Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Innovative Biosensortechnologie

24.08.2004


Dank Biosensortechnologien können Patienten heute ihren Glukoseanteil in Blutproben zu Hause überwachen. Aufgrund der weiteren Entwicklung und Verbesserung dieses neuen Forschungsbereiches wird erwartet, das diagnostische Verfahren auf Laborbasis schrittweise durch ähnlich zuverlässige und äußerst empfindliche Geräte zur Messung von Blutparametern ersetzt werden.



Das PAMELA-Projekt richtete sich auf die Entwicklung eines kosteneffizienten Systems für die Überwachung des Anteils an Prostataspezifischen Antigenen (PSA) im Blut. Dafür wurden Kenntnisse und Verfahren aus den Bereichen der Mikroelektronik und Biotechnologie kombiniert. Die revolutionäre Entwicklung bietet einzigartige Vorteile wie zum Beispiel automatisierte, reproduzierbare, hochempfindliche Echtzeit-Messungen der winzig kleinen PSA-Mengen in Nanogramm pro Milliliter Blut. Das System basiert auf einer optimierten Signalwandlertechnologie, einer verbesserten Signalwandler-/biologischen Schnittstelle, innovativen biologischen Sondenmolekülen und moderner Mikrofluidik.



Eine der wichtigsten Komponenten dieses miniaturisierten Biosensorsystems ist der Signalwandler, der auf zwei grundlegenden Sensortechnologien basiert und zu einer moderneren Konfiguration umgestaltet wurde. Die neuartige Biosensorplattform integriert die Geräte für akustische Oberflächenwellen (SAW) in Form von Love-Wellen und den Sensor für die Oberflächenplasmonen-Resonanz (SPR). Diese einzigartige Kombination gewährleistet die Analyse von mehreren Parametern bei einem Erkennungsvorgang. Dazu gehören die Dicke, der Wassergehalt sowie die Adsorptionskinetik von Proteinschichten.

Im Gegensatz zu den klassischen Immununtersuchungen schließt die Methode zur Aufspürung von akustischen Wellen keine chemischen Modifikationen ein, sondern beinhaltet die direkte Überwachung der physikochemischen Wechselwirkung zwischen den Molekülen, die das Affinitätspaar bilden. Jedes Mal, wenn die Sonden das Analyt (PSA) an der Oberfläche aufspüren, wird dies in ein elektrisches Signal umgewandelt, dessen Größe mit der Analytkonzentration in Zusammenhang gebracht wird. Durch den Einbezug der SPR-Technik wird der Signalwandler zudem empfindlicher und kann dadurch sehr geringe Analytkonzentrationen messen.

Die angebotene Biosensorplattform kann unter Verwendung einer allgemeinen Wahrnehmungsoberfläche eine genaue Bestimmung der physischen Eigenschaften wie Dichte und optischer Index der physisorbierten Proteinschichten gewährleisten. Gleichzeitig erlaubt die einzigartige Konfiguration die Überwachung der Eigenschaften der gebundenen Masse während elektro- und biochemischer Reaktionen. Hierzu gehören Wassergehalt, Filmdicke sowie die feste gegenüber der viskoelastischen Charakterisierung der adsorbierten Filme. Es besteht Interesse an einer Zusammenarbeit mit interessierten Parteien, die sich auf die Gestaltung, Entwicklung und Implementierung von neuartigen miniaturisierten Biosensorplattformen spezialisieren.

Kontakt:
Dr. Andrew Campitelli
IMEC (Biosensor Group)
Kapeldreef, 75
3001 Leuven Belgien
Tel: +32-16-281907
Fax: +32-16-281097
Email: andrew.campitelli@imec.be

Dr. Andrew Campitelli | ctm
Weitere Informationen:
http://www.imec.be

Weitere Berichte zu: Analytkonzentration Biosensorplattform PSA

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Up-Scaling: Katalysatorentwicklung im Industriemaßstab
22.11.2017 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

nachricht Ozeanversauerung schädigt Miesmuscheln im Frühstadium
22.11.2017 | GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kleine Strukturen – große Wirkung

Innovative Schutzschicht für geringen Verbrauch künftiger Rolls-Royce Flugtriebwerke entwickelt

Gemeinsam mit Rolls-Royce Deutschland hat das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS im Rahmen von zwei Vorhaben aus dem...

Im Focus: Nanoparticles help with malaria diagnosis – new rapid test in development

The WHO reports an estimated 429,000 malaria deaths each year. The disease mostly affects tropical and subtropical regions and in particular the African continent. The Fraunhofer Institute for Silicate Research ISC teamed up with the Fraunhofer Institute for Molecular Biology and Applied Ecology IME and the Institute of Tropical Medicine at the University of Tübingen for a new test method to detect malaria parasites in blood. The idea of the research project “NanoFRET” is to develop a highly sensitive and reliable rapid diagnostic test so that patient treatment can begin as early as possible.

Malaria is caused by parasites transmitted by mosquito bite. The most dangerous form of malaria is malaria tropica. Left untreated, it is fatal in most cases....

Im Focus: Transparente Beschichtung für Alltagsanwendungen

Sport- und Outdoorbekleidung, die Wasser und Schmutz abweist, oder Windschutzscheiben, an denen kein Wasser kondensiert – viele alltägliche Produkte können von stark wasserabweisenden Beschichtungen profitieren. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben Forscher um Dr. Bastian E. Rapp einen Werkstoff für solche Beschichtungen entwickelt, der sowohl transparent als auch abriebfest ist: „Fluoropor“, einen fluorierten Polymerschaum mit durchgehender Nano-/Mikrostruktur. Sie stellen ihn in Nature Scientific Reports vor. (DOI: 10.1038/s41598-017-15287-8)

In der Natur ist das Phänomen vor allem bei Lotuspflanzen bekannt: Wassertropfen perlen von der Blattoberfläche einfach ab. Diesen Lotuseffekt ahmen...

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

IfBB bei 12th European Bioplastics Conference mit dabei: neue Marktzahlen, neue Forschungsthemen

22.11.2017 | Veranstaltungen

Zahnimplantate: Forschungsergebnisse und ihre Konsequenzen – 31. Kongress der DGI

22.11.2017 | Veranstaltungen

Tagung widmet sich dem Thema Autonomes Fahren

21.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Bakterien als Schrittmacher des Darms

22.11.2017 | Biowissenschaften Chemie

Ozeanversauerung schädigt Miesmuscheln im Frühstadium

22.11.2017 | Biowissenschaften Chemie

Die gefrorenen Küsten der Arktis: Ein Lebensraum schmilzt davon

22.11.2017 | Geowissenschaften