Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mit neuer Struktur Schwung für die Biotechnologie

29.11.2002


Ministerpräsident Gabriel gibt die Gründung neuer BioRegioN GmbH bekannt



Ministerpräsident Sigmar Gabriel hat am Freitag, 29. November 2002, im Braunschweiger Biotech-Gründerzentrum die neue Struktur für die niedersächsische Biotechnologie vorgestellt: die BioRegioN GmbH. Das Unternehmen führt die bisher vom niedersächsischen Wirtschaftsministerium geförderte Landesinitiative BioRegioN und das BioProfil "Funktionelle Genomanalyse" zusammen.



Die Kernarbeitsgebiete der BioRegioN GmbH sind das Standortmarketing für die Region und die Stärkung des bestehenden Netzwerks, die Unterstützung in Marketing und Vertrieb für Biotech-Unternehmen der Region, die Managementberatung von Start-ups und bestehenden Firmen vom Businessplan bis zum laufenden Geschäft sowie der Aufbau eines Seed-Capital-Fonds zur Anschubfinanzierung. Die GmbH wird ihren Sitz in Braunschweig haben und mit Niederlassungen in Hannover und Göttingen sowie einer Vertretung in Wilhelmshaven präsent sein.

Die Kräfte bündeln

Für die bis heute von der Landesinitiative BioRegioN erbrachten Leistungen erhält die neue BioRegioN GmbH einen Auftrag des Landes Niedersachsen. "So garantieren wir, dass sowohl die Netzwerkarbeit in der niedersächsischen Biotech-Branche als auch das Standortmarketing kontinuierlich weitergeführt werden", sagte Ministerpräsident Sigmar Gabriel. Die beabsichtigte Integration des BioProfils biete weitere Chancen, um die niedersächsische Biotechnologie mit einem einheitlichen und klaren Erscheinungsbild nach innen und nach außen darzustellen. Die Neuorganisation ermögliche es, das Management junger Biotech-Unternehmen zu unterstützen und so beim erfolgreichen Firmenaufbau zu helfen.

Dazu wird die BioRegioN GmbH eine schlanke und professionelle Struktur schaffen. Sie wird sich von Anfang an sehr eng mit Forschungseinrichtungen und Unternehmen vernetzen. Diese Partner sollen in ein wirkungsvolles Konzept für Innovationsmanagement und Marketing eingebunden werden. Um für niedersächsische Biotech-Gründer alle zur Verfügung stehenden Fördermaßnahmen zu erschließen, wird die BioRegioN GmbH intensiv mit Serviceeinrichtungen wie der Investitions- und Förderbank Niedersachsen GmbH (IN-Bank), dem Innovationszentrum und dem BONUS-Coachingprogramm zusammenarbeiten. "In einer zweiten Phase wollen wir die BioRegioN GmbH zu einem Seed-Capital-Unternehmen ausbauen, das sich an der Finanzierung von Biotech-Firmen beteiligt", erklärte der zukünftige Geschäftsführer Dr. Albrecht Läufer. "Dazu werden wir von regionalen und überregionalen Investoren Mittel einwerben, die speziell für die ersten Phasen von Unternehmensgründungen zur Verfügung stehen."

Die bisherige Struktur

An der Förderung und Vermarktung der niedersächsischen Biotechnologie waren bisher sowohl die Landesinitiative BioRegioN als auch das BioProfil "Funktionelle Genomanalyse" beteiligt. Die BioRegioN entstand Mitte der neunziger Jahre als eine ehrenamtliche Initiative von Vertretern aus Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Verbänden und Firmen. Sie haben mit sehr großem Engagement erfolgreich zur Verbesserung der Akzeptanz von Bio- und Gentechnologie in Niedersachsen beigetragen. Als virtuelles Unternehmen konzipiert, konnte die BioRegioN hervorragend die Akteure in der niedersächsischen Biotechnologie miteinander verbinden. Ausdruck der erfolgreichen Arbeit ist die Gründung von insgesamt 70 Unternehmen und mehr als 700 neu geschaffenen Arbeitsplätzen in den vergangenen Jahren. Grenzen haben sich jedoch dort gezeigt, wo es darum geht, Biotech-Unternehmen mit professionellem Marketing und hauptamtlicher Management-Unterstützung zu stärken.

