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Ein gemeinsames Gen für Fettleibigkeit und Diabetes des Typ II

01.08.2005


Das Team um Prof. Philippe Froguel (CNRS, Universität Lille 2) hat, in Zusammenarbeit mit Forschern des Imperial College in London und der Kalifornien-Universität in Los Angeles, den ersten genetischen und physiologischen Zusammenhang zwischen der häufig auftretenden Fettleibigkeit bei Kindern, der schweren Fettleibigkeit bei Erwachsenen und der Diabetes des Typ II entdeckt. Es handelt sich dabei um das Gen ENPP1 (Ecto-Nucleotide Pyrophosphatase/Phosphodiesterase 1), einen Hemmstoff des Insulin-Rezeptors, dessen Mutationen eine Insulin-Resistenz in der Leber, dem Pankreas und möglicherweise im Gehirn verursachen können. Diese Mutationen sind die Ursache der frühzeitigen Fettleibigkeit und der Diabetes des Typ II.



Diese Ergebnisse eröffnen neue Perspektiven zur Behandlung, Vorbeugung und zum besseren Verständnis der Fettleibigkeit und der damit verbundenen Diabetes des Typ II. Mangelnde Bewegung und schlechte Ernährung sind die häufigste Ursache dieser Krankheit, sie kann jedoch auch vererbt werden. Diese Ergebnisse wurden im Fachjournal Nature Genetics veröffentlicht und gründen sich auf Untersuchungen an mehr als 6000 Europäern. Eine weniger „insulinresistente“ Ernährungsweise, mehr Bewegung und spezifische Medikamente könnten wirksame Möglichkeiten zur Bekämpfung dieser Krankheiten sein, die zu den ersten nicht infektiösen Epidemien in der Menschheitsgeschichte zählen.

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»CNRS »Diabetes »Fettleibigkeit »Gen »Mutation


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Kontakt: Philippe Frogel und David Meyre
Labor für Genetik für Multifaktorenkrankheiten in Lille
E-mail: philippe.froguel@good.ibl.fr, meyre@good.ibl.fr
Tel.:+33 (0)3 20 87 79 54

Quelle: Pressemitteilung des CNRS, Paris, den 18 Juli 2005
Redakteurin: Sophie Fourmond, sophie.fourmond@diplomatie.gouv.fro

Wissenschaft-Frankreich Nr. 82, 29. Juli 2005
Französische Botschaften in Deutschland, Österreich und der Schweiz
Kostenloses Abonnement durch E-Mail : sciencetech@botschaft-frankreich.de

Sophie Fourmond | Wissenschaft Frankreich
Weitere Informationen:
http://www.wissenschaft-frankreich.de/allemand

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