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Das Warten hat ein Ende - Mobiles Laborsystem arbeitet nicht nur extrem zuverlässig, sondern auch erstaunlich schnell

28.06.2006
Arztbesuche oder Krankenhausaufenthalte sind durch nichts so sehr gekennzeichnet wie durch Wartezeiten. Allzu oft heißt es: "Haben Sie bitte etwas Geduld! Wir müssen die Ergebnisse aus dem Labor abwarten". Der geforderte Langmut ist zudem nicht nur nervenaufreibend, sondern verursacht bisweilen beachtliche Kosten und beeinträchtigt im schlechtesten Fall die Gesundheit des Patienten.

Durch eine Entwicklung des Fraunhofer-Instituts für Zuverlässigkeit und Mikrointegration IZM könnte mit solchen Ärgernissen demnächst Schluss sein.


Das fertige "Labor": Assayprozessor zur vollautomatischen Bearbeitung mehrerer BioChip-Kartuschen. Fraunhofer IZM/ B. Müller


Prinzipieller Ablauf eines Fluoreszenz-Assays und Schema der BioChip-Kartusche. Fraunhofer IZM

Denn hier wird ein BioChip entwickelt, der in einem Diagnosesystem für humane Antikörper Anwendung findet, wo er bis zu 100 Immuntests parallel durchführen soll. Das System wird aus einem Assayprozessor und einem Fluoreszenz-Reader bestehen. Die BioChip-Kartusche, die als Mikrofluidiksystem mit integriertem Chipfeld für die serologisch relevanten Antigen-Dots konzipiert ist, hat nur die Größe einer Scheckkarte und kann als Einwegartikel produziert werden. Die Auswertung der Immunreaktionen wird fluoreszenzspektrometrisch durch die sequentielle Anregung der einzelnen Dots mit einem LED-Array realisiert.

Die Vorteile liegen auf der Hand: jede Arztpraxis könnte mit einem derartigen System ausgestattet sein und so auf teure Laborinfrastruktur verzichten. Zudem lägen die serologischen Ergebnisse in maximal zwei Stunden vor, was nicht nur mühsame Patientenwege erspart, sondern schneller zum Befund und somit zu einer gezielten Therapie führt.

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In Vorabstudien mit Seren von Patienten mit reaktiver oder postinfektiöser Arthritis ermöglichte ein Prototyp des BioChip-Systems anhand von 39 reaktiven Antigen-Dots von zehn verschiedenen Erregern zuverlässig die Identifizierung des verantwortlichen Pathogens.

An der Realisation des Gesamtsystems sind weiterhin Mikrogen GmbH, Kunststofftechnik Scherer & Trier, Steer Mechatronik sowie das Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene der Universität Regensburg beteiligt.

Kontakt:
Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration IZM
Institutsteil München (Polytronische Systeme)
Karl Neumeier
Hansastraße 27d
80686 München
Telefon: +49 (0) 89/547 59- 534
Telefax: +49 (0) 89/547 59- 100
E-mail: karl.neumeier@izm-m.fraunhofer.de

Georg Weigelt | Fraunhofer-Gesellschaft
Weitere Informationen:
http://www.izm.fraunhofer.de

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