Das BioProfil "Funktionelle Genomanalyse" erhielt seinen Anstoß ebenfalls aus der Biotechnologie-Szene heraus. Mit seinem Entwicklungskonzept konnte es sich 2001 im bundesweiten BioProfile-Wettbewerb durchsetzen. Insgesamt 15 Millionen Euro Fördermittel des Bundes stehen dadurch dem Städtedreieck Braunschweig, Göttingen, Hannover über fünf Jahre zur Entwicklung von Projekten aus der Infektions-, Neuro- und Stammzellbiologie mit großem wirtschaftlichem Potenzial zur Verfügung. Auch für nachhaltigen Einsatz dieser Mittel ist ein stimmiges Angebot von Management-Unterstützung und Marketing von zentraler Bedeutung. Dieses wird mit der neuen BioRegioN GmbH jetzt geschaffen.

Mit ihr öffnen sich für Niedersachsen neue Chancen, die wirtschaftlichen Möglichkeiten der modernen Biotechnologie zu nutzen: Das Land verfügt über eine Vielzahl von international anerkannten biotechnologischen Forschungseinrichtungen. Sie bergen ein erhebliches Entwicklungspotenzial, das es zu erschließen gilt. Die hier erarbeiteten Erkenntnisse stellen die Grundlage für Unternehmensgründungen dar. Voraussetzung für nachhaltigen Erfolg ist jedoch, dass die zeitaufwändige Entwicklung der Idee hin zum Produkt finanziert wird und die Wissenschaftler in die Lage versetzt werden, ihr junges Unternehmen zu managen.

Ihr Ansprechpartner:

Dipl.-Biol./Dipl.-Journ.
Hannes Schlender
Forum Funktionelle Genomanalyse e.V.
Mascheroder Weg 1b
D-38124 Braunschweig
Tel +49 (0)531.6181-738
Fax +49 (0)531.6181-923
eMail has@gbf.de

Thomas Gazlig | idw

Weitere Berichte zu: Bioprofil Biotechnologie Genomanalyse

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Bakterieller Untermieter macht Blattnahrung für Käfer verdaulich
17.11.2017 | Max-Planck-Institut für chemische Ökologie

nachricht Neues Werkzeug für gezielten Proteinabbau
17.11.2017 | Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Im Focus: «Kosmische Schlange» lässt die Struktur von fernen Galaxien erkennen

Die Entstehung von Sternen in fernen Galaxien ist noch weitgehend unerforscht. Astronomen der Universität Genf konnten nun erstmals ein sechs Milliarden Lichtjahre entferntes Sternensystem genauer beobachten – und damit frühere Simulationen der Universität Zürich stützen. Ein spezieller Effekt ermöglicht mehrfach reflektierte Bilder, die sich wie eine Schlange durch den Kosmos ziehen.

Heute wissen Astronomen ziemlich genau, wie sich Sterne in der jüngsten kosmischen Vergangenheit gebildet haben. Aber gelten diese Gesetzmässigkeiten auch für...

Im Focus: A “cosmic snake” reveals the structure of remote galaxies

The formation of stars in distant galaxies is still largely unexplored. For the first time, astron-omers at the University of Geneva have now been able to closely observe a star system six billion light-years away. In doing so, they are confirming earlier simulations made by the University of Zurich. One special effect is made possible by the multiple reflections of images that run through the cosmos like a snake.

Today, astronomers have a pretty accurate idea of how stars were formed in the recent cosmic past. But do these laws also apply to older galaxies? For around a...

Im Focus: Pflanzenvielfalt von Wäldern aus der Luft abbilden

Produktivität und Stabilität von Waldökosystemen hängen stark von der funktionalen Vielfalt der Pflanzengemeinschaften ab. UZH-Forschenden gelang es, die Pflanzenvielfalt von Wäldern durch Fernerkundung mit Flugzeugen in verschiedenen Massstäben zu messen und zu kartieren – von einzelnen Bäumen bis hin zu ganzen Artengemeinschaften. Die neue Methode ebnet den Weg, um zukünftig die globale Pflanzendiversität aus der Luft und aus dem All zu überwachen.

Ökologische Studien zeigen, dass die Pflanzenvielfalt zentral ist für das Funktionieren von Ökosys-temen. Wälder mit einer höheren funktionalen Vielfalt –...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungen

Roboter für ein gesundes Altern: „European Robotics Week 2017“ an der Frankfurt UAS

17.11.2017 | Veranstaltungen

Börse für Zukunftstechnologien – Leichtbautag Stade bringt Unternehmen branchenübergreifend zusammen

17.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten

IHP präsentiert sich auf der productronica 2017

17.11.2017 | Messenachrichten

Roboter schafft den Salto rückwärts

17.11.2017 | Innovative Produkte