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Schaffung von Eizellen und Sperma aus Stammzellen rückt näher

20.06.2005


Stammzellen unfruchtbarer Patienten sollen geklont werden



Wissenschafter der University of Sheffield ist es gelungen, der Schaffung von menschlichen Eizellen und Sperma aus Stammzellen einen Schritt näher zu kommen. Diese Forschungsergebnisse könnten helfen, die bei der künstlichen Befruchtung bestehenden Engpässe an gespendeten Eizellen und Sperma zu überwinden. Die Wissenschafter analysierten die Stammzellen von Embryos und wiesen nach, dass einige begannen sich in Eizellen oder Sperma zu verwandeln. Dabei handelte es sich um einen Vorgang, der in der Vergangenheit bei Mäusen beobachtet wurde. Im Prinzip bedeutet das, dass es möglich sein könnte, Stammzellen eines unfruchtbaren Patienten zu klonen und diese in die für eine künstliche Befruchtung erforderliche Form zu bringen.

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Bei der Untersuchung der menschlichen Embryos zeigte sich, dass einige der Zellen die genetische Signatur von primordialen Keimzellen entwickelten. Bei diesen Zellen handelt es sich um die Vorläufer von Eizellen und Sperma. Die Wissenschafter arbeiteten mit Stammzellen, die Embryos entnommen worden waren, die von Paaren für die Forschung gespendet worden waren. Sie wiesen nach, dass sich manche Stammzellen eine Ansammlung von Zellen, den so genannten embryoähnlichen Körperchen bildeten. Die genaue Analyse dieser Zellen ergab, dass innerhalb von zwei Wochen eine kleine Anzahl der Zellen, die einige der Gene primordialer Keimzellen exprimierten, vorhanden war. Einige der Zellen exprimierten Proteine, die die nur in reifendem Sperma zu finden sind.

Der Wissenschafter Behrouz Alfatoonian erklärte, dass die besondere Herausforderung jetzt darin bestehe, jene Zellen auszuwählen, die sich zu primordialen Keimzellen entwickeln. In einem nächsten Schritt sei zu erforschen, wie sie dazu angeregt werden können, sich in reife Eizellen und reifes Sperma zu entwickeln. "Die Herstellung von funktionsfähigen Keimzellen ist viel schwieriger, da wir für diese Zellen erst das passende Umfeld schaffen müssen." Die Wissenschafter erklärten, dass zahlreiche weitere Tests erforderlich sein, um die Sicherheit dieses Verfahrens zu garantieren.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.shef.ac.uk

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