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Auf dem Weg zu gesünderen Populationen von gezüchtetem Seebarsch

02.03.2005


Im Rahmen des EGC-VAC-Projekts wurde die Kinetik von spezialisierten Zellen nach der Impfung von gezüchtetem Seebarsch untersucht, um die wichtigsten zu Grunde liegenden immunpathologischen Mechanismen zu verstehen.



Fisch ist eine wichtige Nährstoffquelle und zweifelsohne eine wichtiger Bestandteil der menschlichen Nahrungskette. Um der ständig steigenden Nachfrage der Verbraucher nach Fisch gerecht zu werden, stieg die Anzahl der Fischzuchtanlagen und die Fischzucht wurde in einem größerem Ausmaß betrieben. Damit verbunden ist aber auch ein erhöhtes Risiko des Auftretens und der Ausbreitung von Infektionen unter den Arten. Deshalb ist die Krankheitsvorbeugung für die nachhaltige Entwicklung dieser wirtschaftlichen Tätigkeit unbedingt notwendig.



Impfstoffe spielen bei der Überwachung von Infektionskrankheiten eine wichtige Rolle. Ihre Wirksamkeit ist zum Großteil von modernen Untersuchungen abhängig, die immunpathologische Reaktionen einschließen. Im Rahmen des EGC-VAC-Projekts wurden die grundlegenden Immunmechanismen in verschiedenen Arten wie Seebarsch eingehend erforscht. Dabei untersuchten die Forscher insbesondere die in der Bauchfellhöhle beobachtete Immunreaktion. Dafür nutzten sie verschiedene Impfstoffformulierungen einschließlich Öl-in-Wasser-Impfstoffe.

Es konnten wichtige Informationen über die Kinetik der Leukozytenpopulation im Bauchfell und über die Variationen der Eosinophilen Körnerzellen (EGCs) nach der Impfung gewonnen werden. Die Forscher verwendeten mehrere verschiedene Impfstoffformulierungen einschließlich Wasser, Wasser in Öl, Öl in Wasser sowie Alginat- und Liposomenkombinationen. Für Seebarsch fand man heraus, dass es scheinbar eine anfängliche Entzündung gibt, die sich dann in ein fremdkörperartiges Granulom entwickelt und dass die EGCs durch spezifizierte Komponenten im Impfstoff aktiviert werden.

Die zellulären und zytokinen Profile, welche mit den in geimpftem Seebarsch beobachteten intraperitonealen Immungranolomen zusammenhängen, förderten das Verständnis der damit verbundenen Mechanismen. Diese Informationen können einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung von Impfstoffformulierungen für die Reduzierung von Nebeneffekten leisten. Je besser die Impfstrategie ist, um stärker und langanhaltender ist die Immunität. Gesündere Fische könnten dann letztendlich zu höheren Erträgen in der Fischindustrie führen.

Prof. Alexandre Quintanilha | ctm
Weitere Informationen:
http://www.ibmc.up.pt

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