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Tödliche Kunstwerke aus Seide

27.07.2001


Insektenfressende Spinnen werden von Wespen als Geburtshelfer missbraucht / Spinnfäden sind eines der vielseitigsten Waffensysteme in der Natur

Spinnen fressen vor allem Insekten, die sie mit ihren hochentwickelten Netzen fangen. Aber manche Insekten drehen den Spieß um und machen sich durch genetische Umprogrammierung die besonderen Netzbau-Fähigkeiten der Spinnen zu nutze. Wie das Magazin NATIONAL GEOGRAPHIC DEUTSCHLAND (Ausgabe 8/2001, EVT 30. Juli) berichtet, lassen parasitäre Wespen in Costa Rica sich von einer harmlosen Obstgartenspinne einen Kokon zum Verpuppen weben - und fressen die Spinne nach verrichteter Arbeit auf.

Dazu legt die weibliche Wespe ein Ei in den Bauch der Plesiometa-Spinne. Schon nach ein paar Tagen schlüpft die Wespenlarve und ernährt sich ein bis zwei Wochen unbemerkt von den Körpersäften des Achtbeiners. Dann wird die Obstspinne plötzlich von dem Schmarotzer genetisch umprogrammiert: Sie beginnt statt des üblichen Netzes ein für sich selbst nutzloses Gespinnst zu weben, das der Wespenlarve später als Basis für ihren Kokon dient, berichtet NATIONAL GEOGRAPHIC DEUTSCHLAND. Die Wissenschaft erklärt dieses Phänomen damit, dass die Wespenlarve ein spezielles Unterprogramm eines Unterprogramms der genetisch verankerten Prozedur zum Netzweben aktiviert und alles andere abschaltet.

Spinnen sind Meister des filigranen Netzbaus. Sie haben im Verlauf der Evolution ausgeklügelte Techniken entwickelt, mit ihren Netzen auf Insektenfang zu gehen. Senkrechte Radnetze entwickelten die Spinnen erst, als ihre Hauptbeute - die Insekten - zu fliegen begannen. Die effiziente Ausrichtung der Netze im Raum ist eine hochkomplexe Leistung für Tiere, die ihre Umwelt hauptsächlich per Tastsinn erfahren und nur mit einem sehr einfachen Nervensystem ausgestattet sind. Und so ein Netz ist erstaunlich ergiebig: Eine Spinne frisst pro Tag durchschnittlich 15 Prozent ihres eigenen Gewichts an Insekten, berichtet NATIONAL GEOGRAPHIC DEUTSCHLAND. Dazu erneuert sie das Netz bis zu fünfmal am Tag.

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Weitere Informationen:
http://www.nationalgeographic.de.

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