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Mit Kombi-Impfstoffen gegen AIDS

12.07.2004


Im Projekt "AVIP" arbeiten Forscher aus sieben Ländern zusammen



Mit neuartigen Kombinations-Impfstoffen wollen Wissenschaftler versuchen, den AIDS-Erreger zu besiegen. 15 Forschungslabore aus sieben Ländern in Europa und Afrika - unter ihnen eine Arbeitsgruppe der Gesellschaft für Biotechnologische Forschung (GBF) in Braunschweig - haben sich mit diesem Ziel im "AIDS Vaccine Integrated Project", kurz AVIP zusammengeschlossen. Die Europäische Union unterstützt das multinationale Projekt, das vor allem Entwicklungsländern zugute kommen soll, mit 10 Millionen Euro. Koordinatorin von AVIP ist Prof. Barbara Ensoli, AIDS-Forscherin am Istituto Superiore de Sanità in Italien.

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Die übertragbare Immunschwäche AIDS ist weltweit eine der Haupttodesursachen bei Menschen zwischen 15 und 40 Jahren. Vor allem arme Länder sind davon betroffen. Trotz umfangreicher Aufklärungs-Kampagnen und erster Behandlungserfolge durch Medikamente hat sich die Krankheit weiter ausgebreitet und unter anderem in Indien, Südamerika, China und den Ländern der früheren Sowjetunion Besorgnis erregende Ausmaße angenommen.

Gegen den Erreger, das Virus HIV, wollen die AVIP-Forscher jetzt mit einem Impfstoff vorgehen, der sowohl strukturelle als auch regulatorische Virus-Bestandteile enthält - also Bausteine von HIV ebenso wie Moleküle, die seinen Vermehrungszyklus und das An- und Abschalten seiner Gene steuern. "Gegen all diese Komponenten soll der menschliche Körper dann eine Immun-Abwehr aufbauen", erklärt Dr. Carlos Alberto Guzmán, Leiter der Arbeitsgruppe "Impfstoffforschung" an der GBF. "Eine solche Impfung könnte vorbeugend, aber auch therapeutisch wirken, also in infizierten Menschen ein Fortschreiten der Krankheit stoppen."

Umfangreiche Vorarbeiten sind bereits geleistet: "Die einzelnen Bestandteile, strukturelle wie regulatorische HIV-Proteine, stehen zur Verfügung und sind schon in ersten klinischen Untersuchungen erprobt worden", betont Guzmán, "jetzt geht es darum, sie zu verschiedenen Kombinationsimpfstoffen zu verknüpfen - und diese dann gründlich zu testen."

Thomas Gazlig | idw
Weitere Informationen:
http://www.gbf.de

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