Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wie biologische Substanzen miteinander wechselwirken

21.02.2005



Biochips sind für den Naturwissenschaftler schon lange nicht mehr nur knackige Kartoffelchips aus kontrolliert ökologischem Anbau: mit den kleinen, goldenen Plättchen lassen sich beliebige biologische Wechselwirkungen direkt beobachten. Praktisch jedes Biomolekül, egal ob Proteine, die Erbinformation kodierenden Nukleinsäuren (DNA und RNA), Zucker, Antikörper, selbst medizinische Wirkstoffe und ganze Zellen können auf ihre Funktion durch ihr Zusammenwirken mit anderen Stoffen untersucht werden. Ein Bindungspartner wird zu diesem Zweck fest auf einer Goldoberfläche gebunden, während der zweite Partner in Lösung über den Chip gespült wird. Kommt es zu einer spezifischen Wechselwirkung, kann das Bindungssignal am Computer verfolgt werden. Dabei ist der Probenverbrauch der wertvollen Substanzen verschwindend gering; für eine komplette Analyse reichen häufig schon 0,000001 g Probe aus!


Im Gegensatz zu vielen anderen stationären Methoden stellt die biomolekulare Interaktionsanalyse mittels Oberflächenplasmonresonanz wichtige kinetische Informationen über den Verlauf einer Interaktion zur Verfügung mit der erstmals Geschindigkeitskonstanten direkt ermittelt werden können, ohne daß das System einen zeitaufwendigen Gleichgewichtszustand erreichen muss. Ein weiterer Vorteil der Messmethode ist, daß alle zu untersuchenden Substanzen zum Nachweis weder radioaktiv noch durch andere sperrige Modifizierungen, die eine natürliche Wechselwirkung oftmals stören, verändert werden müssen.

In einer Zeit, in der nach der Aufklärung der Erbinformation vieler Organismen (Genom) die Funktionsaufklärung von biologischen Stoffen (Proteom) immer mehr an Bedeutung gewinnt, liefert die biomolekulare Interaktionsanalyse durch die Identifizierung spezifischer Bindungspartner entscheidende Hinweise auf die Wirkungsweise vieler bisher unbekannter Proteine. Weiterhin wichtige Anwendungen finden sich im diagnostischen Bereich (Nachweis von Substanzen in Nahrungsmitteln oder Blut) und im medizinischen Sektor (Antikörpercharakterisierung, Medikamentenentwicklung).


Als Dienstleister bietet die Biaffin GmbH & Co KG einen umfassenden Service im Bereich beliebiger biologischer Interaktionen sowohl in der qualitativen Analyse als auch in quantitativer Detektion, der Prozeßoptimierung und der kompletten Assay-Entwicklung mit fundiertem Know-How an.

Kontakt:

Biaffin GmbH & Co KG
Dr. Bastian Zimmermann
Heinrich- Plett-Str. 40
D-34132 Kassel
Tel.: 0561 804 4661
Fax.: 0561 804 4665

Dr. Stephan Drewianka | BIAFFIN GmbH & Co KG
Weitere Informationen:
http://www.biaffin.de
http://www.biaffin.com
http://www.proteinkinase.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Geteiltes Denken ist doppeltes Denken
19.01.2017 | Hertie-Institut für klinische Hirnforschung (HIH)

nachricht Neue CRISPR-Methode enthüllt Genregulation einzelner Zellen
19.01.2017 | CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Verkehrsstau im Nichts

Konstanzer Physiker verbuchen neue Erfolge bei der Vermessung des Quanten-Vakuums

An der Universität Konstanz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einem völlig neuen experimentellen Zugang zur Quantenphysik gelungen. Das Team um Prof....

Im Focus: Traffic jam in empty space

New success for Konstanz physicists in studying the quantum vacuum

An important step towards a completely new experimental access to quantum physics has been made at University of Konstanz. The team of scientists headed by...

Im Focus: Textiler Hochwasserschutz erhöht Sicherheit

Wissenschaftler der TU Chemnitz präsentieren im Februar und März 2017 ein neues temporäres System zum Schutz gegen Hochwasser auf Baumessen in Chemnitz und Dresden

Auch die jüngsten Hochwasserereignisse zeigen, dass vielerorts das natürliche Rückhaltepotential von Uferbereichen schnell erschöpft ist und angrenzende...

Im Focus: Wie Darmbakterien krank machen

HZI-Forscher entschlüsseln Infektionsmechanismen von Yersinien und Immunantworten des Wirts

Yersinien verursachen schwere Darminfektionen. Um ihre Infektionsmechanismen besser zu verstehen, werden Studien mit dem Modellorganismus Yersinia...

Im Focus: How gut bacteria can make us ill

HZI researchers decipher infection mechanisms of Yersinia and immune responses of the host

Yersiniae cause severe intestinal infections. Studies using Yersinia pseudotuberculosis as a model organism aim to elucidate the infection mechanisms of these...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens

19.01.2017 | Veranstaltungen

Künftige Rohstoffexperten aus aller Welt in Freiberg zur Winterschule

18.01.2017 | Veranstaltungen

Bundesweiter Astronomietag am 25. März 2017

17.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Flashmob der Moleküle

19.01.2017 | Physik Astronomie

Tollwutviren zeigen Verschaltungen im gläsernen Gehirn

19.01.2017 | Medizin Gesundheit

Fraunhofer-Institute entwickeln zerstörungsfreie Qualitätsprüfung für Hybridgussbauteile

19.01.2017 | Verfahrenstechnologie