Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Optimale Methoden zur Minimierung von Industrieunfällen

22.02.2005


Ein thematisches Netzwerk zur Gefahrenbeurteilung höchst reaktiver Systeme entwickelte HarsBook, einen Experten-Leitfaden zur wärmetechnischen Sicherheit von chemischen Reaktionen. Dieses Handbuch zu den optimalen Methoden ist für KMU und andere Organisationen erhältlich, die es mit der Unfallverhütung bei chemischen Prozessen zu tun haben.



Heutzutage bildet die chemische Industrie einen der Schlüsselsektoren der europäischen Wirtschaft, dennoch sind die damit verbundenen Prozesse noch immer anfällig für Unfälle, die sich auf Personen und auf die Umwelt nachteilig auswirken können. Soziale und amtliche Bestimmungen schreiben vor, dass Chemieunternehmen stabile Verfahren zur Gefahreneinschätzung einführen müssen, um sowohl die Häufigkeit als auch die Schwere möglicher Vorfälle minimieren zu können.

... mehr zu:
»Industrieunfällen »KMU


Die meisten dieser Verfahren umfassen jedoch anspruchsvolle experimentelle Methoden und erfordern eine kostspielige Ausstattung, deshalb können sie sich die meisten KMU nicht leisten. In diesem Zusammenhang wurde im Rahmen eines von der Europäischen Kommission finanzierten Projektes ein thematisches Netzwerk zur Gefahreneinschätzung höchst reaktiver Systeme entwickelt. Das so genannte HarsNet konzentrierte sich darauf, der Öffentlichkeit optimale Methoden nahe zu bringen, einschließlich Richtlinien und Methodologien, die sich auf die Anforderungen der europäischen KMU richten, die an der Herstellung feiner und spezieller Chemikalien beteiligt sind.

Eines der Ergebnisse des Projektes ist HarsBook, eine Sammlung von Richtlinien, die die Hauptaspekte auf dem Gebiet der wärmetechnischen Sicherheit von chemischen Reaktionen abdecken. Auf der Grundlage umfassender Erfahrungen von Fachkräften aus großen Chemieunternehmen wurde ein Leitfaden zu den optimalen Methoden für Vorhersage, Einschätzung und Minimierung exothermer Reaktionsgefahren erstellt. Das heißt im Einzelnen, das Tool liefert eine Beschreibung der gegenwärtig verfügbaren Methoden und Informationen zu den kommerziell erhältlichen, empfohlenen Ausstattungsmöglichkeiten.

HarsBook umfasst alle Schritte eines chemischen Prozesses, von der Informationssuche bis hin zur sicheren Lagerung instabiler Verbindungen. Einige Hauptkapitel umfassen computerunterstütztes und thermisches Screening, Testverfahren, reaktionelle und adiabatische Kalorimetrie sowie die damit verbundene Sicherheit. Es handelt sich hierbei nicht um einen gewöhnlichen Leitfaden, er kann auch als Referenzquelle für die Nutzung durch nationale chemische bzw. industrielle Verbände, lokale Behörden, Regierungsinstitutionen sowie Versicherungsunternehmen, zu deren Kunden chemische Hersteller zählen, eingesetzt werden.

Dr. Simon Waldram | ctm
Weitere Informationen:
http://www.harsnet.net

Weitere Berichte zu: Industrieunfällen KMU

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Raben: "Junggesellen" leben in dynamischen sozialen Gruppen
23.03.2017 | Universität Wien

nachricht Die Evolutionsgeschichte der Wespen, Bienen und Ameisen erstmals entschlüsselt
23.03.2017 | Stiftung Zoologisches Forschungsmuseum Alexander Koenig, Leibniz-Institut für Biodiversität der Tiere

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Im Focus: Auf der Spur des linearen Ubiquitins

Eine neue Methode ermöglicht es, den Geheimcode linearer Ubiquitin-Ketten zu entschlüsseln. Forscher der Goethe-Universität berichten darüber in der aktuellen Ausgabe von "nature methods", zusammen mit Partnern der Universität Tübingen, der Queen Mary University und des Francis Crick Institute in London.

Ubiquitin ist ein kleines Molekül, das im Körper an andere Proteine angehängt wird und so deren Funktion kontrollieren und verändern kann. Die Anheftung...

Im Focus: Tracing down linear ubiquitination

Researchers at the Goethe University Frankfurt, together with partners from the University of Tübingen in Germany and Queen Mary University as well as Francis Crick Institute from London (UK) have developed a novel technology to decipher the secret ubiquitin code.

Ubiquitin is a small protein that can be linked to other cellular proteins, thereby controlling and modulating their functions. The attachment occurs in many...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

Über Raum, Zeit und Materie

22.03.2017 | Veranstaltungen

Unter der Haut

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Impfstoffe zuverlässig inaktivieren mit Elektronenstrahlen

23.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Darmkrebs: Wenn die Wachstumsbremse fehlt

23.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Riesensalamander, Geckos und Olme – Verschwundene Artenvielfalt in Sibirien

23.03.2017 | Biowissenschaften Chemie