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GV-Lebensmittel: Wirksamer Umgang mit den Sicherheitsproblemen

21.07.2005


Die Untersuchung der Langzeitsicherheit von transgenen Lebensmitteln war über viele Jahre hinweg ein umstrittener Punkt. Das von der EU finanzierte Projekt SAFOTEST wurde ins Leben gerufen, um neue Testverfahren zu entwickeln, die das Testen transgener Lebensmittel umfangreich unterstützen.



Genetisch veränderte (GV) Pflanzen besitzen speziell hinzugefügte Eigenschaften, wie z.B. die Resistenz gegenüber Krankheiten sowie geschmackliche und farbliche Verbesserungen, um nur einige zu nennen. Eine Reihe dieser Eigenschaften ist auf fremde Gene zurückzuführen, die in das genetische Material der Pflanze eingebracht wurden. Die Genexpression führt zu einer Eiweißproduktion, und diese Eiweiße sind wiederum für die neuen Eigenschaften der GV-Pflanze verantwortlich.



Jedoch wurden die Auswirkungen dieser Eiweiße auf die Gesundheit des Verbrauchers noch nicht angemessen bestimmt, und viele Fragen zu ihrer Langzeitsicherheit bleiben unbeantwortet. Das Niederländische Institut für Lebensmittelsicherheit hat sich auf die Entwicklung neuer experimenteller Verfahren zum Testen der Sicherheit transgener Lebensmittel konzentriert.

Eines dieser Verfahren umfasste die Untersuchung des In-vitro-Effektes bestimmter transgener Eiweiße (z.B. des GNA-Lektins, PHA-E-Lektins und Bt-Toxins) hinsichtlich der Genexpression in speziellen Zelllinien. Es konnte beobachtet werden, dass die Eiweiße die unterschiedliche Expression von einer Reihe von Genen in verschiedenem Ausmaß zur Folge hatten. Jedoch konnten die experimentellen In-vitro-Daten nicht mit In-vivo-Beobachtungen an Tieren zueinander in Beziehung gesetzt werden, was im Wesentlichen einer unpassenden Auswahl von Zelllinien zuzuschreiben war. Weitere Tests bestätigten, dass die Zelllinien möglicherweise ein zu vereinfachtes Modell des Darmsystems boten, weshalb Tiermodelle als ideale Analyseeinheit ausgewählt wurden.

Die während SAFOTEST durchgeführten Beobachtungen und gewonnenen Ergebnisse könnten für die Lebensmittelindustrie und für Behörden von besonderer Bedeutung sein. Beide Gruppen sind sehr daran interessiert, einen detaillierten Rahmen festzulegen, mit dem die Sicherheit transgener Lebensmittel wirtschaftlich und dauerhaft ermittelt werden kann. Wird diese Richtung der Forschung weiterhin unterstützt, so könnte dies auf dem europäischen Markt tatsächlich zu einer neuen Herangehensweise an das Thema GV-Lebensmittel führen.

Ad Peijnenburg | ctm
Weitere Informationen:
http://www.rikilt.wur.nl

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