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Allergieauslösende aromatische Kohlenwasserstoffe

08.02.2005


Allergien, die durch aromatische und als Duftstoffe verwendete Kohlenwasserstoffe, hervorgerufen werden, werden bald der Vergangenheit angehören. Im Rahmen des von der EU-finanzierten FRAGRANCE-ALLERGY-Projektes erhalten Wissenschaftler neue Erkenntnisse zu Wesen und Ausbruch der durch Duftstoffe verursachten Sensibilisierung.



Ungefähr 1 bis 2 Prozent der Europäer reagieren allergisch auf chemische Duftstoffe. Eine Allergie kann als abnorme Reaktion auf Stoffe, so genannte Allergene, zusammengefasst werden. Häufig vorkommende Allergene sind Pollen, Insektenstiche, Lebens- und Arzneimittel.



Forscher haben jedoch unter der europäischen Bevölkerung auch eine Anfälligkeit für spezielle aromatische Kohlenwasserstoffe (Terpene) entdeckt, die als Duftstoffe in Produkten - von Parfüms bis hin zu Haushaltsreinigern - eingesetzt werden. Viele Terpene werden aus ätherischen Pflanzenölen gewonnen, wie z.B. Limonen, das in Zitronen und Orangen vorkommt.

Das National Institute for Working Life in Schweden hat die Allergenität der Terpene und ihrer Oxidationsprodukte erforscht. Wenn Terpene mit Luft in Kontakt kommen, reagieren sie mit Sauerstoff und bilden durch Oxidation entstehende Nebenprodukte. Die Oxidationsprodukte der fünf bekanntesten Terpene - Linalool, Caryophyllen, Myrcen, r-Limonen und s-Limonen - wurden europaweit an sechs dermatologischen Kliniken auf der Haut von Patienten getestet. Bis zu 3 % der getesteten Personen reagierten auf die Pflaster, vor allem auf die oxidierten Limonene und das oxidierte Linalool. Die Forscher entdeckten, dass Patienten mit Kontaktallergien stärkere Reaktionen zeigten.

In der zweiten Phase dieses Projektes wollten die Forscher den Oxidationsvorgang verstehen und testeten Verfahren zur Verhinderung oder Verzögerung seines Beginns. Die Zugabe von Antioxidationsmitteln, welche die Halbwertzeit aller besagten Chemikalien erhöhten, machen sie möglicherweise sicherer.

Die Europäische Kommission hat bereits mit der Beschränkung des Einsatzes von Limonenen einen Vorstoß gemacht, da diese durch Hautkontakt Allergien auslösen können. Die Arbeit des National Institute for Working Life hat gezeigt, dass auch andere Substanzen durch ähnliche Regelungen kontrolliert werden müssen. Zudem wurde auch die viel versprechende Wirkung der Antioxidationsmittel zur Verzögerung des Allergieausbruchs aufgezeigt. Von dieser Forschung werden all jene Europäer profitieren, die an Kontaktallergien leiden, insbesondere an solchen, die mit Hautbeschwerden wie Ekzemen verbunden sind.

Prof. Ann T. Karlberg | ctm
Weitere Informationen:
http://www.arbetslivsinstitutet.se/en/

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