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Internationale Initiative zur Funktionsaufklärung aller Gene gestartet

07.09.2006
Das von der Europäischen Gemeinschaft mit 13 Millionen Euro geförderte Konditionale Maus Mutagenese Projekt EUCOMM und sein kanadisches Partnerprojekt NorCOMM bekommen Verstärkung aus den USA: am heutigen 7. September fiel der Startschuss für das Knockout Mausprojekt (KOMP) der amerikanischen Gesundheitsbehörde NIH. Die drei großen Projekte wollen in enger Kooperation praktisch alle Gene des Mausgenoms mutieren, um mithilfe von Mausmodellen die Funktion aller Gene aufklären zu können.

Europäische Forscher haben bei dieser Initiative, die ähnlich wie zuvor das internationale Humangenomprojekt strukturiert sein soll, eine Vorreiterrolle übernommen. EUCOMM erzeugt bereits seit Jahresbeginn mutierte Mausgene in embryonalen Stammzellen der Maus, die der Wissenschaftsgemeinschaft in Kürze frei zur Verfügung gestellt werden. Aus diesen Zellen können Mausmodelle für alle genetisch bedingten menschlichen Erkrankungen generiert werden.

Das europäische Programm wird von Prof. Dr. Wolfgang Wurst, Institutsdirektor am GSF - Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit, koordiniert. Wurst, seine Mitarbeiter und das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Deutsche Genfallenkonsortium (GGTC) haben in der Vergangenheit einen Teil der bei den Projekten zum Einsatz kommenden Methoden entwickelt und somit EUCOMM erst ermöglicht.

Die bei der Mutation der Mausgene verwendeten Verfahren sind konditionale Gene Trapping- und Gene Targeting-Verfahren, die eine besonders präzise Modellierung genetisch bedingter Krankheiten in der Maus ermöglichen, wie Morbus Parkinson, Krebs, Herz-Kreislauferkrankungen und andere.

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EUCOMM hebt die bislang in der Wissenschaftsgemeinschaft durchgeführte Produktion von Mausmodellen auf eine neue Ebene, indem die Modelle jetzt koordiniert sowie schneller, einfacher und kostengünstiger erzeugt werden können. Somit rückt erstmals eine Aufklärung der Ursachen aller genetisch bedingten Krankheiten in greifbare Nähe.

-> GSF - Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit, Heinz-Jörg Haury, Abt. Kommunikation, Tel: 089/3187-2460, Fax 089/3187-3324, E-Mail: oea@gsf.de

-> Dr. Cornelia Kaloff, EUCOMM Project Manager, E-Mail: cornelia.kaloff@gsf.de

Michael van den Heuvel | idw
Weitere Informationen:
http://www.gsf.de/neu/Aktuelles/Presse/2006/KOMP.php

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