sind davon überzeugt, dass die Frösche eine wichtige Rolle in der Ökologie spielen. Die ersten Fälle der seltenen Frosch-Krankheit wurden bereits Ende der 80-er Jahre aus London gemeldet.

Wolfgang Weitlaner | pte.monitor
Weitere Informationen:
http://www.froglife.org
http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=020128039

Weitere Berichte zu: Frösche Virus

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Zebras: Immer der Erinnerung nach
24.05.2017 | Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseen

nachricht Wichtiges Regulator-Gen für die Bildung der Herzklappen entdeckt
24.05.2017 | Universität Basel

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten